Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Erst Brexit, dann Dexit?

Inmitten des Brexit-Chaos fordert die AfD in ihrem Europawahlprogramm einen Dexit, einen Austritt Deutschlands aus der EU in fünf Jahren. Dies mag man für absurd und weltfremd halten. Dabei ist ein Dexit und gar ein Kollaps der Europäischen Union gar nicht so unwahrscheinlich, vor allem wenn Deutschland nicht die richtigen Lehren aus dem Brexit zieht. Denn Großbritannien und Deutschland unterliegen ähnlichen Illusionen in ihrer Weltsicht: Sie unterschätzen beide die Bedeutung der Europäischen Union für die eigene Zukunft.

Vor fünf Jahren … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa ZEIT Kolumne

Europa braucht Klarheit über den Brexit

Dieser Beitrag ist am 5. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Brexit-Entscheidung steht wieder einmal auf der Kippe. Alle halten erneut die Luft an und warten, ob die Abgeordneten im britischen Parlament sich nun endlich einigen können. Theresa May hat gerade um eine Verlängerung bis zum 30. Juni gebeten. Doch die kontinentaleuropäischen Politiker sind uneins, wie sie mit Großbritannien umgehen und ob sie Mays Bitte nachkommen sollen. Sollen sie hart bleiben, in der Hoffnung, dadurch nicht … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Zeit für eine Brexit-Kehrtwende

Dieser Beitrag ist am 19. März als Gastkommentar auf Spiegel Online veröffentlicht worden.

Europa ist auf dem besten Wege, sich selbst durch die gescheiterten Brexit-Verhandlungen einen immensen Schaden für Jahrzehnte zuzufügen. Es ist Zeit für ein ehrliches Eingeständnis, dass die Verhandlungen für die Übergangsphase nicht mehr zu retten sind.

Und es ist an der Zeit, dass die EU – mit starker Unterstützung der Bundesregierung – eine grundlegende Kehrtwende vollzieht, indem sie den Briten eine Verzögerung des Austritts bis Ende 2020 … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen

Statement zum G20-Treffen in Buenos Aires

Wir sollten keine zu großen Hoffnungen auf das G20-Treffen setzen. Die G20 ist ein großer und häufig chaotischer Club, der nur in großen Krisen handlungsfähig war. Das bestmögliche Ergebnis des G20 Treffens wäre eine klare Willensbekundung aller, die Handelskonflikte nicht weiter eskalieren zu lassen. Donald Trump ist politisch angeschlagen und die amerikanische Wirtschaft fängt an zu schwächeln. Daher erwarte ich keine weitere Eskalation des Handelskonflikts. Jedoch kann dieser auch nicht auf dem G20 Treffen gelöst werden. Eine Eskalation des Handelskonflikts … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Wichtiges Signal, dass die Fed dem Druck von US-Präsident Trump standhält

Die US-Notenbank hat, wie erwartet, die Zinsen zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Das wichtigste Signal ist, dass die Fed dem Druck von US-Präsident Trump standhält und sich nicht von ihrem Kurs abbringen lässt. Genauso notwendig wie eine Abkühlung der amerikanischen Wirtschaft durch das graduelle Anziehen der geldpolitischen Zügel ist, dass die Fed ihre Unabhängigkeit gegenüber der Politik wahrt und somit auch ihre Glaubwürdigkeit schützt. Das hat sie mit dieser Entscheidung getan. Die Sorge um eine Überhitzung der US-Wirtschaft … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte

Erdogans Scheitern wäre ein Segen für die Türken

Dieser gemeinsame Gastbeitrag mit Alexander Kriwoluzky ist am 17. August in der Welt erschienen.

Das Versprechen eines Autokraten, die einheimische Währung und Wirtschaft seien sicher, ist häufig das verlässlichste Anzeichen dafür, dass eine Währungs- und Finanzkrise unmittelbar bevorsteht. So war es bei Russlands Boris Jelzin 1998, Indonesiens Suharto 1997, Venezuelas Maduro und anderen Autokraten. Und so wird es wohl auch nun beim türkischen Präsidenten Erdogan sein.

Die Türkei steht vor einer tiefen Krise, die politischen Sprengstoff für den Mittleren Osten … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Der Deal hat kein einziges Problem gelöst

Der Beitrag ist am 26. Juli 2018 als Gastbeitrag bei Spiegel Online erschienen.

Die vermeintliche Einigung zwischen EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump hat ein kollektives Aufatmen ausgelöst. Die Eskalation ist erst einmal gestoppt, das ist positiv. Und es ist ein schöner symbolischer Erfolg für die Europäische Kommission, der unterstreicht, dass Europa handlungsfähig ist und auch Deutschland ein geeintes Europa braucht.

Das Treffen hat jedoch keines der dem Konflikt zugrunde liegenden Probleme gelöst. Es wäre töricht für Europa und Deutschland, sich … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

„Donald Trump wird Strafzölle auf deutsche Autos als Druckmittel missbrauchen“

Donald Trump und Jean-Claude Juncker haben kurzfristig für Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und Europa gesorgt und das ist gut so. Es ist jedoch bisher nur eine Deeskalation, es gibt noch keine Entwarnung. Dass über ein Abkommen verhandelt wird, heißt noch lange nicht, dass es nicht doch zum Handelskrieg kommt – dafür sind die Zusagen von gestern zu vage. Aber ich schätze die Chancen als gut ein, dass man sich auf ein Freihandelsabkommen einigen wird. Die anvisierten Schritte – … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Statement zur Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan

Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan ist ein wichtiges Signal für Freihandel und gegen Protektionismus und gegen den zunehmenden Nationalismus in der Welt. Das Abkommen zeigt, dass die EU handlungsfähig und wichtig ist, um europäische und auch deutsche Interessen in der Welt zu vertreten. Gerade Deutschland kann seine wirtschaftlichen Interessen nur mit einem starken, geeinten Europa im Rücken verteidigen. Die deutsche Wirtschaft wird einer der größten Gewinner des EU-Japan-Freihandelsabkommens sein, denn unsere Wirtschaft hängt stärker als andere von … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Die EU muss mit Strafzöllen kontern

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Forderung nach Strafzöllen auf Autos die nächste Runde des Handelskonflikts eingeläutet. Er setzt seinen Konfrontationskurs fort. Damit schwindet die Hoffnung, Europa könne sich einem Konflikt mit den USA entziehen. Gerade Deutschland würden Strafzölle auf Autos empfindlich treffen und Arbeitsplätze kosten. Bereits jetzt wirkt sich der Handelskonflikt negativ auf die konjunkturelle Stimmung in Europa und Deutschland aus und wird das Wachstum in diesem Jahr schwächen. Die EU muss den Amerikanern Paroli bieten und selbst mit … [weiterlesen]

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