Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Makroökonomik Wirtschaftspolitik

Statement zur Wahl von Donald Trump als nächsten US-Präsidenten (9.11.2016)

Die deutsche Wirtschaft wird die mit einem Präsidenten Trump verbundenen Herausforderungen voraussichtlich gut meistern. Deutsche Unternehmen sind weltweit breit aufgestellt, wettbewerbsfähig und flexibel. Ich erwarte nicht, dass Deutschlands Handel mit den USA beeinträchtigt wird. Unsere größte Sorge bleibt die Krise in Europa. Die US-Wahlen erfordern einen koordinierten Wachstumsimpuls für Europa dringender denn je. Ich erwarte, dass der Euro weltweit an Wert gewinnt, ähnlich wie während der Finanzkrise 2008, da der Euro eine stabile und sehr glaubwürdige Währung ist.
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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Makroökonomik Ungleichheit Wirtschaftspolitik

„Der Rechtspopulismus ist ein temporäres Phänomen“

Dieses Interview von Marcus Gatzke und Bastian Brauns erschien am 4. Oktober 2016 bei Zeit Online.

In Deutschland gehen Hunderttausende Menschen demonstrieren, um den Inhalt der neuen Freihandelsabkommen TTIP und Ceta zu verändern. In vielen Punkten haben die Protestierer sogar Recht, sagt der Ökonom Marcel Fratzscher und wirft Politikern vor, gescheitert zu sein. Der Weg zurück ins Nationalstaatsdenken jedoch sei eine zwar nachvollziehbare aber falsche Antwort.

ZEIT ONLINE: Herr Fratzscher, in Deutschland ist eine große Mehrheit der Bürger gegen … [weiterlesen]

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Ergänzung: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion um einen Brexit vergessen wird, sind die Auswirkungen für die Geldpolitik der EZB. Der Fall der Ölpreise und die schwächere Konjunktur werden die Wirtschaft der Eurozone und Deutschlands wieder in die Deflation treiben. Ich erwarte, dass die EZB nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig ihre Geldpolitik weiter ausweiten wird. Der Brexit bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine deutlich längere Nullzinsphase.… [weiterlesen]

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Statement zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum OMT-Programm der Europäischen Zentralbank

Das Bundesverfassungsgericht hat eine kluge Entscheidung getroffen und einen Rückzieher von seiner ersten Entscheidung vom Januar 2014 gemacht. Es erkennt mit Blick auf das OMT-Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) nun die Autorität und die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs an. Das Nachgeben des Bundesverfassungsgerichts ist weise, weil es einen Konflikt mit dem Europäischen Gerichtshof zu Fragen des europäischen Rechts nur verlieren kann. … [weiterlesen]

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Statement zum Zinsentscheid der EZB vom 2. Juni 2016

Die EZB hat klar signalisiert, dass die niedrige Inflation wohl noch länger anhalten wird als bisher befürchtet. Damit hat sich auch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Anleihenkaufprogramm über März 2017 hinaus verlängert wird. Die EZB setzt große Hoffnungen in ihre neuen Kredite an Banken, um die Kreditvergabe in der Eurozone zu verbessern, die Wirtschaft zu stärken und somit auch die Inflationsrate zu erhöhen.… [weiterlesen]

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Statement zum Zinsentscheid der EZB vom 21. April 2016

Die EZB hat mit ihrer Entscheidung ein klares Bekenntnis zur Fortsetzung ihrer expansiven Geldpolitik abgegeben. Es wird kein schnelles Ende der Niedrigzinspolitik der EZB geben. Die Nullzinspolitik wird wohl noch 3 bis 4 Jahre bestehen bleiben.… [weiterlesen]

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„Hubschraubergeld ist sinnvoll“

Dieses Interview von Hannes Koch erschien erstmals am 12. April 2016 in der taz.

taz: Herr Fratzscher, 5.000 Euro als Geschenk für jeden Haushalt von der Europäischen Zentralbank (EZB) – wie aus dem Hubschrauber abgeworfen. Darüber diskutieren Ökonomen. Ist das nicht unrealistisch?

Marcel Fratzscher: Augenblicklich scheint das tatsächlich weithergeholt. Aber es ist auch nicht ausgeschlossen. Auf jeden Fallbrauchen wir die Debatte darüber. In Deutschland werden neue Gedanken manchmal zu schnell vom Tisch gewischt und als Quatsch bezeichnet. Die Idee … [weiterlesen]

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Statement zum Zinsentscheid der EZB

Die EZB sendet mit ihrer Entscheidung ein starkes Signal, dass sie alle ihre Instrumente entschieden nutzen wird, um ihrem Mandat der Preisstabilität wieder gerecht zu werden. Die weitere Expansion der Geldpolitik ist massiv und überraschend. Die Entscheidung unterstreicht die Sorge der EZB über die sich eintrübenden Aussichten für die europäische Wirtschaft und über die Probleme des Bankensektors. Das anhaltende Risiko der Deflation und die sich abschwächende europäische Wirtschaft lassen der EZB keine andere Wahl, als ihre Geldpolitik weiter zu lockern. … [weiterlesen]

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EZB lockert Geldpolitik – Märkte dennoch enttäuscht

Statement zu den Beschlüssen des EZB-Rats vom 03.12.2015

Die Europäische Zentralbank hat ihre Geldpolitik weiter deutlich gelockert, die Märkte aber dennoch enttäuscht, denn sie hatte zuvor eine noch stärkere Ausweitung versprochen. In den vergangenen Jahren hat die EZB die Märkte fast immer mit einer Geldpolitik überrascht, die expansiver war als erwartet.… [weiterlesen]

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Ausweitung des EZB-Anleihenkaufprogramms wahrscheinlich

Statement zu den Beschlüssen des EZB-Rats vom 22.10.2015

EZB-Präsident Mario Draghi hat die Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank ihr Anleihekaufprogramm ausweitet, mit seinen Aussagen heute weiter befeuert. Damit ist es nun sehr wahrscheinlich, dass im Dezember eine Entscheidung zur Ausweitung des Programms fällt. … [weiterlesen]

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