Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Vergesst die Schwarze Null!


Dieser Beitrag ist ein Gastbeitrag von Marcel Fratzscher und Claus Michelsen und am 2. März in der WirtschaftsWoche erschienen.

Sparen ist eine deutsche Obsession und nicht immer sinnvoll. Der Investitionsstau in Deutschland wird zu einer immer größeren Bedrohung für Wachstum und Wohlstand. Wir brauchen schnellstens einen Kurswechsel in der Finanzpolitik.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, als er bekannt gab, dass dem Bundeshaushalt in den kommenden Jahren 25 Milliarden Euro fehlen könnten. Viele sahen die heilige Kuh der Finanzpolitik, … [weiterlesen]

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Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft ZEIT Kolumne

Steuergeld nicht für Klientelpolitik missbrauchen

Dieser Beitrag ist am 26. Oktober in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Als die Steuerschätzer des Bundesfinanzministeriums im Mai verkündeten, dass sie in den kommenden drei Jahren Mehreinnahmen von über 60 Milliarden Euro erwarteten, weckte das große Begehrlichkeiten der Steuerlobby: Es sei an der Zeit, die Gutverdiener zu entlasten, durch eine Abschaffung des Solis, eine Erhöhung des Einkommensniveaus, ab dem der Spitzensteuersatz greift, oder einer Senkung des Spitzensteuersatzes.

Doch die Politik sollte dringend der Versuchung widerstehen, … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft ZEIT Kolumne

Jeder zweite Rentner wird sich einschränken müssen

Dieser Beitrag ist am 14. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat mit seiner Forderung nach einer Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2040 eine heftige Diskussion ausgelöst. Einige werfen ihm vor, das sei nicht finanzierbar. Andere beschweren sich, das würde der Rentenkommission der Bundesregierung vorgreifen, die 2020 ihre Empfehlungen vorlegen will. Bei aller Kritik ist diese Diskussion wichtig und dringend notwendig. Denn eine neue Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit ZEIT Kolumne

Das gesetzliche Rentensystem verschärft die Polarisierung

Dieser Beitrag ist am 31. August in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Wie gerecht ist die Rente? Gerechtigkeit ist subjektiv, und jeder beantwortet diese Frage unterschiedlich. Der gegenwärtige Streit um die Zukunft der Rente ignoriert aber, dass Deutschlands gesetzliche Rentenversicherung (GRV) eine massive Umverteilung von unten nach oben betreibt, von einkommensschwachen zu einkommensstarken Menschen. Der Grund: Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland korreliert sehr stark mit ihrem Einkommen. Ärmere Menschen sterben häufig jünger, sie beziehen also … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

Gönnt deutschen Kommunen das Gleiche wie Griechenland!

Der Beitrag ist am 05. Juli 2018 als Gastbeitrag in der Welt erschienen.

Der Bundestag hat jüngst einer Umstrukturierung der Schulden für Griechenland zugestimmt und damit den Weg frei gemacht für eine letzte Tranche aus dem Hilfspaket und vor allem für Schuldenerleichterungen. Mit diesem Beschluss, der einem Schuldenschnitt gleich kommt, wird die Regierung in Athen wieder handlungsfähig, um nötige Reformen umzusetzen und Eigenverantwortung zu übernehmen. Eine Entscheidung, die auch im Interesse Deutschlands richtig ist.

Allen kritischen Stimmen aus Deutschland … [weiterlesen]

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Europa Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

Italiens Krise ist Deutschlands Problem

Dieser Text ist am 27. Mai 2018 als Gastbeitrag im Tagesspiegel erschienen.

Seit dem Sommer 2012 war die Gefahr nie größer, dass Europa in den Sog einer tiefen Krise gerät. Damals eskalierte die Schuldenkrise auch in Italien und ein Zerfall der Eurozone drohte. Wenn die neue italienische Regierung auch nur einen Teil ihrer aktuell angekündigten Politik umsetzt, könnte die Lage auf den Finanzmärkten sehr schnell sehr düster werden. Der entscheidende Unterschied zu 2012 ist, dass die in Deutschland viel gescholtene … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Für eine kluge Entlastung von Unternehmen

Mit einer großen Steuerreform will US-Präsident Donald Trump amerikanische Unternehmen entlasten. Auch andere Partnerländer Deutschlands wie Frankreich und Belgien sind dabei, die Steuersätze für Unternehmen zu senken. Vor diesem Hintergrund erheben sich auch hierzulande Stimmen – vor allem aus der Ecke der Wirtschaftsverbände –, die für eine Senkung der Einkommen- und Unternehmensteuern werben. Und in der Tat zeigen die geringen privaten Investitionen in Deutschland, dass Unternehmen nicht ausreichend Investitionsanreize haben. Steuersenkungen per Gießkannenprinzip wären jedoch die falsche Antwort.

Unternehmensteuern in … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Deutschland braucht Investitionen statt Wahlgeschenke

Dieser Text ist am 03. Mai 2018 als Gastbeitrag auf Spiegel Online erschienen.

Der erste Haushalt der neuen Bundesregierung ist ein schwieriger Balanceakt. Er verspricht Überschüsse mit einem Schuldenabbau bei gleichzeitig deutlich höheren Ausgaben.

Zu weiteren Forderungen, wie Mehrausgaben für Verteidigung und Entwicklungshilfe, wird der neue Bundesfinanzminister Olaf Scholz sehr bald eine klare Ansage machen müssen, um den Begehrlichkeiten Einhalt zu gebieten. Die zentrale Frage ist, ob die neue Bundesregierung es wirklich ernst meint und den Zukunftsinvestitionen höchste Priorität einräumt, … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Schafft das Ehegattensplitting endlich ab

Dieser Beitrag ist am 8. Januar bei SPIEGEL ONLINE erschienen. Co-Autorin dieses Gastbeitrags ist Katharina Wrohlich, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Gender Studies am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind in Deutschland in vieler Hinsicht deutlich höher als in vergleichbaren Ländern. Bei Löhnen, Steuern, Arbeitszeit, Karrierechancen, Rente und Armut stehen Frauen im Vergleich zu Männern hierzulande deutlich schlechter da als in anderen westlichen Staaten. Dafür gibt es viele Gründe, einer davon ist das Ehegattensplitting.

Deshalb … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Mehr Freiheit? Von wegen

Dieser Beitrag ist am 15. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen. Co-Autorin dieses Beitrags ist Katharina Wrohlich, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Gender Studies am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Schafft die steuerliche Entlastung von Ehen Freiheit und Gerechtigkeit? So argumentieren zumindest einige, nachdem an dieser Stelle kürzlich gegen das Ehegattensplitting plädiert wurde. Es lohnt sich daher, noch genauer hinzuschauen und diesen Mechanismus in unserem Steuersystem auf diese beiden Eigenschaften zu prüfen. Hier zeigt sich aber, dass … [weiterlesen]

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