Europa EZB Geldpolitik

Ein Grund zum Feiern

Dieser Beitrag ist am 6. Januar in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Der Euro wird 20 Jahre alt. Eigentlich sollte dies Anlass zum Feiern sein. Denn der Euro hat entscheidend zur Integration Europas beigetragen und ist ein Grund für den Wohlstand, den wir heute in Deutschland genießen. Leider wird der Euro von Populisten und Nationalisten für eigene Zwecke und als Sündenbock für nationale Fehler missbraucht. Dies lenkt von einer ehrlichen Debatte über seine Erfolge und seine Fehler ab, die aber dringend … [weiterlesen]

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Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Die Geldpolitik in der Eurozone wird auf lange Zeit expansiv bleiben

Die EZB ist an einem historischen Wendepunkt angekommen und wird ihr Anleihenkaufprogramm nun beenden. Die EZB war bisher sehr erfolgreich dabei, die geldpolitische Wende einzuleiten und dabei Verwerfungen an den Finanzmärkten zu vermeiden – anders als etwa die US-Notenbank. Die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für die EZB und gegen die deutschen Euro-Kritiker ist eine Bestätigung für den geldpolitischen Kurs der EZB und verschafft ihr einen wichtigen Rückenwind.

Die Geldpolitik in der Eurozone wird auf lange Zeit expansiv bleiben. Die … [weiterlesen]

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Geldpolitik Ungleichheit ZEIT Kolumne

Mehr Fairness bei Erbschaften

Dieser Beitrag ist am 8. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Erben ist ein emotionales Thema. Es führt häufig zu Streit in der Familie, nicht nur über die Verteilung des Erbes, sondern auch über Wertschätzung und Identität. Und es spaltet unsere Gesellschaft, da es kaum etwas gibt, das ungleicher verteilt ist, bei dem einige sehr viel und viele wenig oder nichts erhalten. Leider endet die Auseinandersetzung um das Thema Erben allzu häufig in einer Neiddebatte und … [weiterlesen]

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Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft ZEIT Kolumne

Steuergeld nicht für Klientelpolitik missbrauchen

Dieser Beitrag ist am 26. Oktober in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Als die Steuerschätzer des Bundesfinanzministeriums im Mai verkündeten, dass sie in den kommenden drei Jahren Mehreinnahmen von über 60 Milliarden Euro erwarteten, weckte das große Begehrlichkeiten der Steuerlobby: Es sei an der Zeit, die Gutverdiener zu entlasten, durch eine Abschaffung des Solis, eine Erhöhung des Einkommensniveaus, ab dem der Spitzensteuersatz greift, oder einer Senkung des Spitzensteuersatzes.

Doch die Politik sollte dringend der Versuchung widerstehen, … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB hält Kurs und damit am Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik fest. Zwar ist durch den Budgetkonflikt mit Italien, die Unsicherheit rund um den Brexit und die zunehmenden Handelskonflikte die Wahrscheinlichkeit einer wirtschaftlichen Abschwächung gestiegen. Trotzdem handelt die EZB richtig, am Auslaufen ihres Anleihekaufprogramms zum Jahresende festzuhalten, da die wirtschaftliche Lage im Euroraum nach wie vor gut ist. Ich befürchte jedoch, dass die EZB die Zinsen nicht nach dem Sommer nächsten Jahres wird erhöhen können, sondern dies hinauszögern muss. … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Wichtiges Signal, dass die Fed dem Druck von US-Präsident Trump standhält

Die US-Notenbank hat, wie erwartet, die Zinsen zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Das wichtigste Signal ist, dass die Fed dem Druck von US-Präsident Trump standhält und sich nicht von ihrem Kurs abbringen lässt. Genauso notwendig wie eine Abkühlung der amerikanischen Wirtschaft durch das graduelle Anziehen der geldpolitischen Zügel ist, dass die Fed ihre Unabhängigkeit gegenüber der Politik wahrt und somit auch ihre Glaubwürdigkeit schützt. Das hat sie mit dieser Entscheidung getan. Die Sorge um eine Überhitzung der US-Wirtschaft … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB hat aus den Fehlern der US-Notenbank gelernt.

Die EZB setzt ihren Kurs des vorsichtigen Ausstiegs aus ihrer expansiven Geldpolitik fort. Auch wenn die Märkte gerne mehr Sicherheit über den künftigen Kurs der Geldpolitik hätten, so muss die EZB sich ihre Optionen offen halten, um ihre Flexibilität nicht zu beschneiden. Die Unsicherheit für die Weltwirtschaft ist hoch und hat durch den Handelskonflikt mit den USA, der Schieflage in der Türkei, dem ungelösten Brexit und den Bankenproblemen im Euroraum eher … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Das Target-System ist für Deutschland und Europa ein Anker der Stabilität

Dieser Beitrag ist am 2. August 2018 als Gastbeitrag auf Handelsblatt.com erschienen.

Einige Ökonomen versuchen wieder einmal, Ängste über die ominösen Target-Salden zu schüren. Deutschland habe fast eine Billion Euro an Forderungen gegenüber anderen Ländern des Euro-Raums, die verloren gehen könnten oder sogar schon verloren sind. Diese Kampagne ist eine verantwortungslose und falsche Panikmache, die Europa spaltet und antieuropäischen und populistischen Kräften in die Hände spielt.

Das Target-System ist ein wichtiger Teil der europäischen Währungsunion, von dem Deutschland genauso wie … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB sendet ein klares und richtiges Signal mit ihrer Ankündigung, in diesem Jahr ihr Anleihenkaufprogramm zu beenden. Die Ankündigung ist mutig, denn die wirtschaftlichen Risiken für die Eurozone haben wieder deutlich zugenommen. Aber die Entscheidung ist klug, denn die EZB muss die Märkte frühzeitig und vorsichtig auf einen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik vorbereiten um die negative Erfahrung der US Notenbank Fed vor einigen Jahren zu vermeiden.

Gleichzeitig hat sich die EZB genug Flexibilität bewahrt um auf wirtschaftliche Risiken … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Die EZB sollte nicht als Sündenbock für nationale Fehler herhalten

Der Beitrag ist am 05. Juni 2018 als Gastbeitrag beim Handelsblatt erschienen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird 20 Jahre alt. Kaum einer Zentralbank ist es je gelungen, in so kurzer Zeit sich so viel Respekt und Glaubwürdigkeit zu erarbeiten, aber gleichzeitig auch so viele Menschen in Deutschland so stark zu spalten.
Jacques Delors bemerkte einst: „Nicht alle Deutschen glauben an Gott, aber alle glauben an die Bundesbank.“

Obwohl man dies nicht über die EZB sagen kann, muss selbst der härteste

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