Ungleichheit ZEIT Kolumne

Freiheit und Gleichheit

Dieser Beitrag ist am 11. Januar in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Bei der Genderfrage muss es um Gleichberechtigung, also Chancengleichheit, und nicht um Gleichstellung, also gleiche Resultate, gehen – so die Kritik an meinen beiden letzten Kolumnen bei ZEIT ONLINE (hier und hier). Man solle also Frauen nicht zu etwas zwingen, was sie nicht wollten, und Männer nicht benachteiligen. Und die Gesetze in Deutschland stellten nun mal sicher, dass alle Menschen in unserem Land die … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Deutschlands erbärmlicher Rückstand bei der Gleichstellung

Dieser Beitrag ist am 4. Januar in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

2017 wurde mit dem Lutherjahr der 500. Geburtstag Martin Luthers mit vielen großen Festen begangen. 2018 hätten wir für unsere Gesellschaft ein mindestens genauso prägendes Ereignis feiern können – das 100. Jubiläum des Frauenwahlrechts. Abgesehen von einer hochrangigen Feier mit der Bundeskanzlerin, besucht hauptsächlich von Frauen, ist dieser wichtige Jahrestag jedoch untergegangen. Auch wenn es die Gelegenheit gewesen wäre, auf die Bedeutung der Gleichstellung hinzuweisen und auch … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Die Furcht des Mannes vor der Gleichstellung

Dieser Beitrag ist am 28. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Müssen wir Männer die Gleichstellung von Frauen fürchten? Als weißer, christlicher, deutschstämmiger, heterosexueller und gut ausgebildeter Mann in Deutschland könnte man kaum privilegierter sein und deshalb, so zumindest die Befürchtung vieler, von einer Gleichstellung der Geschlechter am meisten zu verlieren haben. Deshalb meiden viele Männer das Thema, wie der Teufel das Weihwasser. Dabei sind auch wir Männer Gewinner der Gleichstellung.

Privilegien sind unsichtbar für die Menschen, die … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Nicht besser als Frankreich

Dieser Beitrag ist am 21. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Seit Wochen destabilisiert der Aufstand der Gelbwesten Frankreich, wirtschaftlich wie politisch. Ein Stein des Anstoßes ist die Abschaffung der Vermögensteuer für Superreiche und die Erhöhung der Benzinsteuer, die vor allem Menschen mit geringen Einkommen belastet. Die Politik tut überrascht und verteidigt sich mit dem Argument, man habe doch auch die Mittelschicht und Geringverdienende in der Vergangenheit entlastet.

In Deutschland schauen wir mit Unverständnis auf Frankreich und … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Ein Deutschlandfonds statt Aktien für Arme

Dieser Beitrag ist am 5. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Der Vorschlag von Friedrich Merz, Aktieneigentum steuerlich zu fördern, ist ein Beispiel für eine gut gemeinte Idee. Es ist erfreulich, dass mittlerweile fast alle politischen Parteien erkannt haben, wie groß das Problem der fehlenden Altersvorsorge in Deutschland ist. Nach einer Studie des DIW Berlin muss mehr als die Hälfte derer, die in den kommenden Jahren in Rente gehen, eine zum Teil massive Einschränkung ihres Lebensstandards hinnehmen,

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

40 Jahre lang Mindestlohn sichern nicht die Rente

Dieser Beitrag ist am 23. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Hartz IV ist für viele ein rotes Tuch. Zurzeit eskaliert mal wieder die Diskussion, wie man Hartz IV ersetzen oder überkommen könne. Diese Reformen werden gerne als Ursache für steigende Armut, zunehmende Ungleichheit und soziale Polarisierung gesehen. Dabei wird Hartz IV lediglich als Sündenbock für Probleme missbraucht, die andere zu verantworten haben. Statt auf eine Phantomdiskussion um Hartz IV sollte sich die Politik vielmehr auf die Frage … [weiterlesen]

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Uncategorized Ungleichheit ZEIT Kolumne

Leistung muss sich für alle lohnen

Dieser Beitrag ist am 16. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Sie kennen das Argument: In diesen wirtschaftlich guten Zeiten müsse man nun endlich mal die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger entlasten, damit ihre Leistung angemessen gewürdigt wird. Klingt überzeugend. Nur: Wer sind denn die sogenannten Leistungsträger unserer Gesellschaft? Meist sind solche Menschen gemeint, die hohe Steuern zahlen und somit die Finanzierung unseres starken Sozialstaats ermöglichen.

Das ist jedoch eine sehr verzerrte Wahrnehmung von gesellschaftlicher Leistung. Um eine sinnvolle Debatte … [weiterlesen]

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Geldpolitik Ungleichheit ZEIT Kolumne

Mehr Fairness bei Erbschaften

Dieser Beitrag ist am 8. November in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Erben ist ein emotionales Thema. Es führt häufig zu Streit in der Familie, nicht nur über die Verteilung des Erbes, sondern auch über Wertschätzung und Identität. Und es spaltet unsere Gesellschaft, da es kaum etwas gibt, das ungleicher verteilt ist, bei dem einige sehr viel und viele wenig oder nichts erhalten. Leider endet die Auseinandersetzung um das Thema Erben allzu häufig in einer Neiddebatte und … [weiterlesen]

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Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft ZEIT Kolumne

Steuergeld nicht für Klientelpolitik missbrauchen

Dieser Beitrag ist am 26. Oktober in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Als die Steuerschätzer des Bundesfinanzministeriums im Mai verkündeten, dass sie in den kommenden drei Jahren Mehreinnahmen von über 60 Milliarden Euro erwarteten, weckte das große Begehrlichkeiten der Steuerlobby: Es sei an der Zeit, die Gutverdiener zu entlasten, durch eine Abschaffung des Solis, eine Erhöhung des Einkommensniveaus, ab dem der Spitzensteuersatz greift, oder einer Senkung des Spitzensteuersatzes.

Doch die Politik sollte dringend der Versuchung widerstehen, … [weiterlesen]

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Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Tag der deutschen Einheit: Der wirtschaftspolitische Kater

Dieser Beitrag ist am 3. Oktober in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

28 Jahre nach der Wiedervereinigung sind viele Menschen, vor allem in den neuen Bundesländern, unzufrieden mit den wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in Ostdeutschland. Dabei zeigt eine nüchterne Betrachtung, dass die Wiedervereinigung wirtschaftlich ein beeindruckender Erfolg war. Kaum zuvor hat eine Volkswirtschaft der Welt je eine so dramatische Veränderung erlebt und so erfolgreich gemeistert wie die ostdeutsche in den Neunzigerjahren. Dieser Erfolg, der hauptsächlich das … [weiterlesen]

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