Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Statement zur Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan

Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan ist ein wichtiges Signal für Freihandel und gegen Protektionismus und gegen den zunehmenden Nationalismus in der Welt. Das Abkommen zeigt, dass die EU handlungsfähig und wichtig ist, um europäische und auch deutsche Interessen in der Welt zu vertreten. Gerade Deutschland kann seine wirtschaftlichen Interessen nur mit einem starken, geeinten Europa im Rücken verteidigen. Die deutsche Wirtschaft wird einer der größten Gewinner des EU-Japan-Freihandelsabkommens sein, denn unsere Wirtschaft hängt stärker als andere von … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Die EU muss mit Strafzöllen kontern

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Forderung nach Strafzöllen auf Autos die nächste Runde des Handelskonflikts eingeläutet. Er setzt seinen Konfrontationskurs fort. Damit schwindet die Hoffnung, Europa könne sich einem Konflikt mit den USA entziehen. Gerade Deutschland würden Strafzölle auf Autos empfindlich treffen und Arbeitsplätze kosten. Bereits jetzt wirkt sich der Handelskonflikt negativ auf die konjunkturelle Stimmung in Europa und Deutschland aus und wird das Wachstum in diesem Jahr schwächen. Die EU muss den Amerikanern Paroli bieten und selbst mit … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Makroökonomik

Bevor es zu spät ist

Dieser Text ist am 07. Mai 2018 als Gastbeitrag im Handelsblatt erschienen.

Die Hoffnung, US-Präsident Trump werde nun den Handelskonflikt beilegen, wurde enttäuscht. Durch die Androhung von Einfuhrbeschränkungen hat er den Konflikt noch verschärft. Europa benötigt dringend eine bessere Strategie, zu der auch das Eingeständnis gehört, dass Deutschlands Handelsüberschüsse zu hoch und damit Teil des Problems sind und sich deshalb auch unsere Wirtschafts- und Finanzpolitik ändern muss.

Die Erklärung für die riesigen deutschen Handelsüberschüsse von knapp 250 Milliarden Euro – … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftspolitik

Wo Deutschland und China wirklich zu protektionistisch sind

Dieser Beitrag ist am 15. März bei SPIEGEL ONLINE erschienen.

US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Vorwurf, China, Deutschland und andere betrieben Protektionismus, nicht ganz Unrecht. Viele hören es nicht gerne, aber Deutschlands riesiger Leistungsbilanzüberschuss in Höhe von rund acht Prozent der Wirtschaftsleistung ist nicht in erster Linie das Resultat deutscher Exportstärke, sondern der deutschen Import- und Investitionsschwäche. Um einen Handelskonflikt zu vermeiden, der letztlich vor allem Deutschland schaden würde, muss sich die Bundesregierung guten Argumenten öffnen und eigene Schwächen … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Statement zu den US-Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte

US-Präsident Donald Trump geht mit seinen Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte auf Konfrontationskurs. Die EU sollte schnell und hart darauf reagieren. Sie muss nun umgehend für die US-Wirtschaft wichtige Produkte mit Strafzöllen belegen, um die amerikanische Regierung durch ihre eigenen Unternehmen, die die Leidtragenden wären, unter Druck zu setzen. Es braucht ein klares Zeichen der EU, um einen Handelskrieg nicht nur mit den USA, sondern global zu verhindern. Nur die EU ist groß und stark genug, den USA Paroli zu … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte Makroökonomik

Risikoteilung mit Marktdisziplin versöhnen – ein deutsch-französisches Reformkonzept für die Eurozone

Eine Gruppe von 14 Ökonominnen und Ökonomen aus Deutschland und Frankreich schlägt heute ein Reformpaket für die Europäische Währungsunion vor. Dessen Umsetzung würde den Euroraum robuster und krisenresistenter machen, für solidere Staatsfinanzen sorgen und mehr Wirtschaftswachstum ermöglichen.

Die gemeinsame Pressemitteilung des DIW Berlin und des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und das Paper Reconciling risk sharing with market discipline: A constructive approach to euro area reform (auch in deutscher Kurzfassung) finden Sie auf den [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wirtschaftspolitik

Die Versuchung des Nationalismus

Dieser Beitrag ist am 01. Oktober bei fr.de erschienen.

Deutschland muss den Teufelskreis von geopolitischen und wirtschaftspolitischen Konflikten mit mehr Kooperation durchbrechen.

Die Wirtschaft und Finanzmärkte haben in den vergangenen Wochen irritiert auf einen möglichen militärischen Konflikt mit Nordkorea reagiert. Auch in anderen Teilen der Welt – im Mittleren Osten und Nordafrika, in der Ukraine, in der Türkei, um nur einige zu nennen – nehmen Anzahl und Schärfe der geopolitischen Konflikte zu.

Parallel dazu sind Protektionismus und wirtschaftspolitische Konflikte auf … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Ungleichheit

Protektionismus ist die falsche Antwort auf Ungleichheit

Dieser Beitrag ist am 14. August 2017 bei versicherungswirtschaft-heute.de erschienen.

Der zunehmende Protektionismus ist heute eine der größten Gefahren für die Weltwirtschaft. Es wäre jedoch zu einfach, den Protektionismus nur als Fehler populistischer Politiker abzutun. Denn der Widerstand gegen die Globalisierung hat seit der globalen Finanzkrise 2008 massiv zugenommen.

Und die Sorge der Menschen, die sich gegen Globalisierung und freien Handel aussprechen, ist verständlich: Die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen hat in fast allen westlichen Ländern in den vergangenen 20 … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte

Warum die Zinsen niedrig bleiben müssen

Dieser Beitrag ist am 10. Juni auf SPIEGEL ONLINE erschienen.

In Deutschland sind viele enttäuscht über die Aussicht auf ein behutsames Ende der Niedrigzinspolitik, wie es die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag angekündigt hat. Die Hoffnung, die EZB könne bald die Zinsen anheben, ist jedoch eine Illusion. Es hängt nicht von der Zentralbank ab, wie schnell die Geldpolitik sich normalisiert, sondern vor allem vom Willen der europäischen Staats- und Regierungschefs – also auch der Bundesregierung -, die Währungsunion endlich ernsthaft … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Uncategorized Wahlen 2017

Statement zur Wahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs

Dies ist ein guter Tag für Frankreich, für Deutschland und für ganz Europa. Mit Emmanuel Macron hat Frankreich nun einen Präsidenten, der die besten Voraussetzungen mitbringt, um die Wirtschaft Frankreichs zu erneuern und Europa zu reformieren.

Macron steht vor ähnlich großen Herausforderungen wie Gerhard Schröder als Bundeskanzler vor 15 Jahren. Er muss harte Wirtschaftsreformen anstoßen und einen Mentalitätswandel herbeiführen, aber auch über 40% der Wählerinnen und Wähler mitnehmen, die in der ersten Wahlrunde für links- oder rechtsextreme Kandidaten gestimmt haben, … [weiterlesen]

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