Europa EZB

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (25.01.2018)

Die Europäische Zentralbank steht vor einem schwierigen Spagat: Einerseits muss sie die Märkte auf einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik vorbereiten, andererseits sich jedoch die Option offen halten, notfalls weiterhin Anleihen zu kaufen. Die größte Herausforderung für die EZB ist jedoch nach wie vor, dass sie ihrem Mandat entsprechend die Preisstabilität gewährleistet. Dieses Ziel ist noch immer nicht ausreichend erreicht, trotz der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum. Gerade der stärkere Euro und die damit verbundene schwächere Inflation macht der EZB das … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik

Statement zur heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB handelt klug, sich beim Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik nicht unter Druck setzen zu lassen. Kontinuität und Zuverlässigkeit sind zwei wichtige Elemente der EZB-Geldpolitik, um Verwerfungen an den Finanzmärkten zu vermeiden. Durch die gute wirtschaftliche Erholung der Eurozone steigen die Chancen, dass die EZB ihr Anleihenkaufprogramm auch wirklich im September 2018 beenden kann. Meine größten Sorgen sind die zu niedrige Kerninflation und die hohen Bankenrisiken in der Eurozone. Die neue EZB-Prognose deutet darauf hin, dass die EZB erst … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur Leitzins-Entscheidung der EZB vom 20. Juli 2017

Die EZB hält sich weiterhin alle Optionen zum Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik offen. Die Kommunikation der EZB zeigt keine substantielle Änderung ihres geldpolitischen Kurses. Die Ankündigung von EZB-Präsident Draghi macht ein sehr graduelles Ende der Anleihekäufe im Jahr 2018 wahrscheinlich. Alle anderen Fragen der Geldpolitik bleiben jedoch offen. Es bleibt offen, wie schnell die EZB ihre Anleihekäufe zurückfahren wird und vor allem, wann sie die erste Zinserhöhung tätigen wird.

Die Überreaktion der Finanzmärkte in den vergangenen Wochen auf die … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Makroökonomik Wahlen 2017

Statement zur EZB-Ratssitzung am 27. April 2017

Es ist klug und richtig, dass die EZB an ihrem geldpolitischen Kurs festhält und sich vom Störfeuer aus Deutschland nicht ablenken lässt. Vor allem der Druck auf die EZB aus Deutschland, das Anleihenkaufprogramm vorzeitig zu beenden, hat zugenommen. Die EZB handelt richtig, wenn sie diesem Druck standhält, denn die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken für den Euroraum sind nach wie vor signifikant.

Die EZB kommt ihrem Mandat der Preisstabilität nur langsam näher, da vor allem die Kerninflation noch immer zu niedrig … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geldpolitik

Statement zur EZB-Entscheidung vom 8. Dezember 2016

Die EZB-Entscheidung ist weise und ausgewogen. Sie mag viele in Deutschland enttäuschen. Die Verlängerung des Anleihenkaufprogramms ist unausweichlich, da die wirtschaftlichen Risiken für den Euroraum noch immer erheblich sind und die EZB ihr Mandat der Preisstabilität wohl auch 2019 noch nicht ganz erreichen wird.

Die Entscheidung ist weise, da sie der EZB alle Optionen offen hält. Die EZB hat sich durch die Änderungen am Anleihenkaufprogramm mehr Flexibilität erkauft. Die Entscheidung der EZB bedeutet, dass die Niedrigzinsphase länger als von vielen … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Es ist ein notwendiges Übel“

Dieses Interview von Ursula Mayer erschien erstmals am 9. März auf boerse.ARD.de

boerse.ARD.de: Wie sehen Sie das Anleihekaufprogramm der EZB?

Marcel Fratzscher: Ich denke, es ist ein notwendiges Übel. Die Europäische Zentralbank hat ein Mandat, nämlich Preisstabilität, und dem wird sie derzeit nicht gerecht. Die Inflationsrate ist sehr niedrig und die Wirtschaft schwächt sich im Euroraum gerade wieder ab. Die EZB muss also handeln und ich erwarte am Donnerstag eine deutliche Expansion, eine Überraschung für die Märkte.… [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik

Ausweitung des EZB-Anleihenkaufprogramms wahrscheinlich

Statement zu den Beschlüssen des EZB-Rats vom 22.10.2015

EZB-Präsident Mario Draghi hat die Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank ihr Anleihekaufprogramm ausweitet, mit seinen Aussagen heute weiter befeuert. Damit ist es nun sehr wahrscheinlich, dass im Dezember eine Entscheidung zur Ausweitung des Programms fällt. … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Stellungnahme zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 03.09.2015

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, an ihrem bisherigen Kurs festzuhalten, ist keine Überraschung. Auch die Prognose schwächerer Wachstums- und Inflationszahlen war zu erwarten. Die EZB befindet sich in einem immer vertrackteren Dilemma: Mit ihrer Prognose gibt sie zu, dass sie ihr Preisstabilitätsziel in der mittleren Frist wohl verfehlen wird. Trotzdem ist es weise, abzuwarten. Die globale Unsicherheit ist gestiegen und enorm hoch. Die größte Sorge ist jedoch nicht China oder die USA, sondern die nur schleppende wirtschaftliche Erholung der Eurozone.… [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte

Statement zur EZB-Ratssitzung vom 15.04.2015

Die Entscheidung und Kommunikation der EZB enthalten wenige Überraschungen. Die EZB hat eine sehr optimistische Sichtweise zum Erfolg des neuen Anleihenkaufprogramms präsentiert. Viele Fakten sprechen für eine solch positive Sichtweise – sowohl die verbesserten Inflationserwartungen und Finanzierungsbedingungen als auch die erhöhte Kreditvergabe in Südeuropa. Die positive Konjunkturentwicklung in Europa gibt der EZB-Politik starken Rückenwind.… [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Prognosen der EZB zu Wachstum und Inflation sind sehr optimistisch – Risiken für Eurozone bleiben hoch

zu den Ergebnissen der Sitzung des EZB-Rats vom 5. März 2015:

Sowohl die neuen Prognosen der Europäischen Zentralbank für das Wirtschaftswachstum als auch für die Rückkehr zur Preisstabilität sind sehr optimistisch. Ihnen liegt eine wohl zu optimistische Annahme für den Erfolg des Anleihenkaufprogramms zugrunde.

Der schwache Euro und das Absinken der Zinsen auf Staatsanleihen in den vergangenen Monaten sind zu einem großen Teil das Resultat der hohen Erwartungen an das Anleihenkaufprogramm. Es ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass das … [weiterlesen]

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