Ungleichheit ZEIT Kolumne

Elites turning a blind eye to social inequality

This text was also published in German in ZEIT ONLINE on December 23 as part of the op-ed column “Fratzschers Verteilungsfragen“.

Germany’s widespread social inequality is real – but politicians are still in denial.

“The people may get most facts wrong, but their feelings are mostly correct,” wrote Kurt Tucholsky, with a dash of irony, on the political manipulation of Germany’s citizens. Though the quote is from 1931, it still holds true today. Significant portions of Germany’s population are feeling … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Armut gefährdet die Demokratie

Dieser Beitrag ist am 17. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die deutsche Wirtschaft brummt, so scheint es, aber auch die Anzahl der Arbeitnehmer, die von Armut bedroht sind, nimmt deutlich zu. Das ist ein blinder Fleck in der Diskussion um Arbeitsmarktreformen. Die Politik muss die Frage beantworten, wie „gute“ Arbeit in Zukunft definiert werden soll und wie sie mehr Menschen die Chance geben kann, mit ihrer eigenen Arbeit für sich selbst zu sorgen.

Seit 2005 … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Statement zu Arbeitsmarkt-Reformvorschlägen

Eine fehlende Qualifizierung ist die wichtigste Ursache für die Arbeitslosigkeit und die hohe Einkommensungleichheit in Deutschland heute. Die über eine Million Langzeitarbeitslose sind die Vergessenen der vergangenen Arbeitsmarktreformen. Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, dass es bei einer Million offener Stellen noch immer 2,7 Millionen Arbeitslose, und davon eine Million Langzeitarbeitslose, gibt.

Eine fehlende oder schlechte Qualifizierung sehr vieler Menschen ist einer der wichtigsten Gründe für den ungewöhnlich großen Niedriglohnbereich in Deutschland und dafür, dass Deutschland eine der größten Ungleichheiten … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wahlen 2017 ZEIT Kolumne

Wer arm ist, wird noch ärmer

Dieser Beitrag ist am 03. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Noch mehr Deutsche als bislang sind von Armut bedroht. Ausgerechnet ihnen hören Politiker immer weniger zu. Der Trend verselbstständigt sich und bedroht die Demokratie.

Erst vor kurzer Zeit hat die Bundesregierung ihren 5. Armuts- und Reichtumsbericht präsentiert. Die Öffentlichkeit hatte sich damals schon darüber empört, dass bestimmte Passagen zur politischen Einflussnahme der Vermögenden gestrichen worden waren. Eine breite politische Teilhabe ist eine ganz zentrale Voraussetzung … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Kein Neid, bitte

Dieser Beitrag ist am 3. Februar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

„Zeit für Gerechtigkeit“ hat Martin Schulz als Motto seines Wahlkampfs gegen Angela Merkel ausgegeben. In einem Land, in dem 70 Prozent der Menschen die Ungleichheit als zu hoch empfinden, wird der Slogan auf offene Ohren treffen. Aber die Frage der Gerechtigkeit ist nicht diejenige, um die es jetzt gehen sollte. Anders als Ungleichheit, die belegt und deren Auswirkungen bemessen werden kann, ist Gerechtigkeit etwas Subjektives, … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Sein Erfolg speist sich aus Frust und Angst

Dieser Beitrag ist am 20. Januar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Donald Trump wird solange erfolgreich sein, wie er Menschen und Länder gegeneinander aufbringen kann. Es gibt einen Weg, um diese Anti-Politik zu durchbrechen.

Der 20. Januar 2017 ist bereits jetzt ein historischer Tag – mit dem Amtsantritt Donald Trumps zum US Präsidenten beginnt eine neue Ära. Die allgemeine Erwartung ist, dass Donald Trump als Präsident scheitern wird und es nur eine Frage der Zeit ist, … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Ungleichheit ZEIT Kolumne

Noch immer in der Steinzeit

Dieser Beitrag ist am 13. Januar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Frauen sind doch selber schuld, dass sie weniger verdienen, und eine gesetzliche Regelung für Lohngerechtigkeit wäre nur unnötig teuer? Diese Argumente sind grundfalsch.

In den vergangenen Tagen ist eine hitzige Debatte über das Gesetz für Lohngerechtigkeit entbrannt, das helfen soll, eine Diskriminierung bei Löhnen zwischen Männern und Frauen zu beheben. Es gibt viel Kritik an diesem Gesetz mit dem Argument, es gebe keine Diskriminierung gegen … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Ungleichheit

Unsere Zukunft wird verramscht

Dieser Beitrag ist am 6. Januar in der WirtschaftsWoche erschienen.

Deutschland geht es blendend. Aber statt unser Land zukunftsfest zu machen, verteilt die Politik Geschenke.

Deutschland beginnt dieses Jahr auf dem Höhepunkt. In keinem Januar in den vergangenen drei Jahrzehnten standen die deutsche Wirtschaft und der Sozialstaat besser da. Die Arbeitslosenquote liegt auf dem niedrigsten Stand seit 1991, die Erwerbsquote, gerade unter Frauen, war nie höher, die deutschen Unternehmen erzielen riesige Exporterlöse und der Bundesfinanzminister verwaltet die größten Überschüsse seit … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Wer wenig verdient, kann nicht sparen

Dieser Beitrag ist am 6. Januar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen / Vermögensungleichheit“ erschienen.

In Deutschland sind Vermögen so ungleich verteilt wie in kaum einem Land der Eurozone. Der Sozialstaat kann das nicht auffangen. Es braucht endlich gerechte Politik.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte keine frohe Weihnachtsbotschaft: Laut ihrer neuesten Erhebung hat Deutschland mit die höchste Ungleichheit bei privaten Vermögen in der Eurozone. Dabei ist das Problem nicht, dass in kaum einem Land die reichsten zehn Prozent … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Ist die Ungleichheit schuld?

Dieses Streitgespräch mit Clemens Fuest ist am 15. Dezember auf ZEITONLINE erschienen.

DIE ZEIT: Donald Trump, der Brexit, in Deutschland der Erfolg der AfD – erleben wir gerade den Aufstand der Verlierer, Herr Fratzscher?

Marcel Fratzscher: Das Wort Verlierer ist mir zu hart, aber die Ursache dieser Phänomene ist überall eine ähnliche: Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es ungerecht zugeht, sie erkennen, dass sie in ihren Chancen und Freiheiten beschnitten werden, dass es den eigenen Kindern nicht besser … [weiterlesen]

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