Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Armut gefährdet die Demokratie

Dieser Beitrag ist am 17. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die deutsche Wirtschaft brummt, so scheint es, aber auch die Anzahl der Arbeitnehmer, die von Armut bedroht sind, nimmt deutlich zu. Das ist ein blinder Fleck in der Diskussion um Arbeitsmarktreformen. Die Politik muss die Frage beantworten, wie „gute“ Arbeit in Zukunft definiert werden soll und wie sie mehr Menschen die Chance geben kann, mit ihrer eigenen Arbeit für sich selbst zu sorgen.

Seit 2005 … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftspolitik

America First, But Germany Second

If Trump wants a Europe that takes care of its own needs, he needs a strong partner in Berlin.

Donald Trump’s relationship with Angela Merkel has gotten off to a rocky start. Trump has, effectively, singled out Germany and its chancellor as his main nemesis in Europe. He has criticized her for her policy toward refugees, for an unfair trade policy, and for a lack of leadership in Europe. For its part, the German government, alongside many of its European … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Germany’s Misunderstood Trade Surplus

Now that Germany’s current-account surplus has reached a record €270 billion ($285 billion), or close to 8.7% of GDP, the ongoing debate about its economic model has intensified. Eurozone politicians and Donald Trump’s administration in the United States are each blaming the other for the economic imbalance; and all are blaming the euro.

Trump’s administration, for its part, has attacked Germany for exporting too much, and accused it of manipulating the euro. In fact, Germany’s trade surplus has little to … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Statement zu Arbeitsmarkt-Reformvorschlägen

Eine fehlende Qualifizierung ist die wichtigste Ursache für die Arbeitslosigkeit und die hohe Einkommensungleichheit in Deutschland heute. Die über eine Million Langzeitarbeitslose sind die Vergessenen der vergangenen Arbeitsmarktreformen. Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, dass es bei einer Million offener Stellen noch immer 2,7 Millionen Arbeitslose, und davon eine Million Langzeitarbeitslose, gibt.

Eine fehlende oder schlechte Qualifizierung sehr vieler Menschen ist einer der wichtigsten Gründe für den ungewöhnlich großen Niedriglohnbereich in Deutschland und dafür, dass Deutschland eine der größten Ungleichheiten … [weiterlesen]

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Europa Wahlen 2017 Wirtschaftspolitik

A German debate over the future of Europe is long overdue

The op-ed was first published on FT.com on February 28, 2017. 

The emergence of Martin Schulz as the centre-left Social Democrats’ (SPD) candidate for chancellor has fundamentally altered the dynamics of German politics. It is also changing the debate in Germany on inequality and the future of Europe in ways that will have a significant impact across the continent.

Germany is regarded as an economic success story. Unemployment is at its lowest level since reunification, while the trade surplus has … [weiterlesen]

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Europa Wirtschaftspolitik

Statement zur Abstimmung EU-Kanada Freihandelsabkommen Ceta im EU-Parlament

Die Abstimmung für CETA ist eine gute Entscheidung für Europa und gerade auch für Deutschland. Sicherlich hat CETA auch Schwächen. Aber CETA wird die europäische Wirtschaft stärken, auch wenn die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen nicht überschätzt werden sollten. Das wichtigste bei CETA ist das Signal, das es an die Welt sendet. Die Entscheidung für CETA ist ein starkes Signal, dass Europa offen für die Welt bleibt und den Protektionismus des Donald Trump entschieden ablehnt. Europa muss diesen Kurs weiter fortsetzen und … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftspolitik

Deutscher Protektionismus

Dieser Text wurde am 12. Februar als Gastbeitrag im Handelsblatt veröffentlicht.

Die Kritik der US-Regierung an Deutschlands Handelsbilanzüberschüssen hat hierzulande kollektive Empörung ausgelöst. Vieles an dieser Kritik ist falsch – wie der Vorwurf, Deutschland manipuliere den Euro und missbrauche die EU für seine Interessen. Aber es gibt auch einen wahren Kern an dieser Kritik, mit der uns seit langem auch unsere europäischen Nachbarn konfrontieren. Diese Kritik lautet: Der hohe Exportüberschuss spiegelt wider, dass sich Deutschland protektionistisch verhält. Das ist ein … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Kein Neid, bitte

Dieser Beitrag ist am 3. Februar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

„Zeit für Gerechtigkeit“ hat Martin Schulz als Motto seines Wahlkampfs gegen Angela Merkel ausgegeben. In einem Land, in dem 70 Prozent der Menschen die Ungleichheit als zu hoch empfinden, wird der Slogan auf offene Ohren treffen. Aber die Frage der Gerechtigkeit ist nicht diejenige, um die es jetzt gehen sollte. Anders als Ungleichheit, die belegt und deren Auswirkungen bemessen werden kann, ist Gerechtigkeit etwas Subjektives, … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geldpolitik Wirtschaftspolitik

Warum die US-Kritik an Deutschland teilweise stimmt

Dieser Artikel ist am 31. Januar als Gastbeitrag auf SPIEGEL Online erschienen.

Donald Trump hat Deutschland vorgeworfen, die EU als Instrument für die eigenen Interessen zu missbrauchen. Seine Regierung legt nun nach und bezeichnet Deutschland als Währungsmanipulator und droht mit harten Konsequenzen. Bei allem Unfug und falschen Argumenten, die diese Vorwürfe enthalten, muss die deutsche Politik diese Kritik ernst nehmen. Sie kommt seit vielen Jahren auch von anderen Europäern, der EU-Kommission, dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Industrieländerorganisation OECD und anderen.… [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Das ist billiger Populismus, was Donald Trump macht

Dieses Gespräch mit Jasper Barenberg ist am 24. Januar im Deutschlandfunk erschienen.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, kritisiert den Ausstieg der USA aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP. Er werde das Gegenteil von dem bewirken, was Präsident Donald Trump angekündigt habe. Den amerikanischen Arbeitern werde geschadet.

Jasper Barenberg: Donald Trump hat gesagt, der Ausstieg aus TPP ist eine großartige Sache für die Arbeitnehmer in den USA. Ist das eine gute Nachricht für Arbeitnehmer dort?

Marcel Fratzscher: Nein. … [weiterlesen]

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