Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Kein Neid, bitte

Dieser Beitrag ist am 3. Februar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

„Zeit für Gerechtigkeit“ hat Martin Schulz als Motto seines Wahlkampfs gegen Angela Merkel ausgegeben. In einem Land, in dem 70 Prozent der Menschen die Ungleichheit als zu hoch empfinden, wird der Slogan auf offene Ohren treffen. Aber die Frage der Gerechtigkeit ist nicht diejenige, um die es jetzt gehen sollte. Anders als Ungleichheit, die belegt und deren Auswirkungen bemessen werden kann, ist Gerechtigkeit etwas … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Dringender denn je

Dieser Beitrag mit Jürgen Fitschen und Reiner Hoffmann ist am 22. Januar in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Mehr Investitionen – das muss Priorität für die Bundesregierung haben. 

Selten war die wirtschaftliche und politische Unsicherheit so groß wie heute. Die Brexit-Entscheidung, die US-Wahlen und der Ausgang des Referendums in Italien, der Matteo Renzi zum Rücktritt gezwungen hat, sind nicht zuletzt die Folgen wirtschaftlicher Schwäche und sozialer Spannungen, Entwicklungen, die auch für Deutschland eine große Herausforderung darstellen. Die Expertenkommission zur Stärkung von … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Öffentliche Geldverbrennung

Dieser Beitrag ist am 10. Januar im Handelsblatt erschienen.

Um die „schwarze Null“ zu erreichen, hat der deutsche Staat viele Vermögenswerte verkauft. Dauerhaft kann er seine Schuldenprobleme auf diese Weise nicht lösen. Er gefährdet damit unser aller Wohlstand.

Die politischen Parteien überbieten sich in Wahlversprechen, wie sie die öffentlichen Rekordüberschüsse unter ihre Klientel bringen können. Dabei lebt der Staat über seine Verhältnisse. Er baut nicht Schulden ab, sondern verbrennt das öffentliche Vermögen. Deutschland braucht daher einen rechtlich bindenden Investitionsschutz des … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Uncategorized

Deutschland muss mehr tun: Die Bundesregierung sollte den Juncker-Plan unterstützen

Dieser Text erschien am 13. Oktober 2016 als Gastbeitrag im Handelsblatt.

Europa befindet sich nach wie vor tief in der Krise. Der Internationale Währungsfond (IWF) warnt erneut eindringlich vor der Investitionsschwäche und einer weiteren wirtschaftlichen Abschwächung. Er mahnt die europäischen Regierungen, deutlich mehr zu tun, um private und öffentliche Investitionen zu stärken und die europäische Wirtschaft endlich aus der Krise zu ziehen. Aber vor allem Deutschland verschließt sich noch immer einem grundlegenden Umdenken in der Wirtschaftspolitik. Es wäre ein … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Ergänzung: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion um einen Brexit vergessen wird, sind die Auswirkungen für die Geldpolitik der EZB. Der Fall der Ölpreise und die schwächere Konjunktur werden die Wirtschaft der Eurozone und Deutschlands wieder in die Deflation treiben. Ich erwarte, dass die EZB nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig ihre Geldpolitik weiter ausweiten wird. Der Brexit bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine deutlich längere Nullzinsphase.… [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

Statement zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum OMT-Programm der Europäischen Zentralbank

Das Bundesverfassungsgericht hat eine kluge Entscheidung getroffen und einen Rückzieher von seiner ersten Entscheidung vom Januar 2014 gemacht. Es erkennt mit Blick auf das OMT-Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) nun die Autorität und die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs an. Das Nachgeben des Bundesverfassungsgerichts ist weise, weil es einen Konflikt mit dem Europäischen Gerichtshof zu Fragen des europäischen Rechts nur verlieren kann. … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Reformen auf Vorrat“: Europa will aus der Griechenlandkrise nicht lernen

Dieser Gastbeitrag wurde am 9. Mai 2016 auf Spiegel Online veröffentlicht.

Wieder einmal spitzt sich der Konflikt zwischen Griechenland und seinen europäischen Geldgebern zu. Nach dem Drama des vergangenen Sommers, bei dem Griechenland nur knapp dem Grexit und einem ökonomischen Desaster entging, könnte es in diesem Sommer nun zum nächsten Showdown kommen – auch weil Europa noch immer nichts aus der Krise gelernt zu haben scheint und alte Fehler wiederholt. Dies zeigt sich bei den geforderten „Reformen auf Vorrat“ und … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Hubschraubergeld ist sinnvoll“

Dieses Interview von Hannes Koch erschien erstmals am 12. April 2016 in der taz.

taz: Herr Fratzscher, 5.000 Euro als Geschenk für jeden Haushalt von der Europäischen Zentralbank (EZB) – wie aus dem Hubschrauber abgeworfen. Darüber diskutieren Ökonomen. Ist das nicht unrealistisch?

Marcel Fratzscher: Augenblicklich scheint das tatsächlich weithergeholt. Aber es ist auch nicht ausgeschlossen. Auf jeden Fallbrauchen wir die Debatte darüber. In Deutschland werden neue Gedanken manchmal zu schnell vom Tisch gewischt und als Quatsch bezeichnet. Die Idee … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Zahlungen an Konzernergebnis koppeln

Dieses Interview von Dirk Müller erschien erstmals am 12. April 2016 bei Deutschlandfunk.

Müller: Herr Fratzscher, machen Millionen-Gehälter gierig?

Fratzscher: Ja. Sicherlich ist es so, dass viele natürlich der Manager auch nicht nur bei VW, sondern allgemein sich an hohe Boni gewöhnt haben in den Jahren guter Erträge, und dann fällt es natürlich schwierig, wenn es dann in einem Jahr heißt, so, jetzt gibt es keinen Bonus, … [weiterlesen]

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