9. Februar 2017
nach Marcel Fratzscher
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Statement zu den Import- und Exportzahlen für Deutschland

Statement zu den heute morgen vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Import- und Exportzahlen für Deutschland im Gesamtjahr 2016

Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Außenhandelsüberschuss in Höhe von knapp 253 Milliarden Euro erzielt und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Dass die deutsche Wirtschaft sehr viel mehr exportiert als importiert, ist Anlass zur Sorge, und kein Grund stolz zu sein. Problematisch sind nicht die hohen Exporte, problematisch ist die schwache Entwicklung der Importe, die Ergebnis der großen Investitionslücke ist. Diese verursacht hohe

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25. Januar 2017
nach Marcel Fratzscher
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Das ist billiger Populismus, was Donald Trump macht

Dieses Gespräch mit Jasper Barenberg ist am 24. Januar im Deutschlandfunk erschienen.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, kritisiert den Ausstieg der USA aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP. Er werde das Gegenteil von dem bewirken, was Präsident Donald Trump angekündigt habe. Den amerikanischen Arbeitern werde geschadet.

Jasper Barenberg: Donald Trump hat gesagt, der Ausstieg aus TPP ist eine großartige Sache für die Arbeitnehmer in den USA. Ist das eine gute Nachricht für Arbeitnehmer dort?

Marcel Fratzscher: Nein.

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18. Januar 2017
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Großbritannien ist zu unwichtig

Dieses Interview mit Timot Szent-Ivanyi ist am 17. Januar in der Frankfurter Rundschau erschienen.

Herr Fratzscher, was bedeutet ein harter Brexit für die EU und für Großbritannien selbst?
Lassen Sie uns mit Großbritannien beginnen. Premierministerin Theresa May hat große Versprechen abgegeben, die sie nicht wird halten können. Großbritannien soll wieder eine große, globale Handelsnation werden, hat sie ihrem Volk zugesichert. Doch das klingt nach dem 18. Jahrhundert. Die Zeiten sind vorbei. May hat Enttäuschung vorprogrammiert. Weiterlesen

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16. Januar 2017
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Noch immer in der Steinzeit

Dieser Beitrag ist am 13. Januar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Frauen sind doch selber schuld, dass sie weniger verdienen, und eine gesetzliche Regelung für Lohngerechtigkeit wäre nur unnötig teuer? Diese Argumente sind grundfalsch.

In den vergangenen Tagen ist eine hitzige Debatte über das Gesetz für Lohngerechtigkeit entbrannt, das helfen soll, eine Diskriminierung bei Löhnen zwischen Männern und Frauen zu beheben. Es gibt viel Kritik an diesem Gesetz mit dem Argument, es gebe keine Diskriminierung gegen

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10. Januar 2017
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Öffentliche Geldverbrennung

Dieser Beitrag ist am 10. Januar im Handelsblatt erschienen.

Um die „schwarze Null“ zu erreichen, hat der deutsche Staat viele Vermögenswerte verkauft. Dauerhaft kann er seine Schuldenprobleme auf diese Weise nicht lösen. Er gefährdet damit unser aller Wohlstand.

Die politischen Parteien überbieten sich in Wahlversprechen, wie sie die öffentlichen Rekordüberschüsse unter ihre Klientel bringen können. Dabei lebt der Staat über seine Verhältnisse. Er baut nicht Schulden ab, sondern verbrennt das öffentliche Vermögen. Deutschland braucht daher einen rechtlich bindenden Investitionsschutz des

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9. Januar 2017
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Unsere Zukunft wird verramscht

Dieser Beitrag ist am 6. Januar in der WirtschaftsWoche erschienen.

Deutschland geht es blendend. Aber statt unser Land zukunftsfest zu machen, verteilt die Politik Geschenke.

Deutschland beginnt dieses Jahr auf dem Höhepunkt. In keinem Januar in den vergangenen drei Jahrzehnten standen die deutsche Wirtschaft und der Sozialstaat besser da. Die Arbeitslosenquote liegt auf dem niedrigsten Stand seit 1991, die Erwerbsquote, gerade unter Frauen, war nie höher, die deutschen Unternehmen erzielen riesige Exporterlöse und der Bundesfinanzminister verwaltet die größten Überschüsse seit

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2. Januar 2017
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Ein Lob der Freizügigkeit

Dieser Beitrag ist am 1. Januar 2017 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) erschienen.

Deutschland braucht Zuwanderung – heute mehr denn je. Wer neue Barrieren aufbauen will, begräbt die europäische Idee.

In Deutschland ist eine Debatte darüber entbrannt, ob wir die Zuwanderung anderer EU-Bürger beschränken sollten. Unter den Schlagworten “Zuwanderung in die Sozialsysteme” oder “Kinder als Geschäftsmodell” wird suggeriert, andere Europäer kämen in unser Land mit dem Ziel, unser Sozialsystem auszunutzen. Dies ist billigster Populismus, der von den Fakten widerlegt

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14. Dezember 2016
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Italien braucht Hilfe – egal unter welcher Regierung

2016 war kein gutes Jahr. Das Brexit-Votum und die Trump-Wahl haben politische Erdbeben ausgelöst. Das größte Problem für Europa und Deutschland ist jedoch Italien. Die europäische Politik muss sofort handeln, um eine Eskalation der Lage abzuwenden. Sonst könnte Italien der Domino-Stein sein, der die europäische Finanz- und Wirtschaftskrise zurückbringt – mit eventuell ungeahnter Wucht.

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2. Dezember 2016
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Unser Amerikanischer Traum

Dieser Beitrag ist am 29. November 2016 in der Süddeutschen Zeitung erschienen. 

Wie groß muss die Verzweiflung der Amerikaner sein, dass sie einen Menschen wie Donald Trump zum Präsidenten gewählt haben? Die Entscheidung vom 8. November ist vor allem das Resultat wachsender sozialer Ungleichheit und des Scheiterns des American Dream: Eine Mehrheit der Amerikaner hat realisiert, dass ihr Ideal von Eigenverantwortung, Freiheit und Chancengleichheit nur noch eine Illusion ist. Sie klammern sich nun an das Versprechen von Trump, ihnen

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4. November 2016
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„Deutschland muss zukunftsfähig gemacht werden“

Dieses Gespräch mit Liane von Billerbeck erschien am 3.11 im Deutschlandradio Kultur

Die Bundesregierung nutze die derzeitige gute wirtschaftliche Ausgangslage nicht für Zukunftsreformen und notwendige Investitionen, kritisiert Marcel Fratzscher, Präsident des DIW. Mit der demografischen Wende stehe das Land vor großen Herausforderungen.

Liane von Billerbeck: Haben die Wirtschaftsweisen recht?

Fratzscher: Sie haben sicherlich in vielen Punkten recht, ja. Denn in Deutschland ist ja heute die Wahrnehmung: Uns geht es gut. Wir haben sicherlich eine niedrige Arbeitslosenquote, so niedrig wie seit

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