Europa

Es ist an der Zeit, sich auf die Stärken Europas zu besinnen

Dieser Beitrag von Marcel Fratzscher, Daniela Schwarzer und Guntram Wolff ist am 16. Januar beim Handelsblatt erschienen.

Im Wahljahr 2019 kann europapolitisches Zögern zur Gefahr werden. Der Zusammenhalt der EU steht auf dem Spiel. Die Europawahl und der Ausgang der Wahlen in einigen EU-Mitgliedstaaten werden in diesem Jahr zeigen, ob antieuropäische, illiberale Kräfte weiter auf dem Vormarsch sind – oder ob es gelingen wird, Europa zukunftsfähig zu machen. Viele blicken derzeit pessimistisch auf die Lage in der EU.

Frankreichs proeuropäischer … [weiterlesen]

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Europa

Es gibt noch Hoffnung

Dieser Beitrag ist am 16. Januar bei Spiegel Online erschienen.

Kommt nun der harte Brexit? Wie stark wird er Europa und Deutschland schaden, könnte es unsere Wirtschaft sogar in die Rezession treiben? Viele sind nach der Ablehnung des Brexit-Abkommens durch das britische Parlament stark verunsichert und besorgt. Dabei ist diese Entscheidung bei Weitem nicht so negativ, wie viele sie wahrnehmen. Sie gibt gar vorsichtigen Anlass zur Hoffnung.

Das Horrorszenario eines harten Brexits am 29. März 2019 wird intensiv diskutiert: … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Ein Grund zum Feiern

Dieser Beitrag ist am 6. Januar in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Der Euro wird 20 Jahre alt. Eigentlich sollte dies Anlass zum Feiern sein. Denn der Euro hat entscheidend zur Integration Europas beigetragen und ist ein Grund für den Wohlstand, den wir heute in Deutschland genießen. Leider wird der Euro von Populisten und Nationalisten für eigene Zwecke und als Sündenbock für nationale Fehler missbraucht. Dies lenkt von einer ehrlichen Debatte über seine Erfolge und seine Fehler ab, die aber dringend … [weiterlesen]

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Europa

Statement zu den Unruhen in Frankreich und den jüngsten Ankündigungen von Präsident Macron

Die Reaktion der französischen Regierung auf die Unruhen ist ein Schnellschuss, der wirtschaftlich nur begrenzt sinnvoll ist und die Unzufriedenheit im Land kaum lindern wird. Präsident Macron hat in den letzten 18 Monaten viele wichtige Reformen umgesetzt, hat dabei jedoch zu häufig die Sorgen und Ängste der Mittelschicht und der Einkommensschwächsten nicht berücksichtigt. Sein größter Fehler war die Abschaffung der Vermögensteuer, was sich als ein fatales Signal erwiesen hat. Wir sollten uns in Deutschland nicht zu sicher sein, dass es … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Uncategorized

Die vereinbarten Reformen für den Euroraum sind ein enttäuschender Kompromiss

Die vereinbarten Reformen für den Euroraum sind ein enttäuschender Kompromiss. Sie bringen Europa nicht voran, sondern bedeuten, dass es offenbar erst wieder eine ernste Krise geben muss, bevor die Regierungen ihre nationalen Egoismen aufgeben. Der kleinste gemeinsame Nenner bei den Verhandlungen war so klein, dass sich wohl kaum etwas verändern wird. Der verhandelte Kompromiss zur Bankenunion ist so vage, dass ich bezweifle, dass eine baldige Umsetzung realistisch sein wird. Was völlig fehlt, sind konkrete Vereinbarungen zur Kapitalmarktunion und solche, die [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB hält Kurs und damit am Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik fest. Zwar ist durch den Budgetkonflikt mit Italien, die Unsicherheit rund um den Brexit und die zunehmenden Handelskonflikte die Wahrscheinlichkeit einer wirtschaftlichen Abschwächung gestiegen. Trotzdem handelt die EZB richtig, am Auslaufen ihres Anleihekaufprogramms zum Jahresende festzuhalten, da die wirtschaftliche Lage im Euroraum nach wie vor gut ist. Ich befürchte jedoch, dass die EZB die Zinsen nicht nach dem Sommer nächsten Jahres wird erhöhen können, sondern dies hinauszögern muss. … [weiterlesen]

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Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Statement zum Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU-Kommission

Italien befindet sich noch immer in der Krise und in einer Ausnahmesituation. Die Wirtschaft ist in den vergangenen zehn Jahren um fünf Prozent geschrumpft, die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 30 Prozent und das Land läuft Gefahr, eine ganze Generation junger Menschen zu verlieren. Das größte Problem Italiens ist nicht die hohe Staatsverschuldung, sondern die enorme Arbeitslosigkeit sowie geringes Wachstum und geringe Einkommen. Oberste Priorität der Wirtschaftspolitik muss es sein, Beschäftigung und Wachstum zu schaffen. Dies ist auch die klügste Schuldenpolitik, … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Lasst Italien Schulden machen!

Dieser Beitrag wurde am 21. Oktober als Gastkommentar auf Welt Online veröffentlicht.

Die Empörung der EU über die neue italienische Regierung ist groß. In ihrem vorgelegten Budget will die sich über die Absprachen der vorherigen italienischen Regierung mit der EU-Kommission hinwegsetzen und ihr Defizit nun langsamer zurückfahren und temporär sogar erhöhen. Absprachen zu brechen ist sicherlich schlecht für das Vertrauen in die gemeinsamen europäischen Regeln. Aber eine ehrliche Analyse zeigt, dass die italienische Regierung mit ihrer geplanten Ausgabenerhöhung durchaus recht … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB hat aus den Fehlern der US-Notenbank gelernt.

Die EZB setzt ihren Kurs des vorsichtigen Ausstiegs aus ihrer expansiven Geldpolitik fort. Auch wenn die Märkte gerne mehr Sicherheit über den künftigen Kurs der Geldpolitik hätten, so muss die EZB sich ihre Optionen offen halten, um ihre Flexibilität nicht zu beschneiden. Die Unsicherheit für die Weltwirtschaft ist hoch und hat durch den Handelskonflikt mit den USA, der Schieflage in der Türkei, dem ungelösten Brexit und den Bankenproblemen im Euroraum eher … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Der Deal hat kein einziges Problem gelöst

Der Beitrag ist am 26. Juli 2018 als Gastbeitrag bei Spiegel Online erschienen.

Die vermeintliche Einigung zwischen EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump hat ein kollektives Aufatmen ausgelöst. Die Eskalation ist erst einmal gestoppt, das ist positiv. Und es ist ein schöner symbolischer Erfolg für die Europäische Kommission, der unterstreicht, dass Europa handlungsfähig ist und auch Deutschland ein geeintes Europa braucht.

Das Treffen hat jedoch keines der dem Konflikt zugrunde liegenden Probleme gelöst. Es wäre töricht für Europa und Deutschland, sich … [weiterlesen]

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