Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Bloß keine Steuersenkung!

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals in ZEIT Online am 8. Mai 2014.

Der deutsche Staat nimmt so viel ein wie noch nie. Wenn es nach dem Willen von Teilen der Berliner Politik geht, sollten deshalb die Steuern gesenkt werden. Sie verweisen vor allem auf die kalte Progression. Damit ist gemeint, dass ein Einkommensanstieg der Arbeitnehmer durch Inflation und höhere Steuern reduziert wird. Aber ist dies wirklich die beste Option?

Dass die Steuereinnahmen in den kommenden Jahren stark steigen werden, hat vor … [weiterlesen]

Weiterlesen
Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Vorsicht, Rentenreform

Dieser Beitrag ist erstmals im Handelsblatt vom 11. Februar 2014 erschienen.

Die neue Bundesregierung hat sich in der Rentenpolitik für mutige Maßnahmen entschieden – die Einführung der „Rente mit 63“ und die Anpassung der „Mütterrente“. Vor allem die Rente mit 63 bedeutet eine massive Umverteilung von den jüngeren Generationen zur heute älteren Generation. Wenn diese Politik so vom Wähler gewollt ist, ist es verständlich, dass eine Regierung versucht, diese Versprechen umzusetzen.

Was uns jedoch Sorge machen sollte, sind die wirtschaftspolitischen … [weiterlesen]

Weiterlesen
Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Reformieren statt Steuern erhöhen

Ein Gastbeitrag von Stefan Bach, Marcel Fratzscher und Peter Haan.

Die Frage der Steuererhöhungen spielt eine wichtige Rolle in den Koalitionsverhandlungen. Viele Ökonomen warnen vor negativen wirtschaftlichen Effekten von Steuererhöhungen, aber diese müssen nicht unbedingt wirtschaftlich falsch sein. Abgesehen von den intendierten Verteilungseffekten und möglichen wirtschaftlichen Nachteilen, hängt der volkswirtschaftliche Nutzen einer Steuererhöhung vor allem davon ab, wie die zusätzlichen Einnahmen verwendet werden.

Die Parteien haben Wahlversprechen gemacht, die bei einer Umsetzung finanziert werden müssen. Ein Beispiel hierfür … [weiterlesen]

Weiterlesen
english Europa Geld- und Finanzmärkte Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

The Costs for Germany if the Eurozone Collapses

This article first appeared in the Autumn 2013 issue of Europe’s World (www.europesworld.org).

It’s not a message that public opinion in Germany wants to hear, but a collapse of the EU’s troubled single currency would have devastating economic, financial and political consequences for the eurozone’s largest and most successful member.

Germans have long been among the most europhile of countries, but their mood is turning against Europe and its common currency, the euro. There’s now an openly anti-euro … [weiterlesen]

Weiterlesen
Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Wer weise ist, investiert jetzt in Schwellenländer“

Interview von David Böcking und Christian Rickens, veröffentlicht auf Spiegel Online am 9. September 2013

SPIEGEL ONLINE: Herr Professor Fratzscher, in den neunziger Jahre sind die asiatischen Staaten schon einmal rasant gewachsen, dann platzte die Blase. Sie haben die Asien-Krise damals aus nächster Nähe erlebt, unter anderem als Berater des indonesischen Finanzministers. Heute kämpfen Schwellenländer wie China, Indien oder Indonesien erneut mit schwachem Wachstum, es gibt erste Anzeichen einer Kapitalflucht. Wiederholt sich die Geschichte?

Marcel Fratzscher: Viele Schwellenländer stehen vor … [weiterlesen]

Weiterlesen
Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Märchen von der deutschen Dominanz“

Interview mit Michael Sauga, erschienen in DER SPIEGEL 26/2013 (pdf)

SPIEGEL: Herr Fratzscher, vor einem Dreivierteljahr stand die Euro-Zone kurz vor dem Aus, hat die Europäische Zentralbank (EZB) jüngst eingeräumt. Ist die Gefahr inzwischen gebannt?

Fratzscher: Es gibt keinen Grund für vorschnelle Entwarnung, aber das Risiko, dass der Euro zerbricht, ist deutlich kleiner geworden. Dazu haben die Reformen in vielen südeuropäischen Ländern beigetragen, vor allem aber das entschiedene Eingreifen der EZB.

SPIEGEL: Aber ganz Südeuropa … [weiterlesen]

Weiterlesen
Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

10 Thesen – Investitionen für mehr Wachstum. Eine Zukunftsagenda für Deutschland

Deutschland schwimmt auf einer Welle der Euphorie – die öffentliche Wahrnehmung ist, dass die Wirtschaft floriert und die Zukunft gesichert ist. Eine Studie des DIW Berlin (erscheint am Mittwoch den 26.06.) widerlegt diese Wahrnehmung und argumentiert, dass Deutschland in den vergangenen Jahren nicht nur fundamentale wirtschaftspolitische Fehler begangen hat, sondern dass wichtige Weichenstellungen für die Zukunft fehlen. Diese spiegeln sich vor allem in einer riesigen Investitionslücke wider. Die Studie schlägt eine Agenda für Investitionen vor, die sich auf die drei [weiterlesen]

Weiterlesen
Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Deutschland spart zuviel

Interview mit Andrea Rexer und Thomas Öchsner in der Süddeutschen Zeitung vom 15.04.2013.SZ: Herr Fratzscher, Sie nennen sich in Ihrem Lebenslauf „Europäer und Deutscher“. Wie ist das zu verstehen?

Fratzscher: Als ich aufgewachsen bin, war Europa für mich noch sehr abstrakt und fern. Man musste für den Urlaub oft lange reisen und Geld umtauschen. Später, während meines Studiums, habe ich dann in Italien und Großbritannien gelebt. Das hat mich geprägt, gerade auch kulturell.

Heißt das, dass Sie den schwarzen [weiterlesen]

Weiterlesen