Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Für eine kluge Entlastung von Unternehmen

Mit einer großen Steuerreform will US-Präsident Donald Trump amerikanische Unternehmen entlasten. Auch andere Partnerländer Deutschlands wie Frankreich und Belgien sind dabei, die Steuersätze für Unternehmen zu senken. Vor diesem Hintergrund erheben sich auch hierzulande Stimmen – vor allem aus der Ecke der Wirtschaftsverbände –, die für eine Senkung der Einkommen- und Unternehmensteuern werben. Und in der Tat zeigen die geringen privaten Investitionen in Deutschland, dass Unternehmen nicht ausreichend Investitionsanreize haben. Steuersenkungen per Gießkannenprinzip wären jedoch die falsche Antwort.

Unternehmensteuern in … [weiterlesen]

Weiterlesen
Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Deutschland braucht Investitionen statt Wahlgeschenke

Dieser Text ist am 03. Mai 2018 als Gastbeitrag auf Spiegel Online erschienen.

Der erste Haushalt der neuen Bundesregierung ist ein schwieriger Balanceakt. Er verspricht Überschüsse mit einem Schuldenabbau bei gleichzeitig deutlich höheren Ausgaben.

Zu weiteren Forderungen, wie Mehrausgaben für Verteidigung und Entwicklungshilfe, wird der neue Bundesfinanzminister Olaf Scholz sehr bald eine klare Ansage machen müssen, um den Begehrlichkeiten Einhalt zu gebieten. Die zentrale Frage ist, ob die neue Bundesregierung es wirklich ernst meint und den Zukunftsinvestitionen höchste Priorität einräumt, … [weiterlesen]

Weiterlesen
Wirtschaftspolitik

Kommentar zum Bundeshaushaltsentwurf

Der Rückgang der Investitionen im Bundeshaushalt ist eine Enttäuschung. Finanzminister Scholz besteht natürlich zu Recht auf dem Einhalten der schwarzen Null. In diesem Wirtschaftsboom muss ein Finanzminister Überschüsse erzielen und Schulden aktiv abbauen. Positiv im Bundeshaushalt ist auch der starke Anstieg von Ausgaben für Bildung und Innovation, die nur zum Teil als Investitionen im Haushalt verbucht werden, aber für das Land enorm wichtig sind. Allerdings sollte die neue Bundesregierung finanzschwache Kommunen deutlich stärker unterstützen, damit diese ihren riesigen Investitionsstau von … [weiterlesen]

Weiterlesen
Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Welche Arbeit durch Digitalisierung aufgewertet wird

Dieser Text ist am 29. April 2018 als Gastbeitrag im Tagesspiegel erschienen.

Nach und nach macht sich die Erkenntnis breit, dass die Digitalisierung, die uns im täglichen Leben so viele nützliche Dienste erweist, auch viele Jobs zerstören wird. Dunkle Prophezeiungen und Angstszenarien machen die Runde, wonach es zukünftig nur noch erlesene Jobs für einige wenige Hochqualifizierte und Arbeitslosigkeit für die meisten – weil ja Maschinen und Computer alles erledigen – geben wird. In der Folge wird die Gesellschaft noch polarisierter … [weiterlesen]

Weiterlesen
Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftspolitik

Wo Deutschland und China wirklich zu protektionistisch sind

Dieser Beitrag ist am 15. März bei SPIEGEL ONLINE erschienen.

US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Vorwurf, China, Deutschland und andere betrieben Protektionismus, nicht ganz Unrecht. Viele hören es nicht gerne, aber Deutschlands riesiger Leistungsbilanzüberschuss in Höhe von rund acht Prozent der Wirtschaftsleistung ist nicht in erster Linie das Resultat deutscher Exportstärke, sondern der deutschen Import- und Investitionsschwäche. Um einen Handelskonflikt zu vermeiden, der letztlich vor allem Deutschland schaden würde, muss sich die Bundesregierung guten Argumenten öffnen und eigene Schwächen … [weiterlesen]

Weiterlesen
Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Deutschlands neue innerdeutsche Grenze

Dieser Beitrag ist am 9. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

In fast keinem anderen westlichen Land sind die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Regionen so groß wie in Deutschland. Diese überraschende Erkenntnis der OECD steht im Widerspruch zum Anspruch unseres Grundgesetzes. Es verpflichtet nämlich die Politik dazu, allen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland gleichwertige Lebensbedingungen zu gewährleisten – unabhängig von ihrem Wohnort. Diese regionale Ungleichheit spaltet Deutschland und ist eine große Herausforderung für die Politik.

Es gibt … [weiterlesen]

Weiterlesen
Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Warum zahlt uns Google nicht eine Nutzungsgebühr?

Dieser Beitrag ist am 23. Februar in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Der technologische Wandel hat es möglich gemacht, dass uns Maschinen, Software oder anderes Know-how bei der Arbeit unterstützen und so die Arbeitsproduktivität steigt. Wohlstand und Produktivität in Deutschland sind heute viel höher als früher, das Land erwirtschaftet also viel mehr Wirtschaftskraft als noch vor 50 Jahren.

Gleichzeitig nimmt jedoch der Anteil der gesamten Wirtschaftsleistung ab, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugutekommt. Der Anteil des Faktors Kapital … [weiterlesen]

Weiterlesen
Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Noch mehr Kindergeld bringt nichts

Dieser Beitrag ist am 9. Februar in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Glaubt man der jüngsten Studie der Bertelsmann-Stiftung, sind in Deutschland einkommensschwache Familien, vor allem Alleinerziehende, mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit arm, als die offiziellen Statistiken vermuten lassen. Demnach ist auch die Schere zwischen armen und reichen Familien noch größer als vermutet.

Egal, welchen Zahlen man glaubt, welche Methodik am besten geeignet ist – diese Studie folgt ganz vielen anderen Warnrufen, die alle zum gleichen Schluss … [weiterlesen]

Weiterlesen
Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Von Schulden und Blasen

Dieser Text ist am 9. Januar als Gastbeitrag auf handelsblatt.com erschienen.

Das Jahr 2018 wird das Jahr des Hundes nach dem chinesischen Kalender. Wird es für China vielleicht auch das Jahr der Finanzkrise? Viele mag diese Frage überraschen, denn Chinas Wirtschaft läuft beeindruckend gut. Tatsache ist aber, dass noch kein einziges Schwellenland den Übergang zur Industrienation ohne tiefgreifende Finanzkrise geschafft hat. Trotz und gerade auch wegen der Euphorie über Chinas Wirtschaftswunder mehren sich die Ungleichgewichte und Risiken, die China in … [weiterlesen]

Weiterlesen
Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Schafft das Ehegattensplitting endlich ab

Dieser Beitrag ist am 8. Januar bei SPIEGEL ONLINE erschienen. Co-Autorin dieses Gastbeitrags ist Katharina Wrohlich, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Gender Studies am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind in Deutschland in vieler Hinsicht deutlich höher als in vergleichbaren Ländern. Bei Löhnen, Steuern, Arbeitszeit, Karrierechancen, Rente und Armut stehen Frauen im Vergleich zu Männern hierzulande deutlich schlechter da als in anderen westlichen Staaten. Dafür gibt es viele Gründe, einer davon ist das Ehegattensplitting.

Deshalb … [weiterlesen]

Weiterlesen