Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte

Die US-Notenbank muss in den kommenden zwei Jahren die Zinsen nachhaltig anheben

Statement zur geldpolitischen Entscheidung der US Notenbank Federal Reserve vom 17.09.2015

„Die Entscheidung der US-Notenbank ist enttäuschend und nicht konsequent. Die Fed hat sich vom großen Druck der Finanzmärkte beeindrucken lassen. Eine Nullzinspolitik ist nicht mehr angebracht, da die US-Volkswirtschaft nicht mehr in der Krise ist. Wachstum, Beschäftigung und Inflationserwartungen deuten alle auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung in den USA hin.

Auch bei einer ersten Zinserhöhung diese Woche wäre die Geldpolitik der USA noch immer extrem expansiv gewesen. Jede geldpolitische Entscheidung enthält Risiken. Den Risiken einer zu frühen Zinserhöhung und negativer Effekte für Schwellenländer steht das größere Risiko für die Finanzstabilität gegenüber. Die US-Notenbank muss in den kommenden zwei Jahren die Zinsen nachhaltig anheben um nicht den gleichen Fehler der 2000er Jahre, in der eine Zinserhöhung zu lange herausgezögert wurde, zu wiederholen.

Die größte Gefahr für die Finanzmärkte ist nicht eine Zinserhöhung der US-Notenbank, sondern eine anhaltende Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der USA. Die Entscheidung der US-Notenbank diese Woche hat die Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Kurs nicht reduziert, sondern weiter erhöht.

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