Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte

Statement zum Brexit

Diese Statements wurden erstmals von dpa Deutsche Presse-Agentur veröffentlicht.

Ich erwarte keine kurzfristigen Verwerfungen auf den Finanzmärkten oder in der europäischen Wirtschaft durch den Beginn der Austrittsverhandlungen Großbritanniens mit der EU. Die Erwartungen an die zukünftige Beziehung zwischen der Europäischen Union und Großbritannien wurden in den vergangenen Monaten immer weiter abgesenkt. Ein Brexit mit einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien ist die wahrscheinlichste Option. Ich erwarte, dass ein Freihandelsabkommen frühestens in vier Jahren steht. Eine Übergangsphase wird unvermeidlich sein.

Die Austrittsverhandlungen könnten sehr strittig und hässlich werden. Die britische Regierung wird versuchen, Europa zu spalten, um ein möglichst gutes Ergebnis für Großbritannien herauszuhandeln. Europa darf sich jedoch nicht spalten lassen und muss so bald wie möglich die Grenzen für die Verhandlungen mit Großbritannien definieren. Die Austrittsverhandlungen werden den Druck erhöhen, endlich Antworten auf die offenen Fragen über die Zukunft der Europäischen Union zu finden.

Deutschland und die Bundesregierung werden mit im Mittelpunkt der Austrittsverhandlungen Großbritanniens stehen. Deutschland wird weiter an Gewicht in und Verantwortung für Europa gewinnen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.