Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Hubschraubergeld ist sinnvoll“

Dieses Interview von Hannes Koch erschien erstmals am 12. April 2016 in der taz.

taz: Herr Fratzscher, 5.000 Euro als Geschenk für jeden Haushalt von der Europäischen Zentralbank (EZB) – wie aus dem Hubschrauber abgeworfen. Darüber diskutieren Ökonomen. Ist das nicht unrealistisch?

Marcel Fratzscher: Augenblicklich scheint das tatsächlich weithergeholt. Aber es ist auch nicht ausgeschlossen. Auf jeden Fallbrauchen wir die Debatte darüber. In Deutschland werden neue Gedanken manchmal zu schnell vom Tisch gewischt und als Quatsch bezeichnet. Die Idee … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Zahlungen an Konzernergebnis koppeln

Dieses Interview von Dirk Müller erschien erstmals am 12. April 2016 bei Deutschlandfunk.

Müller: Herr Fratzscher, machen Millionen-Gehälter gierig?

Fratzscher: Ja. Sicherlich ist es so, dass viele natürlich der Manager auch nicht nur bei VW, sondern allgemein sich an hohe Boni gewöhnt haben in den Jahren guter Erträge, und dann fällt es natürlich schwierig, wenn es dann in einem Jahr heißt, so, jetzt gibt es keinen Bonus, … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik

„Ich muss entschieden widersprechen“

Dieses Interview von Olaf Gersemann und Martin Greive erschien erstmals am 3. April 2016 in der Welt am Sonntag.

Mit seiner These vom Ende des „Wohlstands für alle“ hat DIW-Chef Marcel Fratzscher eine Debatte über Ungleichheit in Deutschland entfacht. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hält dagegen.

Welt am Sonntag: Herr Fuest, Herr Fratzscher schreibt in seinem Buch, unsere soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr, aus Ludwig Erhards Losung „Wohlstand für alle“ sei ein „Wohlstand für wenige“ geworden. Unterschreiben Sie … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik

„Ehegattensplitting begünstigt die, die viel haben“

Dieses Interview von Birgit Marshall erschien erstmals am 29. März bei RP Online.

RP Online: Sie warnen in Ihrem neuen Buch „Verteilungskampf“ vor wachsender Ungleichheit. Warum gerade jetzt, wo doch die Lohneinkommen wieder deutlicher steigen?

Fratzscher: Deutschland ist eines der Industrieländer mit der höchsten Ungleichheit bei privaten Vermögen. Nirgendwo in der Euro-Zone ist die Ungleichheit so groß wie in Deutschland. Unser größtes Problem ist die geringe Chancengleichheit. Unser Bildungssystem legt vielen Menschen hohe Barrieren in den Weg. … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Es ist ein notwendiges Übel“

Dieses Interview von Ursula Mayer erschien erstmals am 9. März auf boerse.ARD.de

boerse.ARD.de: Wie sehen Sie das Anleihekaufprogramm der EZB?

Marcel Fratzscher: Ich denke, es ist ein notwendiges Übel. Die Europäische Zentralbank hat ein Mandat, nämlich Preisstabilität, und dem wird sie derzeit nicht gerecht. Die Inflationsrate ist sehr niedrig und die Wirtschaft schwächt sich im Euroraum gerade wieder ab. Die EZB muss also handeln und ich erwarte am Donnerstag eine deutliche Expansion, eine Überraschung für die Märkte.… [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

„Auf gutem, aber langem Weg“

Dieses Interview von Helmut Schneider erschien erstmals am 30. Dezember 2015 in der SÜDWEST PRESSE.

Südwestpresse: Herr Fratzscher, Sie sind ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler, der die Politik berät. Täuscht der Eindruck, dass sich beide Seiten nicht richtig verstehen?

Marcel Fratzscher: Ich habe großen Respekt vor Politikern, viele verstehen die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Aber während Ökonomen eher langfristig und an wirtschaftliche Anreize denken, denken Politiker kurzfristig und an Wähler.… [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

Deutschland verliert seine Leistungsfähigkeit

Dieser Gastbeitrag von Marcel Fratzscher wurde am 13. Dezember 2015 in Der Tagesspiegel veröffentlicht.

In den Kommunen wurde seit Jahren zu wenig oder falsch investiert. Vor allem im Norden und Westen werden die Lebensbedingungen immer schlechter. Der Teufelskreis muss jetzt durchbrochen werden. Ein Gastkommentar.

Seit der deutschen Wiedervereinigung waren die regionalen wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Kommunen selten so groß wie heute. Viele Kommunen erfahren einen massiven Substanzverlust ihrer Infrastruktur aufgrund abnehmender öffentlicher Investitionen. Die Politik muss dringend diesem Trend entgegenwirken, … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

Kohleausstieg verunsichert die Finanzwelt

Dieser Gastbeitrag von Marcel Fratzscher, Claudia Kemfert und Karsten Neuhoff wurde am 5. Dezember 2015 auf ZEITonline veröffentlicht.

Wenn keine fossilen Brennstoffe mehr verfeuert werden dürfen, verlieren 30 Prozent aller Aktien und Anleihen an Wert. Das gefährdet Unternehmen, ein Beispiel ist RWE.

Der Gouverneur der britischen Notenbank, Mark Carney, hat kürzlich für Diskussionen unter Investoren und Energieunternehmen gesorgt. Carney warnte, der Klimawandel könne die Stabilität des Finanzsystems bedrohen. Die britische Notenbank meint damit nicht nur die Konsequenzen der zunehmenden Naturkatastrophen, … [weiterlesen]

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Europa Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

„Nach sieben Jahren bringt ein Flüchtling dem Staat Geld“

Dieses Interview von Martin Greive erschien erstmals am 4. November 2015 in DIE WELT.

DIE WELT: Herr Fratzscher, viele Deutsche fürchten wegen der Flüchtlingskrise steigende Steuern und Sozialbeiträge. Zu recht?

Marcel Fratzscher: Ich finde es schockierend, wie einseitig die Debatte geführt wird. Der Fokus liegt allein auf angeblich drohenden Steuererhöhungen und Transferzahlungen. … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

Stellungnahme zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 16.07.2015

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat durch ihre Entscheidung, die ELA-Hilfen an Griechenland zu erhöhen, ein starkes Zeichen des Vertrauens in ein drittes Programm gesetzt. Die EZB unterstreicht, dass sie die griechischen Banken nach wie vor als solvent ansieht. Herr Draghi ist optimistisch, dass eine Brückenfinanzierung für die Rückzahlung der EZB-Kredite am 20. Juli gefunden wird. … [weiterlesen]

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