Geldpolitik Ungleichheit ZEIT Kolumne

Mehr Fairness bei Erbschaften

Dieser Beitrag ist am 8. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Erben ist ein emotionales Thema. Es führt häufig zu Streit in der Familie, nicht nur über die Verteilung des Erbes, sondern auch über Wertschätzung und Identität. Und es spaltet unsere Gesellschaft, da es kaum etwas gibt, das ungleicher verteilt ist, bei dem einige sehr viel und viele wenig oder nichts erhalten. Leider endet die Auseinandersetzung um das Thema Erben allzu häufig in einer Neiddebatte und … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Frauen können die Rente retten

Dieser Beitrag ist am 28. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Pläne der großen Koalition gehen die fundamentalen Probleme der Rentenversicherung nicht an. Einige würden lieber künftigen Bundesregierungen die schmerzvollen Reformen überlassen, andere wiederum versprechen eine stabile Rente – ohne jedoch zu sagen, wer diese finanzieren soll. Dabei würde eine einzige, bisher kaum diskutierte Lösung eine stabile und auskömmliche Rente auch langfristig möglich machen: eine höhere Erwerbstätigkeit von Frauen. Dies setzt allerdings einen Mentalitätswandel bei … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit ZEIT Kolumne

Das gesetzliche Rentensystem verschärft die Polarisierung

Dieser Beitrag ist am 31. August in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Wie gerecht ist die Rente? Gerechtigkeit ist subjektiv, und jeder beantwortet diese Frage unterschiedlich. Der gegenwärtige Streit um die Zukunft der Rente ignoriert aber, dass Deutschlands gesetzliche Rentenversicherung (GRV) eine massive Umverteilung von unten nach oben betreibt, von einkommensschwachen zu einkommensstarken Menschen. Der Grund: Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland korreliert sehr stark mit ihrem Einkommen. Ärmere Menschen sterben häufig jünger, sie beziehen also … [weiterlesen]

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Migration Ungleichheit ZEIT Kolumne

Arm sind nicht nur Migranten

Dieser Beitrag ist am 01. Juni in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Es ist ein Mythos, dass Ungleichheit und Armut in Deutschland vor allem durch die Zuwanderung begründet sind. Ja, das Armutsrisiko in Deutschland nimmt zu, und eine Erklärung dafür ist in der Tat die zunehmende Migration. Viele der Menschen, die neu ins Land kommen, beziehen zuerst einmal geringe Löhne und Einkommen und sind relativ häufig von Armut bedroht. Aber dies ist eben nur eine Erklärung.

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Migration Ungleichheit ZEIT Kolumne

Ausgrenzung ist keine Lösung

Dieser Beitrag ist am 07. Mai in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

In einem lesenswerten und erstaunlich offenen Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der mit seinen Positionen und Forderungen in der Flüchtlingspolitik schon oft polarisiert hat, kürzlich dargelegt, wieso ihm der Begriff Heimat so am Herzen liegt und was er mit seiner Politik bezwecken will.

Punktgenau beschreibt Seehofer, wie der Verlust von gesellschaftlichem Zusammenhalt und die zunehmende Polarisierung das Land und … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Fünf Ideen für ein besseres Hartz IV

Dieser Beitrag ist am 20. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Endlich diskutiert Deutschland über seine Sozialsysteme – das war längst überfällig. Gesundheitsminister Jens Spahn provoziert mit seiner Aussage, Hartz IV sei nicht mit Armut gleichzusetzen. Und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat mit seinem Vorschlag für ein solidarisches Grundeinkommen Bewegung in die Diskussion gebracht. Demographische Alterung, Globalisierung und technologischer Wandel werden schon bald die deutschen Sozialsysteme neu herausfordern.

Deutschland hat im internationalen Vergleich einen starken … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik Ungleichheit ZEIT Kolumne

Der Mythos der bösen Geldpolitik

Dieser Beitrag ist am 6. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) enteigne die Sparerinnen und Sparer, und sie erhöhe dadurch die Ungleichheit: Das ist der Vorwurf vieler EZB-Kritiker in Deutschland. Angesichts der Tatsache, dass man wegen der EZB-Politik kaum noch Zinsen auf sein Sparkonto bekommt, scheint diese Behauptung auf den ersten Blick einleuchtend. Aber ist sie auch wahr?

Eine genauere Analyse zeigt, dass die Geldpolitik der EZB die Ungleichheit bei … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Gut gemeint, schlecht ausgeführt

Dieser Beitrag ist am 23. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Heutzutage sind in Deutschland annähernd so viele Frauen wie Männer berufstätig – doch auf Frauen entfällt ein Drittel, auf Männer entfallen zwei Drittel des gesamten Einkommens im Land. Dieses Missverhältnis ist das Ergebnis einer manchmal gut gemeinten, aber zu häufig schlecht gemachten Politik. Eine Politik, die enorme Kosten nicht nur für Frauen, sondern für die gesamte Gesellschaft hat.

Es gibt viele Gründe für die signifikanten Unterschiede zwischen … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Deutschlands neue innerdeutsche Grenze

Dieser Beitrag ist am 9. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

In fast keinem anderen westlichen Land sind die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Regionen so groß wie in Deutschland. Diese überraschende Erkenntnis der OECD steht im Widerspruch zum Anspruch unseres Grundgesetzes. Es verpflichtet nämlich die Politik dazu, allen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland gleichwertige Lebensbedingungen zu gewährleisten – unabhängig von ihrem Wohnort. Diese regionale Ungleichheit spaltet Deutschland und ist eine große Herausforderung für die Politik.

Es gibt … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Warum zahlt uns Google nicht eine Nutzungsgebühr?

Dieser Beitrag ist am 23. Februar in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Der technologische Wandel hat es möglich gemacht, dass uns Maschinen, Software oder anderes Know-how bei der Arbeit unterstützen und so die Arbeitsproduktivität steigt. Wohlstand und Produktivität in Deutschland sind heute viel höher als früher, das Land erwirtschaftet also viel mehr Wirtschaftskraft als noch vor 50 Jahren.

Gleichzeitig nimmt jedoch der Anteil der gesamten Wirtschaftsleistung ab, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugutekommt. Der Anteil des Faktors Kapital … [weiterlesen]

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