Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftspolitik

Wo Deutschland und China wirklich zu protektionistisch sind

Dieser Beitrag ist am 15. März bei SPIEGEL ONLINE erschienen.

US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Vorwurf, China, Deutschland und andere betrieben Protektionismus, nicht ganz Unrecht. Viele hören es nicht gerne, aber Deutschlands riesiger Leistungsbilanzüberschuss in Höhe von rund acht Prozent der Wirtschaftsleistung ist nicht in erster Linie das Resultat deutscher Exportstärke, sondern der deutschen Import- und Investitionsschwäche. Um einen Handelskonflikt zu vermeiden, der letztlich vor allem Deutschland schaden würde, muss sich die Bundesregierung guten Argumenten öffnen und eigene Schwächen … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Statement zu den US-Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte

US-Präsident Donald Trump geht mit seinen Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte auf Konfrontationskurs. Die EU sollte schnell und hart darauf reagieren. Sie muss nun umgehend für die US-Wirtschaft wichtige Produkte mit Strafzöllen belegen, um die amerikanische Regierung durch ihre eigenen Unternehmen, die die Leidtragenden wären, unter Druck zu setzen. Es braucht ein klares Zeichen der EU, um einen Handelskrieg nicht nur mit den USA, sondern global zu verhindern. Nur die EU ist groß und stark genug, den USA Paroli zu … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte Makroökonomik

Risikoteilung mit Marktdisziplin versöhnen – ein deutsch-französisches Reformkonzept für die Eurozone

Eine Gruppe von 14 Ökonominnen und Ökonomen aus Deutschland und Frankreich schlägt heute ein Reformpaket für die Europäische Währungsunion vor. Dessen Umsetzung würde den Euroraum robuster und krisenresistenter machen, für solidere Staatsfinanzen sorgen und mehr Wirtschaftswachstum ermöglichen.

Die gemeinsame Pressemitteilung des DIW Berlin und des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und das Paper Reconciling risk sharing with market discipline: A constructive approach to euro area reform (auch in deutscher Kurzfassung) finden Sie auf den [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wirtschaftspolitik

Die Versuchung des Nationalismus

Dieser Beitrag ist am 01. Oktober bei fr.de erschienen.

Deutschland muss den Teufelskreis von geopolitischen und wirtschaftspolitischen Konflikten mit mehr Kooperation durchbrechen.

Die Wirtschaft und Finanzmärkte haben in den vergangenen Wochen irritiert auf einen möglichen militärischen Konflikt mit Nordkorea reagiert. Auch in anderen Teilen der Welt – im Mittleren Osten und Nordafrika, in der Ukraine, in der Türkei, um nur einige zu nennen – nehmen Anzahl und Schärfe der geopolitischen Konflikte zu.

Parallel dazu sind Protektionismus und wirtschaftspolitische Konflikte auf … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Ungleichheit

Protektionismus ist die falsche Antwort auf Ungleichheit

Dieser Beitrag ist am 14. August 2017 bei versicherungswirtschaft-heute.de erschienen.

Der zunehmende Protektionismus ist heute eine der größten Gefahren für die Weltwirtschaft. Es wäre jedoch zu einfach, den Protektionismus nur als Fehler populistischer Politiker abzutun. Denn der Widerstand gegen die Globalisierung hat seit der globalen Finanzkrise 2008 massiv zugenommen.

Und die Sorge der Menschen, die sich gegen Globalisierung und freien Handel aussprechen, ist verständlich: Die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen hat in fast allen westlichen Ländern in den vergangenen 20 … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte

Warum die Zinsen niedrig bleiben müssen

Dieser Beitrag ist am 10. Juni auf SPIEGEL ONLINE erschienen.

In Deutschland sind viele enttäuscht über die Aussicht auf ein behutsames Ende der Niedrigzinspolitik, wie es die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag angekündigt hat. Die Hoffnung, die EZB könne bald die Zinsen anheben, ist jedoch eine Illusion. Es hängt nicht von der Zentralbank ab, wie schnell die Geldpolitik sich normalisiert, sondern vor allem vom Willen der europäischen Staats- und Regierungschefs – also auch der Bundesregierung -, die Währungsunion endlich ernsthaft … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Uncategorized Wahlen 2017

Statement zur Wahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs

Dies ist ein guter Tag für Frankreich, für Deutschland und für ganz Europa. Mit Emmanuel Macron hat Frankreich nun einen Präsidenten, der die besten Voraussetzungen mitbringt, um die Wirtschaft Frankreichs zu erneuern und Europa zu reformieren.

Macron steht vor ähnlich großen Herausforderungen wie Gerhard Schröder als Bundeskanzler vor 15 Jahren. Er muss harte Wirtschaftsreformen anstoßen und einen Mentalitätswandel herbeiführen, aber auch über 40% der Wählerinnen und Wähler mitnehmen, die in der ersten Wahlrunde für links- oder rechtsextreme Kandidaten gestimmt haben, … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Makroökonomik Wahlen 2017

Statement zur EZB-Ratssitzung am 27. April 2017

Es ist klug und richtig, dass die EZB an ihrem geldpolitischen Kurs festhält und sich vom Störfeuer aus Deutschland nicht ablenken lässt. Vor allem der Druck auf die EZB aus Deutschland, das Anleihenkaufprogramm vorzeitig zu beenden, hat zugenommen. Die EZB handelt richtig, wenn sie diesem Druck standhält, denn die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken für den Euroraum sind nach wie vor signifikant.

Die EZB kommt ihrem Mandat der Preisstabilität nur langsam näher, da vor allem die Kerninflation noch immer zu niedrig … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wahlen 2017

Frankreichs Selbstmitleid ist übertrieben

Dieser Beitrag ist am 5. April auf Spiegel Online erschienen.

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich ist so wichtig wie kaum eine seit 1945. Das Land befindet sich in einer mentalen Depression. Doch die ist genauso übertrieben wie Deutschlands Selbstüberschätzung.

Jeder Europäer sollte eigentlich eine Stimme bei den kommenden französischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen haben. Diese Wahlen sind so wichtig für Frankreich wie wenige seit dem Zweiten Weltkrieg. Aber sie sind auch für Europa entscheidend. Denn ohne ein starkes, geeintes und selbstbewusstes Frankreich … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte

Statement zum Brexit

Diese Statements wurden erstmals von dpa Deutsche Presse-Agentur veröffentlicht.

Ich erwarte keine kurzfristigen Verwerfungen auf den Finanzmärkten oder in der europäischen Wirtschaft durch den Beginn der Austrittsverhandlungen Großbritanniens mit der EU. Die Erwartungen an die zukünftige Beziehung zwischen der Europäischen Union und Großbritannien wurden in den vergangenen Monaten immer weiter abgesenkt. Ein Brexit mit einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien ist die wahrscheinlichste Option. Ich erwarte, dass ein Freihandelsabkommen frühestens in vier Jahren steht. Eine Übergangsphase wird unvermeidlich sein.… [weiterlesen]

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