Statement zu den Import- und Exportzahlen für Deutschland

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Statement zu den heute morgen vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Import- und Exportzahlen für Deutschland im Gesamtjahr 2016

Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Außenhandelsüberschuss in Höhe von knapp 253 Milliarden Euro erzielt und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Dass die deutsche Wirtschaft sehr viel mehr exportiert als importiert, ist Anlass zur Sorge, und kein Grund stolz zu sein. Problematisch sind nicht die hohen Exporte, problematisch ist die schwache Entwicklung der Importe, die Ergebnis der großen Investitionslücke ist. Diese verursacht hohe wirtschaftliche Kosten für Deutschland, denn sie reduziert die Produktivität, Einkommen und schadet letztlich dem Wirtschaftsstandort Deutschland.

Der Rekordüberschuss wird den Konflikt mit den USA und innerhalb der EU weiter anfachen. Die europäischen Nachbarn würden von stärkeren Investitionen in Deutschland profitieren. In erster Linie würde jedoch Deutschland selbst profitieren, denn die Investitionslücke und die damit einhergehenden zu hohen Handelsüberschüsse schaden der hiesigen Wirtschaft.

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Marcel Fratzscher

Autor: Marcel Fratzscher

Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor für Makroökonomie und Finanzen an der Humboldt-Universität zu Berlin. / Marcel Fratzscher is President of the German Institute for Economic Research (DIW Berlin) and Professor of Macroeconomics and Finance at the Humboldt University in Berlin.

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