EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Ratssitzung vom 8. Juni 2017

Die EZB hat vorsichtig die geldpolitische Wende eingeleitet, wenn auch nur mit Worten und nicht mit Taten. Sie hat die Kommunikation geändert und somit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Vielen in Deutschland mag die geldpolitische Wende zu langsam gehen. Viele unterschätzen aber die Tragweite der EZB-Entscheidung, die zum ersten Mal seit über zehn Jahren eine nachhaltige Straffung der Geldpolitik signalisiert. Die EZB handelt richtig, den Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik graduell und nicht abrupt vorzubereiten, damit keine … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte

Statement zum Brexit

Diese Statements wurden erstmals von dpa Deutsche Presse-Agentur veröffentlicht.

Ich erwarte keine kurzfristigen Verwerfungen auf den Finanzmärkten oder in der europäischen Wirtschaft durch den Beginn der Austrittsverhandlungen Großbritanniens mit der EU. Die Erwartungen an die zukünftige Beziehung zwischen der Europäischen Union und Großbritannien wurden in den vergangenen Monaten immer weiter abgesenkt. Ein Brexit mit einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien ist die wahrscheinlichste Option. Ich erwarte, dass ein Freihandelsabkommen frühestens in vier Jahren steht. Eine Übergangsphase wird unvermeidlich sein.… [weiterlesen]

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Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Kommentar zu Zinserhöhung der US-Notenbank Fed

Die Entscheidung für eine Zinserhöhung der Federal Reserve war überfällig. Die amerikanische Wirtschaft ist robust und weit stärker als die europäische.  Ich erwarte mindestens zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr.

Die Gefahr ist allerdings groß, dass die amerikanische Notenbank die Zinsen zu langsam anhebt und sich somit die Risiken für die Finanzstabilität erhöhen.

Durch die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen in den USA ist die Europäische Zentralbank unter Druck, ihre expansive Geldpolitik nicht vorschnell zu beenden. Die langfristigen Zinsen sind dadurch … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Ratssitzung

Die EZB tut gut daran, ihre Politik auf die mittelfristige Preisstabilität auszurichten und nicht auf kurzfristige Preisschwankungen zu reagieren. Forderungen nach einem vorzeitigen Ausstieg der EZB aus ihrer expansiven Geldpolitik sind verfehlt und verfrüht. Die dynamische Preisentwicklung der vergangenen zwei Monate spiegelt in erster Linie eine Normalisierung der Energiepreise wieder. Die Wirtschaft des Euroraums ist nach wie vor zu schwach und die Arbeitslosigkeit zu hoch, um eine schnelle Rückkehr zur Preisstabilität und damit ein vorzeitiges Ende der expansiven Geldpolitik zu … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Germany’s Misunderstood Trade Surplus

Now that Germany’s current-account surplus has reached a record €270 billion ($285 billion), or close to 8.7% of GDP, the ongoing debate about its economic model has intensified. Eurozone politicians and Donald Trump’s administration in the United States are each blaming the other for the economic imbalance; and all are blaming the euro.

Trump’s administration, for its part, has attacked Germany for exporting too much, and accused it of manipulating the euro. In fact, Germany’s trade surplus has little to … [weiterlesen]

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Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik ZEIT Kolumne

Der deutsche Sparirrsinn

Dieser Beitrag ist am 17. Februar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Deutschland erwirtschaftet große Exportüberschüsse, der Gewinn aber wird im Ausland verzockt. Die Lösung lautet: in Deutschland investieren.

Seit dem Jahr 2000 hat jeder Deutsche einen durchschnittlichen Verlust von durchschnittlich 7.500 Euro im Ausland erlitten. Wie? Hat unser Land volkswirtschaftlich betrachtet wegen der Rekord-Exportüberschüsse nicht viel mehr Geld von seinen ausländischen Partnern eingenommen als umgekehrt? Ja, die deutschen Unternehmen und somit auch die Bürgerinnen und … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Ratssitzung vom 19.01.2017

EZB Präsident Draghi hat klar signalisiert, dass die EZB ihren gegenwärtigen Kurs fortsetzen wird. Der Anstieg der Inflation ist eine positive, willkommene Entwicklung für alle. Gerade wir Deutschen sollten die positive Inflationsentwicklung begrüßen. Je früher die Inflation in der Eurozone wieder an das Inflationsziel von zwei Prozent heranreicht, desto schneller kann die EZB ihre expansive Geldpolitik beenden.… [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte Uncategorized

Kein Grund zur Panik

Das Undenkbare ist zur Realität geworden. Die Risiken einer US-Regierung unter Donald Trump für Wirtschaft und Wohlstand in Deutschland und Europa sind sicherlich nicht klein. Aber sie sind auch kein Anlass, in Panik zu verfallen. Es gibt viele gute Gründe, wieso gerade die deutsche Wirtschaft diese Risiken meistern kann.… [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte

Die negativen Auswirkungen auf die Märkte werden moderat bleiben

Dieses Interview von Stefan Vetter erschien am 10.11.2016 in der Saarbrücker Zeitung.

Die Börsen sind im Sinkflug, die Märkte extrem verunsichert. Droht uns ein weltwirtschaftlicher Einbruch?

Fratzscher: Nein. Wir sollten nicht in Panik verfallen. Es ist ein US-Präsident gewählt worden. In den USA gibt es eine starke Demokratie. Der US-Präsident ist nur so mächtig, wie es der Kongress und die politische Regierung zulassen.

Das vollständige Interview…[weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Sitzung vom 20.10.2016

Die Entscheidung der EZB birgt keine größeren Überraschungen. Präsident Draghi hat den Erwartungen der Märkte, dass die EZB im Dezember eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramm bekanntgeben wird, nicht widersprochen. Diese ist somit noch wahrscheinlicher geworden. Ich erwarte keinen Rückgang der monatlichen Anleihenkäufe der EZB. Dies würde die Markterwartungen enttäuschen und könnte unerwünschte Marktreaktionen hervorrufen. Die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen sind nicht ermutigend und geben keinen Anlass für eine grundlegende Änderung der Geldpolitik.… [weiterlesen]

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