Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Von wegen soziale Marktwirtschaft

Widerspruch zu den Thesen von Clemens Fuest und Rainer Kirchdörfer: Die Ungleichheit der Löhne ist seit Hartz IV gesunken. Dass sie auf lange Sicht gestiegen ist, hat gute Gründe: Heute arbeiten mehr Frauen, Ältere, Hochqualifizierte.

Clemens Fuest und Rainer Kirchdörfer kritisieren in der ZEIT (Nr. 41/16) diese Aussagen und damit die Kernbotschaft meines Buches Verteilungskampf. Jedoch verstricken sie sich in einen grundlegenden Widerspruch und interpretieren die Fakten falsch. Falsch ist ihre Behauptung, die Ungleichheit der Einkommen sei über die … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Ungleichheit und die Soziale Marktwirtschaft

Der Gastbeitrag ist am 29. September 2016 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen.

Umfragen zufolge empfinden 80 Prozent der Bürger die soziale Ungleichheit in Deutschland als zu hoch. Dem stehen Gegner gegenüber, die behaupten, diese Menschen ließen sich von “gebeugten Statistiken” manipulieren, so auch Patrick Bernau im Leitartikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 24. August. Dagegen sei Deutschland eines der sozialsten Länder der Welt, in dem Ungleichheit “relativ klein” und kein seriöses Thema sei. Ist dem so? Lassen sich wirklich … [weiterlesen]

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Ungleichheit

Das Märchen vom Märchen der Ungleichheit

Der Gastbeitrag ist am 17. Juli 2016 auf Zeit Online erschienen.

Stimmt alles gar nicht, in Deutschland geht es gar nicht so ungerecht zu, behaupten einige. Sechs Gründe, warum die wachsende Ungleichheit gelebte Realität ist

Die Aussage, Deutschland sei eines der ungleichsten Länder der industrialisierten Welt, ruft immer wieder erbitterten Widerstand hervor. Wir wollen offenbar kein extrem ungleiches Land sein. Aber ein ehrlicher Blick auf die Fakten zeigt, dass wir es trotzdem sind. Sechs Gründe, warum das Märchen von der … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik

„Ehegattensplitting begünstigt die, die viel haben“

Dieses Interview von Birgit Marshall erschien erstmals am 29. März bei RP Online.

RP Online: Sie warnen in Ihrem neuen Buch „Verteilungskampf“ vor wachsender Ungleichheit. Warum gerade jetzt, wo doch die Lohneinkommen wieder deutlicher steigen?

Fratzscher: Deutschland ist eines der Industrieländer mit der höchsten Ungleichheit bei privaten Vermögen. Nirgendwo in der Euro-Zone ist die Ungleichheit so groß wie in Deutschland. Unser größtes Problem ist die geringe Chancengleichheit. Unser Bildungssystem legt vielen Menschen hohe Barrieren in den Weg. … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Bloß keine Steuersenkung!

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals in ZEIT Online am 8. Mai 2014.

Der deutsche Staat nimmt so viel ein wie noch nie. Wenn es nach dem Willen von Teilen der Berliner Politik geht, sollten deshalb die Steuern gesenkt werden. Sie verweisen vor allem auf die kalte Progression. Damit ist gemeint, dass ein Einkommensanstieg der Arbeitnehmer durch Inflation und höhere Steuern reduziert wird. Aber ist dies wirklich die beste Option?

Dass die Steuereinnahmen in den kommenden Jahren stark steigen werden, hat vor … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen english Europa Wirtschaftspolitik

Investment, not the surplus, is Germany’s big problem

This article was first published on FT.com on 18th November 2013.

Germany is under attack from the US government, the International Monetary Fund and the European Commission for its huge current account surplus. The criticism is right, but for the wrong reasons. The surplus is excessive, but the accusation that it hurts Europe is nonsense. Worse, it distracts German policy makers from tackling the true cause of the national surplus and the country’s economic Achilles heel: its huge private investment … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

10 Thesen – Investitionen für mehr Wachstum. Eine Zukunftsagenda für Deutschland

Deutschland schwimmt auf einer Welle der Euphorie – die öffentliche Wahrnehmung ist, dass die Wirtschaft floriert und die Zukunft gesichert ist. Eine Studie des DIW Berlin (erscheint am Mittwoch den 26.06.) widerlegt diese Wahrnehmung und argumentiert, dass Deutschland in den vergangenen Jahren nicht nur fundamentale wirtschaftspolitische Fehler begangen hat, sondern dass wichtige Weichenstellungen für die Zukunft fehlen. Diese spiegeln sich vor allem in einer riesigen Investitionslücke wider. Die Studie schlägt eine Agenda für Investitionen vor, die sich auf die drei [weiterlesen]

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