Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Nicht besser als Frankreich

Dieser Beitrag ist am 21. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Seit Wochen destabilisiert der Aufstand der Gelbwesten Frankreich, wirtschaftlich wie politisch. Ein Stein des Anstoßes ist die Abschaffung der Vermögensteuer für Superreiche und die Erhöhung der Benzinsteuer, die vor allem Menschen mit geringen Einkommen belastet. Die Politik tut überrascht und verteidigt sich mit dem Argument, man habe doch auch die Mittelschicht und Geringverdienende in der Vergangenheit entlastet.

In Deutschland schauen wir mit Unverständnis auf Frankreich und … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Ein Deutschlandfonds statt Aktien für Arme

Dieser Beitrag ist am 5. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Der Vorschlag von Friedrich Merz, Aktieneigentum steuerlich zu fördern, ist ein Beispiel für eine gut gemeinte Idee. Es ist erfreulich, dass mittlerweile fast alle politischen Parteien erkannt haben, wie groß das Problem der fehlenden Altersvorsorge in Deutschland ist. Nach einer Studie des DIW Berlin muss mehr als die Hälfte derer, die in den kommenden Jahren in Rente gehen, eine zum Teil massive Einschränkung ihres Lebensstandards hinnehmen,

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

40 Jahre lang Mindestlohn sichern nicht die Rente

Dieser Beitrag ist am 23. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Hartz IV ist für viele ein rotes Tuch. Zurzeit eskaliert mal wieder die Diskussion, wie man Hartz IV ersetzen oder überkommen könne. Diese Reformen werden gerne als Ursache für steigende Armut, zunehmende Ungleichheit und soziale Polarisierung gesehen. Dabei wird Hartz IV lediglich als Sündenbock für Probleme missbraucht, die andere zu verantworten haben. Statt auf eine Phantomdiskussion um Hartz IV sollte sich die Politik vielmehr auf die Frage … [weiterlesen]

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Uncategorized Ungleichheit ZEIT Kolumne

Leistung muss sich für alle lohnen

Dieser Beitrag ist am 16. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Sie kennen das Argument: In diesen wirtschaftlich guten Zeiten müsse man nun endlich mal die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger entlasten, damit ihre Leistung angemessen gewürdigt wird. Klingt überzeugend. Nur: Wer sind denn die sogenannten Leistungsträger unserer Gesellschaft? Meist sind solche Menschen gemeint, die hohe Steuern zahlen und somit die Finanzierung unseres starken Sozialstaats ermöglichen.

Das ist jedoch eine sehr verzerrte Wahrnehmung von gesellschaftlicher Leistung. Um eine sinnvolle Debatte … [weiterlesen]

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Geldpolitik Ungleichheit ZEIT Kolumne

Mehr Fairness bei Erbschaften

Dieser Beitrag ist am 8. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Erben ist ein emotionales Thema. Es führt häufig zu Streit in der Familie, nicht nur über die Verteilung des Erbes, sondern auch über Wertschätzung und Identität. Und es spaltet unsere Gesellschaft, da es kaum etwas gibt, das ungleicher verteilt ist, bei dem einige sehr viel und viele wenig oder nichts erhalten. Leider endet die Auseinandersetzung um das Thema Erben allzu häufig in einer Neiddebatte und … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Frauen können die Rente retten

Dieser Beitrag ist am 28. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Pläne der großen Koalition gehen die fundamentalen Probleme der Rentenversicherung nicht an. Einige würden lieber künftigen Bundesregierungen die schmerzvollen Reformen überlassen, andere wiederum versprechen eine stabile Rente – ohne jedoch zu sagen, wer diese finanzieren soll. Dabei würde eine einzige, bisher kaum diskutierte Lösung eine stabile und auskömmliche Rente auch langfristig möglich machen: eine höhere Erwerbstätigkeit von Frauen. Dies setzt allerdings einen Mentalitätswandel bei … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit ZEIT Kolumne

Das gesetzliche Rentensystem verschärft die Polarisierung

Dieser Beitrag ist am 31. August in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Wie gerecht ist die Rente? Gerechtigkeit ist subjektiv, und jeder beantwortet diese Frage unterschiedlich. Der gegenwärtige Streit um die Zukunft der Rente ignoriert aber, dass Deutschlands gesetzliche Rentenversicherung (GRV) eine massive Umverteilung von unten nach oben betreibt, von einkommensschwachen zu einkommensstarken Menschen. Der Grund: Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland korreliert sehr stark mit ihrem Einkommen. Ärmere Menschen sterben häufig jünger, sie beziehen also … [weiterlesen]

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Migration Ungleichheit ZEIT Kolumne

Arm sind nicht nur Migranten

Dieser Beitrag ist am 01. Juni in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Es ist ein Mythos, dass Ungleichheit und Armut in Deutschland vor allem durch die Zuwanderung begründet sind. Ja, das Armutsrisiko in Deutschland nimmt zu, und eine Erklärung dafür ist in der Tat die zunehmende Migration. Viele der Menschen, die neu ins Land kommen, beziehen zuerst einmal geringe Löhne und Einkommen und sind relativ häufig von Armut bedroht. Aber dies ist eben nur eine Erklärung.

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Migration Ungleichheit ZEIT Kolumne

Ausgrenzung ist keine Lösung

Dieser Beitrag ist am 07. Mai in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

In einem lesenswerten und erstaunlich offenen Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der mit seinen Positionen und Forderungen in der Flüchtlingspolitik schon oft polarisiert hat, kürzlich dargelegt, wieso ihm der Begriff Heimat so am Herzen liegt und was er mit seiner Politik bezwecken will.

Punktgenau beschreibt Seehofer, wie der Verlust von gesellschaftlichem Zusammenhalt und die zunehmende Polarisierung das Land und … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Fünf Ideen für ein besseres Hartz IV

Dieser Beitrag ist am 20. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Endlich diskutiert Deutschland über seine Sozialsysteme – das war längst überfällig. Gesundheitsminister Jens Spahn provoziert mit seiner Aussage, Hartz IV sei nicht mit Armut gleichzusetzen. Und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat mit seinem Vorschlag für ein solidarisches Grundeinkommen Bewegung in die Diskussion gebracht. Demographische Alterung, Globalisierung und technologischer Wandel werden schon bald die deutschen Sozialsysteme neu herausfordern.

Deutschland hat im internationalen Vergleich einen starken … [weiterlesen]

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