Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Statement zu den US-Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte

US-Präsident Donald Trump geht mit seinen Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte auf Konfrontationskurs. Die EU sollte schnell und hart darauf reagieren. Sie muss nun umgehend für die US-Wirtschaft wichtige Produkte mit Strafzöllen belegen, um die amerikanische Regierung durch ihre eigenen Unternehmen, die die Leidtragenden wären, unter Druck zu setzen. Es braucht ein klares Zeichen der EU, um einen Handelskrieg nicht nur mit den USA, sondern global zu verhindern. Nur die EU ist groß und stark genug, den USA Paroli zu … [weiterlesen]

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Europa EZB

Die Europäische Zentralbank steht vor einem schwierigen Spagat

Die Europäische Zentralbank steht vor einem schwierigen Spagat: Einerseits muss sie die Märkte auf einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik vorbereiten, andererseits sich jedoch die Option offen halten, notfalls weiterhin Anleihen zu kaufen. Die größte Herausforderung für die EZB ist jedoch nach wie vor, dass sie ihrem Mandat entsprechend die Preisstabilität gewährleistet. Dieses Ziel ist noch immer nicht ausreichend erreicht, trotz der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum. Gerade der stärkere Euro und die damit verbundene schwächere Inflation macht der EZB das … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte Makroökonomik

Risikoteilung mit Marktdisziplin versöhnen – ein deutsch-französisches Reformkonzept für die Eurozone

Eine Gruppe von 14 Ökonominnen und Ökonomen aus Deutschland und Frankreich schlägt heute ein Reformpaket für die Europäische Währungsunion vor. Dessen Umsetzung würde den Euroraum robuster und krisenresistenter machen, für solidere Staatsfinanzen sorgen und mehr Wirtschaftswachstum ermöglichen.

Die gemeinsame Pressemitteilung des DIW Berlin und des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und das Paper Reconciling risk sharing with market discipline: A constructive approach to euro area reform (auch in deutscher Kurzfassung) finden Sie auf den [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

EZB kann geldpolitische Zügel nur langsam anziehen

Zu den Ergebnissen der heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank:

Die Europäische Zentralbank hat einen graduellen und vorsichtigen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik gewählt. Mit ihrer Entscheidung bleibt die EZB beim Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm maximal flexibel. Ich erwarte, dass die EZB nach September 2018 ihre Anleihekäufe komplett einstellen und dann frühestens 2019 die erste Zinserhöhung tätigen wird. Die EZB kann die geldpolitischen Zügel nur langsam anziehen, da sie sich nur langsam ihrem Mandat der Preisstabilität annähert. Sie muss … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wirtschaftspolitik

Die Versuchung des Nationalismus

Dieser Beitrag ist am 01. Oktober bei fr.de erschienen.

Deutschland muss den Teufelskreis von geopolitischen und wirtschaftspolitischen Konflikten mit mehr Kooperation durchbrechen.

Die Wirtschaft und Finanzmärkte haben in den vergangenen Wochen irritiert auf einen möglichen militärischen Konflikt mit Nordkorea reagiert. Auch in anderen Teilen der Welt – im Mittleren Osten und Nordafrika, in der Ukraine, in der Türkei, um nur einige zu nennen – nehmen Anzahl und Schärfe der geopolitischen Konflikte zu.

Parallel dazu sind Protektionismus und wirtschaftspolitische Konflikte auf … [weiterlesen]

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Europa Wirtschaftspolitik

Ein Aufruf von deutschen und französischen ÖkonomInnen zur Reform der Europäischen Währungsunion

Im Euroraum gab es in letzter Zeit erfreuliche Nachrichten: Die Wirtschaft wächst wieder kräftig. Es wurden, vor allem im Bereich der Bankenunion, bedeutende institutionelle Reformen durchgeführt. Weitreichende Wirtschaftsreformen wurden eingeleitet, insbesondere in Frankreich.

Als französische und deutsche Ökonominnen und Ökonomen, die Europa und der Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern zutiefst verbunden sind, haben wir trotz der positiven Entwicklungen Sorge, dass der Euroraum immer noch großen Risiken ausgesetzt ist. Um diesen zu begegnen, ist eine gemeinsame, breitangelegte Reformanstrengung erforderlich. Ansonsten bleibt … [weiterlesen]

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Europa Wahlen 2017

Statement zur Bundestagswahl 2017

Die CDU/CSU bleibt stärkste Kraft im Bundestag und Angela Merkel wird alle Voraussicht nach ein viertes Mal Bundeskanzlerin. Der Bundestag hat noch nie so viele Parteien gehabt, was eine Koalitionsfindung vielfältiger aber auch schwieriger macht.

Das Ergebnis der AfD macht mir große Sorge. Es ist ein Ausdruck der Spaltung der deutschen Gesellschaft und unterstreicht, dass die Politik sich viel mehr als bisher auf Chancengleichheit und eine größere Teilhabe für mehr Menschen konzentrieren muss – im Bildungssystem, im Berufsleben, in den … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte

Auf dem Holzweg

Die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat erneut heftige Kritik in Deutschland ausgelöst. Im Gegensatz dazu erhält die EZB große Unterstützung und Respekt in anderen Teilen Europas und der Welt. Diese Isolation Deutschlands hat wenig mit der Geldpolitik und der Kommunikation der EZB, sondern vielmehr mit einer interessengeleiteten Politik in Deutschland zu tun.

Die jüngste Kritik von Banken, Politikern und Wissenschaftlern in Deutschland an der EZB ist, sie müsse endlich ein Versprechen für das Ende ihrer expansiven Geldpolitik abgeben. … [weiterlesen]

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Europa EZB

Wir Deutschen sind zynisch. Juncker hat völlig recht

Das deutsche Gemeckere an den Vorschlägen des EU-Kommissionspräsidenten ist unangebracht. Es ist sinnvoll, dass alle EU-Länder dem Euro beitreten. Junckers Ideen sind zukunftsweisend. Ein Gastkommentar.

Der Euro für alle, ein europäischer Finanzminister mit einem Budget, mehr Freihandelsabkommen: Die jüngsten Vorschläge von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker haben Kritik und Unverständnis in Deutschland ausgelöst. Denn viele geben Europa und dem Euro die Schuld an der europäischen Krise.

Dabei ist die „State-of-the-Union“-Rede von Juncker zukunftsweisend. Der Präsident der EU-Kommission zeigt nicht nur eine Vision … [weiterlesen]

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Europa EZB

Euro-Einführung in allen EU-Ländern ist über die nächsten zehn bis 15 Jahre sinnvoll

In seiner Rede zur Lage der Europäischen Union hat Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute bekräftigt, dass nahezu alle EU-Mitgliedsländer den Euro als Währung einführen sollten.

Fast alle Länder der Europäischen Union haben sich rechtlich ohnehin dazu verpflichtet, den Euro in ihrem Land einzuführen. Es ist sicherlich nicht sinnvoll, dies überall sofort umzusetzen, denn die Länder müssen strikte Kriterien erfüllen. Ich halte es aber wirtschaftlich für richtig und sinnvoll, dass über die nächsten zehn bis 15 Jahre alle EU-Länder den Euro einführen. … [weiterlesen]

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