Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Frauen und Kinder fördern – nicht Hochzeiten

Dieser Beitrag ist am 1. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Egal, wie die zukünftige Regierung in Deutschland aussieht: Steuern werden höchst wahrscheinlich ein zentrales Streitthema zwischen den Koalitionären sein. Schließlich liegt es im Wesen von Parteien, dass sie Entlastungen für ihre Wähler durchboxen wollen.

Ein Aspekt kam in den Wahlprogrammen, aber auch in den gescheiterten Sondierungsgesprächen auffällig wenig vor: die systematische Benachteiligung von Frauen durch das Steuer- und Abgabesystem. Dabei richtet diese Diskriminierung einen massiven … [weiterlesen]

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Uncategorized Wahlen 2017 Wirtschaftspolitik

„Deutschland braucht eine handlungsfähige Regierung mit klaren Zielen und Visionen“

Die Sondierungen zwischen den Jamaika-Parteien haben Deutschland wochenlang in Atem gehalten und sind trotzdem nicht zum Abschluss gekommen. Sehr überraschend ist es nicht, denn sie waren wenig mehr als ein Abstecken roter Linien und die Suche nach kleinste gemeinsame Nenner. Noch sind nicht alle Stricke gerissen. Die Jamaika-Parteien müssen einen neuen Anlauf machen, denn sie wissen, für keine von ihnen würden Neuwahlen Erfolg versprechen. Deutschland braucht eine handlungsfähige Regierung mit klaren Zielen und Visionen. Die Parteien müssen bei neuen Gesprächen … [weiterlesen]

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Wahlen 2017 Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Eine Jamaika-Regierung muss europäisch denken

Dieser Beitrag ist am 17. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

„Ich habe keine roten Linien, ich habe nur Horizonte“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zwei Tage nach den Bundestagswahlen. Bei den Jamaika-Parteien scheint genau das Gegenteil zu gelten: Sie kennen nur rote Linien und keine Horizonte. Anstatt sich über rote Linien zu streiten, wäre es dringend notwendig, gemeinsame Ziele zu identifizieren. Denn ansonsten wird eine Jamaika-Regierung von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein.

Die Jamaika-Verhandlungen 

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Wahlen 2017 Wirtschaftspolitik

Besser eine gezielte Steuerreform als mal wieder das Prinzip Gießkanne

Dieser Gastkommentar ist Teil des Artikels „Sollen Unternehmen pauschal von Steuern entlastet werden?“, der am 10. November in der WirtschaftsWoche erschienen ist.

Mit einer großen Steuerreform will US-Präsident Donald Trump die US-amerikanischen Unternehmen entlasten und im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig machen. Auch in Deutschland werden Stimmen lauter, die eine Steuerentlastung hiesiger Unternehmen fordern. Wie soll eine vermeintliche Jamaika-Koalition handeln? Steuersenkungen per Gießkannenprinzip, wie sie zurzeit diskutiert werden, sind definitiv die falsche Antwort. Besser sind gezielte Steuerentlastungen und Anreize, um vor allem … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Die Widersprüche der Wirtschaftsweisen

Dieser Gastbeitrag ist am 8. November bei SPIEGEL ONLINE erschienen.

Die Wirtschaft drohe zu überhitzen, die Umverteilung müsse ein Ende haben, warnen die Wirtschaftsweisen in ihrem Jahresgutachten. Das Gremium widerspricht sich jedoch an entscheidenden Stellen selbst.

„Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik“: Unter diesem Titel stellt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Mittwoch sein neues Jahresgutachten vor. Die Wirtschaftsweisen fordern darin von der neuen Bundesregierung eine Neujustierung der Wirtschaftspolitik, die den Wohlstand in Deutschland langfristig sichern soll. Trotz vieler guter … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Entlastet die Armen!

Dieser Beitrag ist am 3. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags wäre wirtschaftlicher Unsinn. Das Geld sollte stattdessen in alle strukturschwachen Regionen fließen – egal ob in Ost oder West.

In den aktuellen Koalitionsgesprächen streiten die Parteien heftig darüber, wie sie die hohen Haushaltsüberschüsse unter die Wähler bringen können. Sinnvoller wäre es allerdings, die Überschüsse klug in die Zukunft zu investieren: Die Herausforderungen der kommenden Jahre sind enorm und lang anhaltend – … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wirtschaftspolitik

Die Versuchung des Nationalismus

Dieser Beitrag ist am 01. Oktober bei fr.de erschienen.

Deutschland muss den Teufelskreis von geopolitischen und wirtschaftspolitischen Konflikten mit mehr Kooperation durchbrechen.

Die Wirtschaft und Finanzmärkte haben in den vergangenen Wochen irritiert auf einen möglichen militärischen Konflikt mit Nordkorea reagiert. Auch in anderen Teilen der Welt – im Mittleren Osten und Nordafrika, in der Ukraine, in der Türkei, um nur einige zu nennen – nehmen Anzahl und Schärfe der geopolitischen Konflikte zu.

Parallel dazu sind Protektionismus und wirtschaftspolitische Konflikte auf … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wahlen 2017 Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Sozialer Sprengstoff

Dieser Beitrag ist am 29. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Das Ergebnis der Bundestagswahlen war eine Überraschung mit Ansage. Seit Langem war abzusehen, dass in Deutschland der Protest nicht nur gegen die etablierten politischen Parteien, sondern gegen die sogenannten Eliten aus Politik, Wirtschaft und auch Gesellschaft zunimmt. Wir haben es nur der Zerstrittenheit der AfD zu verdanken, dass diese nicht an ihre Ergebnisse in manchen Landtagswahlen anknüpfen konnte und noch stärker wurde.

Wie soll die … [weiterlesen]

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Europa Wirtschaftspolitik

Ein Aufruf von deutschen und französischen ÖkonomInnen zur Reform der Europäischen Währungsunion

Im Euroraum gab es in letzter Zeit erfreuliche Nachrichten: Die Wirtschaft wächst wieder kräftig. Es wurden, vor allem im Bereich der Bankenunion, bedeutende institutionelle Reformen durchgeführt. Weitreichende Wirtschaftsreformen wurden eingeleitet, insbesondere in Frankreich.

Als französische und deutsche Ökonominnen und Ökonomen, die Europa und der Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern zutiefst verbunden sind, haben wir trotz der positiven Entwicklungen Sorge, dass der Euroraum immer noch großen Risiken ausgesetzt ist. Um diesen zu begegnen, ist eine gemeinsame, breitangelegte Reformanstrengung erforderlich. Ansonsten bleibt … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Und die Ungleichheit hat doch zugenommen

Dieser Beitrag ist am 15. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Kaum ein Thema ruft in Deutschland so große Emotionen hervor wie die soziale Ungleichheit. Rente, Steuern, Löhne, Geflüchtete oder Bildung – die große Mehrzahl der Themen im Bundestagswahlkampf sind direkt oder indirekt Fragen der Ungleichheit und Gerechtigkeit. Deshalb ist es so wichtig, dass auch WissenschaftlerInnen einen offenen, respektvollen Diskurs zur Frage der Ungleichheit pflegen, um die analytische Grundlage für die politische Debatte liefern zu können.

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