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Raus aus der Armutsspirale

Dieser Beitrag ist am 27. Oktober in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Es ist eine Schande, dass in Deutschland so viele Kinder in Armut leben – und ihnen so die Zukunft verbaut wird. Die neue Bundesregierung hat alle Mittel, das zu ändern.

Ein altes Sprichwort sagt, dass man die Menschlichkeit einer Gesellschaft daran erkennt, wie sie ihre schwächsten Mitglieder behandelt. Legt man dieses Maß zugrunde, muss Deutschland vom schlechten Gewissen geplagt sein. Denn die Kinderarmut in Deutschland … [weiterlesen]

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Reiche Eltern müssen mehr zahlen!

Dieser Beitrag ist am 13. Oktober in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Zukunft von Kindern entscheidet sich in den ersten Lebensjahren. Ärmere Eltern müssen daher bei den Kitagebühren entlastet werden – sonst droht die soziale Spaltung.

Sind Kitagebühren gerechtfertigt und richtig? Deutschland steht vor einem Dilemma: Die Qualität der hiesigen Kitas ist im internationalen Vergleich nur durchschnittlich, gleichzeitig werden viele auch einkommensschwache Familien stark mit Kitagebühren belastet. Welche Prioritäten muss die Politik setzen: Die Qualität verbessern, … [weiterlesen]

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Ein Integrationsplan für Geflüchtete als Chance

Dieser Beitrag ist am 27. September im Malteser Migrationsbericht 2017 erschienen. Verfasst wurde er am 1. Mai.

Die hohe Emotionalität und die gesellschaftlichen Konflikte, die durch die Zuwanderung von Geflüchteten in den vergangenen beiden Jahren verursacht wurden, haben sich nur oberflächlich beruhigt. Die Zuwanderung hat nicht nur gesellschaftliche und politische Konflikte ausgelöst, sondern auch eine wichtige Debatte über das Selbstverständnis und die Identität der deutschen Gesellschaft angestoßen. Dabei wird die Frage entscheidend sein, wie gut und schnell es gelingt, die … [weiterlesen]

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„Die soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr“

Dieses Interview ist am 26. Juli im Tages-Anzeiger erschienen. Mit Marcel Fratzscher sprach Dominique Eigenmann.

Sie haben etwas mit Sahra Wagenknecht gemein: Wie die Sozialistin behaupten Sie, die soziale Marktwirtschaft existiere in Deutschland nicht mehr. Wie kommen Sie darauf?

Die Kernaussage meiner Arbeit ist: Die hohe Ungleichheit in Deutschland ist ein Problem – nicht unbedingt aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern aus wirtschaftlicher Sicht. Weil sie letztlich das Resultat aus zu wenig Chancengleichheit ist, richtet sie einen ökonomischen Schaden an: Es … [weiterlesen]

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Dringender denn je

Dieser Beitrag mit Jürgen Fitschen und Reiner Hoffmann ist am 22. Januar in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Mehr Investitionen – das muss Priorität für die Bundesregierung haben. 

Selten war die wirtschaftliche und politische Unsicherheit so groß wie heute. Die Brexit-Entscheidung, die US-Wahlen und der Ausgang des Referendums in Italien, der Matteo Renzi zum Rücktritt gezwungen hat, sind nicht zuletzt die Folgen wirtschaftlicher Schwäche und sozialer Spannungen, Entwicklungen, die auch für Deutschland eine große Herausforderung darstellen. Die Expertenkommission zur Stärkung von … [weiterlesen]

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Wer wenig verdient, kann nicht sparen

Dieser Beitrag ist am 6. Januar in der ZEIT ONLINE- Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

In Deutschland sind Vermögen so ungleich verteilt wie in kaum einem Land der Eurozone. Der Sozialstaat kann das nicht auffangen. Es braucht endlich gerechte Politik.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte keine frohe Weihnachtsbotschaft: Laut ihrer neuesten Erhebung hat Deutschland mit die höchste Ungleichheit bei privaten Vermögen in der Eurozone. Dabei ist das Problem nicht, dass in kaum einem Land die reichsten zehn Prozent so … [weiterlesen]

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Unser Amerikanischer Traum

Dieser Beitrag ist am 29. November 2016 in der Süddeutschen Zeitung erschienen. 

Wie groß muss die Verzweiflung der Amerikaner sein, dass sie einen Menschen wie Donald Trump zum Präsidenten gewählt haben? Die Entscheidung vom 8. November ist vor allem das Resultat wachsender sozialer Ungleichheit und des Scheiterns des American Dream: Eine Mehrheit der Amerikaner hat realisiert, dass ihr Ideal von Eigenverantwortung, Freiheit und Chancengleichheit nur noch eine Illusion ist. Sie klammern sich nun an das Versprechen von Trump, ihnen … [weiterlesen]

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Von wegen soziale Marktwirtschaft

Widerspruch zu den Thesen von Clemens Fuest und Rainer Kirchdörfer: Die Ungleichheit der Löhne ist seit Hartz IV gesunken. Dass sie auf lange Sicht gestiegen ist, hat gute Gründe: Heute arbeiten mehr Frauen, Ältere, Hochqualifizierte.

Clemens Fuest und Rainer Kirchdörfer kritisieren in der ZEIT (Nr. 41/16) diese Aussagen und damit die Kernbotschaft meines Buches Verteilungskampf. Jedoch verstricken sie sich in einen grundlegenden Widerspruch und interpretieren die Fakten falsch. Falsch ist ihre Behauptung, die Ungleichheit der Einkommen sei über die … [weiterlesen]

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Ungleichheit und die Soziale Marktwirtschaft

Der Gastbeitrag ist am 29. September 2016 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen.

Umfragen zufolge empfinden 80 Prozent der Bürger die soziale Ungleichheit in Deutschland als zu hoch. Dem stehen Gegner gegenüber, die behaupten, diese Menschen ließen sich von “gebeugten Statistiken” manipulieren, so auch Patrick Bernau im Leitartikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 24. August. Dagegen sei Deutschland eines der sozialsten Länder der Welt, in dem Ungleichheit “relativ klein” und kein seriöses Thema sei. Ist dem so? Lassen sich wirklich … [weiterlesen]

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