Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Der Deal hat kein einziges Problem gelöst

Der Beitrag ist am 26. Juli 2018 als Gastbeitrag bei Spiegel Online erschienen.

Die vermeintliche Einigung zwischen EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump hat ein kollektives Aufatmen ausgelöst. Die Eskalation ist erst einmal gestoppt, das ist positiv. Und es ist ein schöner symbolischer Erfolg für die Europäische Kommission, der unterstreicht, dass Europa handlungsfähig ist und auch Deutschland ein geeintes Europa braucht.

Das Treffen hat jedoch keines der dem Konflikt zugrunde liegenden Probleme gelöst. Es wäre töricht für Europa und Deutschland, sich … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

„Donald Trump wird Strafzölle auf deutsche Autos als Druckmittel missbrauchen“

Donald Trump und Jean-Claude Juncker haben kurzfristig für Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und Europa gesorgt und das ist gut so. Es ist jedoch bisher nur eine Deeskalation, es gibt noch keine Entwarnung. Dass über ein Abkommen verhandelt wird, heißt noch lange nicht, dass es nicht doch zum Handelskrieg kommt – dafür sind die Zusagen von gestern zu vage. Aber ich schätze die Chancen als gut ein, dass man sich auf ein Freihandelsabkommen einigen wird. Die anvisierten Schritte – … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Statement zur Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan

Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan ist ein wichtiges Signal für Freihandel und gegen Protektionismus und gegen den zunehmenden Nationalismus in der Welt. Das Abkommen zeigt, dass die EU handlungsfähig und wichtig ist, um europäische und auch deutsche Interessen in der Welt zu vertreten. Gerade Deutschland kann seine wirtschaftlichen Interessen nur mit einem starken, geeinten Europa im Rücken verteidigen. Die deutsche Wirtschaft wird einer der größten Gewinner des EU-Japan-Freihandelsabkommens sein, denn unsere Wirtschaft hängt stärker als andere von … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Wieso Deutschland von einer vertieften EU profitiert

Der Beitrag ist am 22. Juni 2018 als Gastbeitrag in der WirtschaftsWoche erschienen. Co-Autor dieses Artikels ist Reint E. Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle.

Zwei wichtige Dinge haben wir in den vergangenen Wochen gelernt. Erstens: Europa ist auf sich allein gestellt. Spätestens mit den Zöllen, die US-Präsident Donald Trump auf europäische Waren wie Stahl und Aluminium verhängt hat, fallen die USA bis auf Weiteres als verlässlicher Partner aus. Ein Handelskrieg wird immer wahrscheinlicher.

Zweitens: Der wirtschaftliche Boom im … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (14. Juni 2018)

Die EZB sendet ein klares und richtiges Signal mit ihrer Ankündigung, in diesem Jahr ihr Anleihenkaufprogramm zu beenden. Die Ankündigung ist mutig, denn die wirtschaftlichen Risiken für die Eurozone haben wieder deutlich zugenommen. Aber die Entscheidung ist klug, denn die EZB muss die Märkte frühzeitig und vorsichtig auf einen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik vorbereiten um die negative Erfahrung der US Notenbank Fed vor einigen Jahren zu vermeiden.

Gleichzeitig hat sich die EZB genug Flexibilität bewahrt um auf wirtschaftliche Risiken … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Die EZB sollte nicht als Sündenbock für nationale Fehler herhalten

Der Beitrag ist am 05. Juni 2018 als Gastbeitrag beim Handelsblatt erschienen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird 20 Jahre alt. Kaum einer Zentralbank ist es je gelungen, in so kurzer Zeit sich so viel Respekt und Glaubwürdigkeit zu erarbeiten, aber gleichzeitig auch so viele Menschen in Deutschland so stark zu spalten.
Jacques Delors bemerkte einst: „Nicht alle Deutschen glauben an Gott, aber alle glauben an die Bundesbank.“

Obwohl man dies nicht über die EZB sagen kann, muss selbst der härteste

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Europa Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

Italiens Krise ist Deutschlands Problem

Dieser Text ist am 27. Mai 2018 als Gastbeitrag im Tagesspiegel erschienen.

Seit dem Sommer 2012 war die Gefahr nie größer, dass Europa in den Sog einer tiefen Krise gerät. Damals eskalierte die Schuldenkrise auch in Italien und ein Zerfall der Eurozone drohte. Wenn die neue italienische Regierung auch nur einen Teil ihrer aktuell angekündigten Politik umsetzt, könnte die Lage auf den Finanzmärkten sehr schnell sehr düster werden. Der entscheidende Unterschied zu 2012 ist, dass die in Deutschland viel gescholtene … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Die EU muss mit Strafzöllen kontern

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Forderung nach Strafzöllen auf Autos die nächste Runde des Handelskonflikts eingeläutet. Er setzt seinen Konfrontationskurs fort. Damit schwindet die Hoffnung, Europa könne sich einem Konflikt mit den USA entziehen. Gerade Deutschland würden Strafzölle auf Autos empfindlich treffen und Arbeitsplätze kosten. Bereits jetzt wirkt sich der Handelskonflikt negativ auf die konjunkturelle Stimmung in Europa und Deutschland aus und wird das Wachstum in diesem Jahr schwächen. Die EU muss den Amerikanern Paroli bieten und selbst mit … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Statement zu den US-Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte

US-Präsident Donald Trump geht mit seinen Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte auf Konfrontationskurs. Die EU sollte schnell und hart darauf reagieren. Sie muss nun umgehend für die US-Wirtschaft wichtige Produkte mit Strafzöllen belegen, um die amerikanische Regierung durch ihre eigenen Unternehmen, die die Leidtragenden wären, unter Druck zu setzen. Es braucht ein klares Zeichen der EU, um einen Handelskrieg nicht nur mit den USA, sondern global zu verhindern. Nur die EU ist groß und stark genug, den USA Paroli zu … [weiterlesen]

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Europa EZB

Die Europäische Zentralbank steht vor einem schwierigen Spagat

Die Europäische Zentralbank steht vor einem schwierigen Spagat: Einerseits muss sie die Märkte auf einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik vorbereiten, andererseits sich jedoch die Option offen halten, notfalls weiterhin Anleihen zu kaufen. Die größte Herausforderung für die EZB ist jedoch nach wie vor, dass sie ihrem Mandat entsprechend die Preisstabilität gewährleistet. Dieses Ziel ist noch immer nicht ausreichend erreicht, trotz der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum. Gerade der stärkere Euro und die damit verbundene schwächere Inflation macht der EZB das … [weiterlesen]

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