14. Dezember 2016
nach Marcel Fratzscher
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Italien braucht Hilfe – egal unter welcher Regierung

2016 war kein gutes Jahr. Das Brexit-Votum und die Trump-Wahl haben politische Erdbeben ausgelöst. Das größte Problem für Europa und Deutschland ist jedoch Italien. Die europäische Politik muss sofort handeln, um eine Eskalation der Lage abzuwenden. Sonst könnte Italien der Domino-Stein sein, der die europäische Finanz- und Wirtschaftskrise zurückbringt – mit eventuell ungeahnter Wucht.

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21. Juli 2016
nach Marcel Fratzscher
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Statement zur heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) 21.7.2016

Die Europäische Zentralbank ist zunehmend in einem Dilemma: Je langsamer sich die Wirtschaft des Euroraums erholt, desto niedriger sind die Zinsen und desto weniger Spielraum hat die EZB, ihr Staatsanleihen-Kaufprogramm umzusetzen. Die EZB verfolgt nun eine Strategie des Abwartens – in der Hoffnung, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen wirken und sich die Wirtschaft nicht weiter abschwächt. Die italienische Bankenkrise ist, viel mehr noch als der Brexit, ein enormes Risiko für den gesamten Euroraum und auch für Deutschland und wird sich

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14. Juli 2015
nach Marcel Fratzscher
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Ein erster Schritt für Griechenland zurück in die Normalität

Dieser Kommentar erschien erstmals als Gastbeitrag auf Tagesspiegel.de am 13. Juli 2015.

Endlich gibt es eine Einigung zwischen Griechenland und der Europäischen Union. Sie ist ein gutes Resultat für Europa und für Deutschland – sie ist großzügig für Griechenland,  gleichzeitig hat die Bundesregierung die meisten ihrer Forderungen durchsetzen können. Die Einigung – wenn sie denn nun auch in allen Mitgliedsländern und Parlamenten Zustimmung findet – ist jedoch lediglich ein erster Schritt in Richtung Stabilisierung Griechenlands.

Drei wichtige Fragen müssen nun

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6. Juli 2015
nach Marcel Fratzscher
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Eine politische und wirtschaftliche Katastrophe für Griechenland

Das Referendum bedeutet eine politische und wirtschaftliche Katastrophe für Griechenland. Das Referendum wird die humanitäre Katastrophe der griechischen Bürger nochmals verstärken. Die griechische Regierung hat ihren Bürgern wieder Versprechungen gemacht, die sie nicht wird halten können. Die Wirtschaft Griechenlands wird in den kommenden Monaten in eine noch tiefere Depression abgleiten, die Arbeitslosigkeit weiter steigen und soziale Verwerfungen sich weiter verstärken.
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5. Februar 2015
nach Marcel Fratzscher
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Entscheidung der EZB zu griechischen Banken

zur Entscheidung der Europäischen Zentralbank, griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite anzuerkennen (siehe Handelsblatt-Artikel zum Thema):

Wie zu erwarten war, wird versucht, die EZB politisch zu instrumentalisieren. Kurzfristig können die Notfall-Liquiditätshilfen die griechischen Banken sicherlich stützen. Aber dies ist ein gefährliches Spiel, denn Bürger und Investoren könnten das Vertrauen in die griechischen Banken verlieren und ihre Einlagen abziehen. Ein solcher „Bank-Run“ würde Griechenland in eine noch tiefere Krise stürzen. Zudem wird die EZB bald auch keine Notfall-Liquiditätshilfe

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18. Dezember 2014
nach Marcel Fratzscher
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„Risiko einer Pleite ist groß“

Dieses Interview wurde erstmals am 18. Dezember auf n-tv.de veröffentlicht.

n-tv.de: Russland erlebt eine veritable Währungskrise. Bekommen Regierung und Zentralbank das wieder in den Griff?

Marcel Fratzscher: Ich habe große Zweifel daran. Denn wir haben eine Kombination von unterschiedlichen Faktoren, die für Russland extrem schmerzhaft ist. Das eine ist natürlich der Ölpreis, der mittlerweile um die 60 Dollar pro Fass liegt. Der russische Staat braucht knapp 100 Dollar, um einen ausgeglichenen Haushalt zu haben. Ich glaube aber nicht, dass das

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31. Juli 2014
nach Marcel Fratzscher
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„Die Sanktionen werden Russland hart treffen“

Mein Interview mit n-tv.de erschien erstmals am 30. Juli 2014.

n-tv.de: Wie empfindlich treffen die Sanktionen Russland?

Marcel Fratzscher: Es ist schwierig, das genau abzuschätzen. Außer Frage steht allerdings, dass Russland deutlich an Wirtschaftskraft verlieren wird. Ich erwarte, dass Russland dieses Jahr in eine Rezession fällt – und das liegt vor allem an den Sanktionen. Die Maßnahmen gegen den Energie- und den Rüstungssektor werden erst langsam Wirkung entfalten. Die Finanzsanktionen werden dagegen sofort zu spüren sein.

Warum?

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Europäische Bankenunion

1. Oktober 2013 nach Marcel Fratzscher | Keine Kommentare

In einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk habe ich über die Pläne für eine europäische Bankenaufsicht und darüber, was sie (nicht) bewirken kann, gesprochen. Den Beitrag von hr iNFO gibt es hier:

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10. Juni 2013
nach Marcel Fratzscher
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Ein Plädoyer für den Euro

Ein Gastbeitrag von Clemens Fuest, Hans Peter Grüner, Michael Hüther und Jörg Rocholl und mir in der Süddeutschen Zeitung vom 01.06.2013.

Die Europäische Währungsunion ist auch nach drei Jahren intensiven Krisenmanagements weiter in einer schwierigen Situation: Die Anpassungsleistungen in der Eurozone sind eindrucksvoll, doch die notwendigen Reformen sind längst nicht erledigt. Die gesamtwirtschaftliche Lage in den Krisenländern ist insbesondere infolge der hohen Arbeitslosigkeit kritisch, politisch ist die Situation labil. Mit der wirtschaftlichen Schwäche Frankreichs sind weitere Schwierigkeiten angelegt,

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