Europa EZB Geldpolitik

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (14. Juni 2018)

Die EZB sendet ein klares und richtiges Signal mit ihrer Ankündigung, in diesem Jahr ihr Anleihenkaufprogramm zu beenden. Die Ankündigung ist mutig, denn die wirtschaftlichen Risiken für die Eurozone haben wieder deutlich zugenommen. Aber die Entscheidung ist klug, denn die EZB muss die Märkte frühzeitig und vorsichtig auf einen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik vorbereiten um die negative Erfahrung der US Notenbank Fed vor einigen Jahren zu vermeiden.

Gleichzeitig hat sich die EZB genug Flexibilität bewahrt um auf wirtschaftliche Risiken … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Die EZB sollte nicht als Sündenbock für nationale Fehler herhalten

Der Beitrag ist am 05. Juni 2018 als Gastbeitrag beim Handelsblatt erschienen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird 20 Jahre alt. Kaum einer Zentralbank ist es je gelungen, in so kurzer Zeit sich so viel Respekt und Glaubwürdigkeit zu erarbeiten, aber gleichzeitig auch so viele Menschen in Deutschland so stark zu spalten.
Jacques Delors bemerkte einst: „Nicht alle Deutschen glauben an Gott, aber alle glauben an die Bundesbank.“

Obwohl man dies nicht über die EZB sagen kann, muss selbst der härteste

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EZB Geldpolitik

Statement zur heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die globale Unsicherheit erschwert es der Europäischen Zentralbank, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Geschwindigkeit für das Ende ihrer expansiven Geldpolitik zu finden. Ich erwarte noch immer ein Ende des QE Programms bis Ende 2018, aber die EZB wird ihre Kommunikationsstrategie anpassen müssen. Die EZB darf sich jetzt noch nicht auf einen bestimmten geldpolitischen Kurs festlegen, um flexibel auf globale Entwicklungen reagieren zu können. Dies wird in Deutschland auf Widerstand stoßen, aber diese Flexibilität ist wichtig um den graduellen Ausstieg … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik Ungleichheit ZEIT Kolumne

Der Mythos der bösen Geldpolitik

Dieser Beitrag ist am 6. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) enteigne die Sparerinnen und Sparer, und sie erhöhe dadurch die Ungleichheit: Das ist der Vorwurf vieler EZB-Kritiker in Deutschland. Angesichts der Tatsache, dass man wegen der EZB-Politik kaum noch Zinsen auf sein Sparkonto bekommt, scheint diese Behauptung auf den ersten Blick einleuchtend. Aber ist sie auch wahr?

Eine genauere Analyse zeigt, dass die Geldpolitik der EZB die Ungleichheit bei … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

„Die Europäische Zentralbank muss sich alle Optionen offen halten“

Die Europäische Zentralbank hält Kurs und setzt ihre expansive Geldpolitik fort. Die Erwartungen in Deutschland, dass die EZB verspricht, ihre Anleihekäufe im September zu beenden, sind enttäuscht worden. Doch die EZB muss sich alle Optionen offen halten. Die jüngsten Korrekturen an den Finanzmärkten, der stärkere Euro und die enttäuschend schwache Inflationsentwicklung im Euroraum lassen nicht auf ein baldiges Ende der expansiven Geldpolitik schließen. Auch wenn die EZB ihre Kommunikation leicht verändert hat, so sehe ich nun eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass … [weiterlesen]

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Europa EZB

Die Europäische Zentralbank steht vor einem schwierigen Spagat

Die Europäische Zentralbank steht vor einem schwierigen Spagat: Einerseits muss sie die Märkte auf einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik vorbereiten, andererseits sich jedoch die Option offen halten, notfalls weiterhin Anleihen zu kaufen. Die größte Herausforderung für die EZB ist jedoch nach wie vor, dass sie ihrem Mandat entsprechend die Preisstabilität gewährleistet. Dieses Ziel ist noch immer nicht ausreichend erreicht, trotz der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum. Gerade der stärkere Euro und die damit verbundene schwächere Inflation macht der EZB das … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik

Statement zur heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB handelt klug, sich beim Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik nicht unter Druck setzen zu lassen. Kontinuität und Zuverlässigkeit sind zwei wichtige Elemente der EZB-Geldpolitik, um Verwerfungen an den Finanzmärkten zu vermeiden. Durch die gute wirtschaftliche Erholung der Eurozone steigen die Chancen, dass die EZB ihr Anleihenkaufprogramm auch wirklich im September 2018 beenden kann. Meine größten Sorgen sind die zu niedrige Kerninflation und die hohen Bankenrisiken in der Eurozone. Die neue EZB-Prognose deutet darauf hin, dass die EZB erst … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

EZB kann geldpolitische Zügel nur langsam anziehen

Zu den Ergebnissen der heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank:

Die Europäische Zentralbank hat einen graduellen und vorsichtigen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik gewählt. Mit ihrer Entscheidung bleibt die EZB beim Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm maximal flexibel. Ich erwarte, dass die EZB nach September 2018 ihre Anleihekäufe komplett einstellen und dann frühestens 2019 die erste Zinserhöhung tätigen wird. Die EZB kann die geldpolitischen Zügel nur langsam anziehen, da sie sich nur langsam ihrem Mandat der Preisstabilität annähert. Sie muss … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte

Auf dem Holzweg

Die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat erneut heftige Kritik in Deutschland ausgelöst. Im Gegensatz dazu erhält die EZB große Unterstützung und Respekt in anderen Teilen Europas und der Welt. Diese Isolation Deutschlands hat wenig mit der Geldpolitik und der Kommunikation der EZB, sondern vielmehr mit einer interessengeleiteten Politik in Deutschland zu tun.

Die jüngste Kritik von Banken, Politikern und Wissenschaftlern in Deutschland an der EZB ist, sie müsse endlich ein Versprechen für das Ende ihrer expansiven Geldpolitik abgeben. … [weiterlesen]

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Europa EZB

Wir Deutschen sind zynisch. Juncker hat völlig recht

Das deutsche Gemeckere an den Vorschlägen des EU-Kommissionspräsidenten ist unangebracht. Es ist sinnvoll, dass alle EU-Länder dem Euro beitreten. Junckers Ideen sind zukunftsweisend. Ein Gastkommentar.

Der Euro für alle, ein europäischer Finanzminister mit einem Budget, mehr Freihandelsabkommen: Die jüngsten Vorschläge von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker haben Kritik und Unverständnis in Deutschland ausgelöst. Denn viele geben Europa und dem Euro die Schuld an der europäischen Krise.

Dabei ist die „State-of-the-Union“-Rede von Juncker zukunftsweisend. Der Präsident der EU-Kommission zeigt nicht nur eine Vision … [weiterlesen]

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