Europa EZB Geld- und Finanzmärkte

Die EZB-Politik hilft uns

Dieser Artikel wurde erstmals als Gastbeitrag im Handelsblatt vom 20. August 2014 veröffentlicht.

Die Kritik in Deutschland an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist stetig gewachsen: Sie berücksichtige nur die Interessen der europäischen Krisenländer. Und sie schade Deutschland, da sie Risiken umverteilen und für dessen gut laufende Wirtschaft zu expansiv sei. Damit werden antieuropäische Ressentiments bedient, frei nach dem Motto „Was gut für Europa ist, muss schlecht für Deutschland sein“. Die neuesten Zahlen einer schrumpfenden Wirtschaft und steigende Disinflation … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Eine Alternative für Griechenland

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 29. Juli 2014.

Um die Krise der Eurozone ist es still geworden, doch die Ruhe trügt. Der Stresstest der europäischen Banken könnte große Kapitallücken aufdecken, die Arbeitslosigkeit ist hoch und das Wachstum niedrig, die Staatsverschuldung vieler Länder steigt weiter. Die nächste Hürde wird wieder einmal die Staatsverschuldung Griechenlands sein, dessen Hilfskredite auslaufen. Die griechische Regierung fordert einen weiteren Schuldenschnitt. Alles deutet darauf hin, dass die europäischen Gläubigerländer sich dazu breitschlagen … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Gut für Deutschland!

Dieser Beitrag ist erstmals am 30. Juni 2014 als Gastkommentar im Magazin Focus erschienen.

Die Empörung ist groß: Deutschland wird künftig nicht mehr bei allen wichtigen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank mitstimmen dürfen. Ein neues Rotationsprinzip soll verhindern, dass der EZB-Rat zu groß und entscheidungsunfähig wird, wenn demnächst Litauen zur Euro-Gruppe stößt. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann darf also künftig bei jeder fünften Abstimmung im wichtigsten Gremium der Notenbank nur zuschauen.

Das geht entschieden zu weit, sagen die Kritiker: Deutschland stellt fast 30 … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Entscheidung

Die Entscheidung der EZB enthält überraschend viele neue Maßnahmen. Für sich betrachtet sind die Zinssenkung und der negative Einlagezins eher symbolische Maßnahmen: Sie werden weder die Kreditvergabe in den Krisenländern maßgeblich verbessern, noch das Deflationsrisiko deutlich mindern. Zusammen mit den anderen angekündigten Maßnahmen interpretiere ich sie aber als Startsignal einer neuen EZB-Strategie. Als erste Schritte in einer Reihe von weiteren Maßnahmen in den kommenden Monaten sind sie bedeutungsvoll. Die Andeutung eines ABS-Ankaufprogramms unterstreicht dies deutlich. Die angekündigte konditionale Kreditvergabe ist … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Die verlorene Unabhängigkeit

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals im Handelsblatt vom 8. Mai 2014.

Die Handlungsfähigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) ist in Gefahr, und daran ist sie selbst nicht unschuldig. Zwar genießt sie weiterhin ein hohes Maß an juristischer Unabhängigkeit, ihre faktische Unabhängigkeit – also ihre Fähigkeit, flexibel und glaubwürdig handeln zu können – ist jedoch immer stärker eingeschränkt. Damit wird es für die EZB zunehmend schwerer, ihrem Mandat gerecht zu werden. Das zeigt sich in der Ratlosigkeit angesichts des hohen Deflationsrisikos und der … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Wirtschaftspolitik

Die Zeit zum Handeln wird knapp!

Dieser Kommentar erschien erstmals im Focus vom 12. April 2014.

Eine Deflation ist tückisch: Wenn sie sich zeigt, ist es oft schon zu spät. Deshalb muss die Zentralbank jetzt energisch gegensteuern

Wenn Ihnen die Wettervorhersage eine 20-prozentige Wahrscheinlichkeit für Regen vorhersagt, wird dies Ihr Verhalten kaum beeinflussen. Regen ist weder schlimm noch ungewöhnlich, und man kann sich leicht darauf einstellen. Ganz anders würden Sie sich jedoch verhalten, wenn Ihnen jemand glaubwürdig vorhersagt, dass Sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent … [weiterlesen]

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