Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geldpolitik

Plötzlich ohne Partner

Dieser Beitrag ist am 17. November 2016 im Handelsblatt erschienen und ist auf Handelsblatt.com als Premium-Content verfügbar.

Nach dem Schock kam die Überraschung: Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Wahl Donald Trumps zum US Präsidenten. Die Aktienmärkte und der US-Dollar legten zu und fielen nicht – wie allgemein befürchtet – ins Bodenlose. Was sagt uns dies über die Auswirkungen für die Wirtschaft? Und was sind mögliche wirtschaftspolitische Szenarien, auf die wir uns in Deutschland werden einstellen müssen?… [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Deutschland als Opfer?

Der Kommentar ist am 2. November auf ZEIT Online erschienen.

Der Sachverständigenrat mahnt in seinem Jahresgutachten 2016, es sei „Zeit für Reformen“ – vor allem für andere, wie die Südeuropäer, die EZB, die Europäische Union und bei der Begrenzung der Freizügigkeit der Menschen in Europa. Der Sachverständigenrat ist ein wichtiges Beratungsgremium der deutschen Wirtschaftspolitik. Das Jahresgutachten präsentiert jedoch Deutschland vor allem als Opfer der Fehler anderer, anstelle offener zu sein und die Verantwortung Deutschlands für Europa und die eigenen Reformen … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Sitzung vom 20.10.2016

Die Entscheidung der EZB birgt keine größeren Überraschungen. Präsident Draghi hat den Erwartungen der Märkte, dass die EZB im Dezember eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramm bekanntgeben wird, nicht widersprochen. Diese ist somit noch wahrscheinlicher geworden. Ich erwarte keinen Rückgang der monatlichen Anleihenkäufe der EZB. Dies würde die Markterwartungen enttäuschen und könnte unerwünschte Marktreaktionen hervorrufen. Die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen sind nicht ermutigend und geben keinen Anlass für eine grundlegende Änderung der Geldpolitik.

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Europa EZB Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Uncategorized

Deutschland muss mehr tun: Die Bundesregierung sollte den Juncker-Plan unterstützen

Dieser Text erschien am 13. Oktober 2016 als Gastbeitrag im Handelsblatt.

Europa befindet sich nach wie vor tief in der Krise. Der Internationale Währungsfond (IWF) warnt erneut eindringlich vor der Investitionsschwäche und einer weiteren wirtschaftlichen Abschwächung. Er mahnt die europäischen Regierungen, deutlich mehr zu tun, um private und öffentliche Investitionen zu stärken und die europäische Wirtschaft endlich aus der Krise zu ziehen. Aber vor allem Deutschland verschließt sich noch immer einem grundlegenden Umdenken in der Wirtschaftspolitik. Es wäre ein … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Stellungnahme zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 8. September 2016

Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik der EZB ist deutlich gestiegen. Die Abschwächung der Wirtschaft und vor allem der Inflation in der Eurozone versetzen die EZB in die schwierige Lage, über weitere Optionen nachdenken zu müssen. Ich erwarte, dass die EZB noch im Dezember eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramms über März 2017 hinaus bekannt geben wird. Vor allem halte ich eine Ausweitung der Ankäufe von Unternehmensanleihen für immer wahrscheinlicher. Ich erwarte zudem, dass die EZB früher oder später auch wieder … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Wirtschaftspolitik

Statement zur heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) 21.7.2016

Die Europäische Zentralbank ist zunehmend in einem Dilemma: Je langsamer sich die Wirtschaft des Euroraums erholt, desto niedriger sind die Zinsen und desto weniger Spielraum hat die EZB, ihr Staatsanleihen-Kaufprogramm umzusetzen. Die EZB verfolgt nun eine Strategie des Abwartens – in der Hoffnung, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen wirken und sich die Wirtschaft nicht weiter abschwächt. Die italienische Bankenkrise ist, viel mehr noch als der Brexit, ein enormes Risiko für den gesamten Euroraum und auch für Deutschland und wird sich … [weiterlesen]

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Europa Geldpolitik

„Die EU muss handeln, wenn es drauf ankommt – jetzt“

Dieses Interview von Florian Güßgen erschien erstmals am 19. Juni 2016 bei Stern.de.

Herr Fratzscher, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, Ihr Institut, hat seine Wachstumsprognose für Deutschland für 2017 um 0,5 Prozentpunkte gesenkt, von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent. Wie kommen Sie zu diesem Ergebnis?

Deutschland ist eine sehr offene Volkswirtschaft, Großbritannien ist der drittwichtigste Handelspartner. Deutschland exportiert rund vier Prozent seiner Wirtschaftsleistung dorthin. Wir gehen davon aus, dass ein Achtel der Exporte wegbricht. Ein Achtel von diesen vier … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Ergänzung: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion um einen Brexit vergessen wird, sind die Auswirkungen für die Geldpolitik der EZB. Der Fall der Ölpreise und die schwächere Konjunktur werden die Wirtschaft der Eurozone und Deutschlands wieder in die Deflation treiben. Ich erwarte, dass die EZB nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig ihre Geldpolitik weiter ausweiten wird. Der Brexit bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine deutlich längere Nullzinsphase.… [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

Statement zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum OMT-Programm der Europäischen Zentralbank

Das Bundesverfassungsgericht hat eine kluge Entscheidung getroffen und einen Rückzieher von seiner ersten Entscheidung vom Januar 2014 gemacht. Es erkennt mit Blick auf das OMT-Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) nun die Autorität und die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs an. Das Nachgeben des Bundesverfassungsgerichts ist weise, weil es einen Konflikt mit dem Europäischen Gerichtshof zu Fragen des europäischen Rechts nur verlieren kann. … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Das große Missverständnis

Der Gastbeitrag ist am 19. Juni 2016 in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Die Kritiker der Europäischen Zentralbank verkennen, dass diese nicht wie die Bundesbank agieren kann. Aus diesem Grund bedarf es einer ehrlicheren Diskussion über die EZB.

Die Kritik in Deutschland an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in den vergangenen Monaten einen neuen Höhepunkt erreicht. Diesen Dienstag wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Rechtmäßigkeit des OMT-Anleihenkaufprogramms der EZB entscheiden.… [weiterlesen]

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