Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Mehr Freiheit fördern

Dieser Beitrag ist am 23. Juni in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die gesellschaftliche Spaltung ist nicht erst durch die Wahl von Donald Trump und den Aufstieg rechtsextremer Populisten in Europa offensichtlich geworden. Angesichts sozialer Ungleichheit und Verunsicherung überraschen die politische Polarisierung und der zunehmende Verteilungskampf wenig. Als Reaktion muss die Politik grundlegend umdenken in der Sozialpolitik, mit dem Ziel, die wirtschaftliche, soziale und politische Teilhabe der Menschen zu verbessern und ihnen damit neue Lebenschancen zu eröffnen.

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EZB Geldpolitik Wirtschaftspolitik

Deutsche Doppelmoral

Dieser Beitrag ist am 29. Mai im Handelsblatt erschienen.

Die Empörung in Deutschland über die Weigerung der EZB, ihre expansive Geldpolitik zu beenden, nimmt wieder zu und wird sich wohl auch nach der nächsten EZB-Entscheidung Anfang Juni weiter verschärfen. Die Wirtschaft brummt doch, die Inflation steigt, und die Risiken werden geringer, so die Wahrnehmung vieler in unserem Land. Stimmt das? Handelt die EZB falsch, und ist sie gar an vielen Problemen schuld, wie unserem Handelsüberschuss, wie von manchen behauptet? Oder … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Das Grundeinkommen macht nicht frei

Dieser Beitrag ist am 28. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Bekäme jeder Bürger monatlich eine feste Summe vom Staat, unser Land würde nicht gerechter noch liberaler. Im Gegenteil: Die Spaltung der Gesellschaft würde zementiert.

„Freiheit für den Hecht bedeutet Tod für die Putzerfische“, beschrieb der britische Philosoph Isaiah Berlin die Konflikte in Industriegesellschaften. Technologischer Wandel und Globalisierung haben einigen Menschen enorme Freiheiten und Chancen eröffnet. Viele andere fühlen sich durch diese Entwicklungen bedroht, bangen um … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Gleiche Chancen für alle statt Grundeinkommen

Dieser Beitrag ist am 14. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Über das bedingungslose Grundeinkommen wird gerade wieder intensiv diskutiert. Zwar hatten die Schweizer es im vergangenen Jahr abgelehnt, aber andere Länder unternehmen bereits Experimente, um herauszufinden, wie ein solches Grundeinkommen wirken könnte.

Es wird als Heilsbringer gehandelt: von einigen als Rezept gegen die soziale Ungleichheit und für eine Modernisierung der Sozialsysteme, von anderen als Kompensation für den Wegfall von Arbeitsplätzen durch den technologischen Wandel. Das

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Zufrieden und unzufrieden zugleich

Dieser Beitrag ist am 6. April auf faz.net erschienen.

Nie waren die Deutschen zufriedener mit ihrem eigenen Leben. Gleichzeitig gibt es eine tiefe Unzufriedenheit mit dem Zustand der Gesellschaft. Das ist kein Widerspruch. Ein Gastbeitrag.

Nie seit der Wiedervereinigung waren so viele Deutsche mit ihrem persönlichen Leben so zufrieden wie heute. Gleichzeitig waren mit 70 Prozent der Deutschen selten so viele unzufrieden mit der sozialen Ungleichheit und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ist dies nicht ein Widerspruch? Lassen sich die Menschen diese … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Armut gefährdet die Demokratie

Dieser Beitrag ist am 17. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die deutsche Wirtschaft brummt, so scheint es, aber auch die Anzahl der Arbeitnehmer, die von Armut bedroht sind, nimmt deutlich zu. Das ist ein blinder Fleck in der Diskussion um Arbeitsmarktreformen. Die Politik muss die Frage beantworten, wie „gute“ Arbeit in Zukunft definiert werden soll und wie sie mehr Menschen die Chance geben kann, mit ihrer eigenen Arbeit für sich selbst zu sorgen.

Seit 2005 … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftspolitik

America First, But Germany Second

If Trump wants a Europe that takes care of its own needs, he needs a strong partner in Berlin.

Donald Trump’s relationship with Angela Merkel has gotten off to a rocky start. Trump has, effectively, singled out Germany and its chancellor as his main nemesis in Europe. He has criticized her for her policy toward refugees, for an unfair trade policy, and for a lack of leadership in Europe. For its part, the German government, alongside many of its European … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Germany’s Misunderstood Trade Surplus

Now that Germany’s current-account surplus has reached a record €270 billion ($285 billion), or close to 8.7% of GDP, the ongoing debate about its economic model has intensified. Eurozone politicians and Donald Trump’s administration in the United States are each blaming the other for the economic imbalance; and all are blaming the euro.

Trump’s administration, for its part, has attacked Germany for exporting too much, and accused it of manipulating the euro. In fact, Germany’s trade surplus has little to … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Statement zu Arbeitsmarkt-Reformvorschlägen

Eine fehlende Qualifizierung ist die wichtigste Ursache für die Arbeitslosigkeit und die hohe Einkommensungleichheit in Deutschland heute. Die über eine Million Langzeitarbeitslose sind die Vergessenen der vergangenen Arbeitsmarktreformen. Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, dass es bei einer Million offener Stellen noch immer 2,7 Millionen Arbeitslose, und davon eine Million Langzeitarbeitslose, gibt.

Eine fehlende oder schlechte Qualifizierung sehr vieler Menschen ist einer der wichtigsten Gründe für den ungewöhnlich großen Niedriglohnbereich in Deutschland und dafür, dass Deutschland eine der größten Ungleichheiten … [weiterlesen]

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Europa Wahlen 2017 Wirtschaftspolitik

A German debate over the future of Europe is long overdue

The op-ed was first published on FT.com on February 28, 2017. 

The emergence of Martin Schulz as the centre-left Social Democrats’ (SPD) candidate for chancellor has fundamentally altered the dynamics of German politics. It is also changing the debate in Germany on inequality and the future of Europe in ways that will have a significant impact across the continent.

Germany is regarded as an economic success story. Unemployment is at its lowest level since reunification, while the trade surplus has … [weiterlesen]

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