23. Januar 2017
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Dringender denn je

Dieser Beitrag mit Jürgen Fitschen und Reiner Hoffmann ist am 22. Januar in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Mehr Investitionen – das muss Priorität für die Bundesregierung haben. 

Selten war die wirtschaftliche und politische Unsicherheit so groß wie heute. Die Brexit-Entscheidung, die US-Wahlen und der Ausgang des Referendums in Italien, der Matteo Renzi zum Rücktritt gezwungen hat, sind nicht zuletzt die Folgen wirtschaftlicher Schwäche und sozialer Spannungen, Entwicklungen, die auch für Deutschland eine große Herausforderung darstellen. Die Expertenkommission zur Stärkung von

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18. Januar 2017
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Großbritannien ist zu unwichtig

Dieses Interview mit Timot Szent-Ivanyi ist am 17. Januar in der Frankfurter Rundschau erschienen.

Herr Fratzscher, was bedeutet ein harter Brexit für die EU und für Großbritannien selbst?
Lassen Sie uns mit Großbritannien beginnen. Premierministerin Theresa May hat große Versprechen abgegeben, die sie nicht wird halten können. Großbritannien soll wieder eine große, globale Handelsnation werden, hat sie ihrem Volk zugesichert. Doch das klingt nach dem 18. Jahrhundert. Die Zeiten sind vorbei. May hat Enttäuschung vorprogrammiert. Weiterlesen

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17. Januar 2017
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Statement zur Brexit-Strategie von UK-Premierministerin Theresa May

Theresa Mays Versprechen, Großbritannien nach dem Brexit in eine „globale Handelsnation“ zu verwandeln ist genauso eine Illusion wie Donald Trumps Versprechen, Amerika mithilfe protektionistischer Maßnahmen zu neuen Glanz zu verhelfen („to make American great again“). Mays Landleute müssen sich auf große Enttäuschungen gefasst machen.

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12. August 2016
nach Marcel Fratzscher
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Statement zur Wachstumszahl des Bruttoinlandsprodukts und zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Juli (12. August 2016)

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft war im zweiten Quartal robust. Die anhaltende Investitionsschwäche bleibt aber die Achillesferse. Ohne stärkere private und öffentliche Investitionen wird die deutsche Wirtschaft langfristig nicht dynamisch wachsen können. Durch die Brexit-Entscheidung schwächt sich die Wirtschaft in Deutschland bereits jetzt ab und auch in den kommenden Quartalen wird das hiesige Wachstum infolge des Brexit-Votums deutlich geringer ausfallen.
Die noch immer zu niedrige Inflation in Deutschland unterstreicht die hohe Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Europa und der Weltwirtschaft.

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30. Juni 2016
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„Die EU muss handeln, wenn es drauf ankommt – jetzt“

Dieses Interview von Florian Güßgen erschien erstmals am 19. Juni 2016 bei Stern.de.

Herr Fratzscher, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, Ihr Institut, hat seine Wachstumsprognose für Deutschland für 2017 um 0,5 Prozentpunkte gesenkt, von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent. Wie kommen Sie zu diesem Ergebnis?

Deutschland ist eine sehr offene Volkswirtschaft, Großbritannien ist der drittwichtigste Handelspartner. Deutschland exportiert rund vier Prozent seiner Wirtschaftsleistung dorthin. Wir gehen davon aus, dass ein Achtel der Exporte wegbricht. Ein Achtel von diesen vier

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28. Juni 2016
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Neue Chancen mit dem Brexit

Der Gastbeitrag ist am 28. Juni 2016 im Handelsblatt erschienen.

Der Franzose Jean Monnet, einer der Gründungsväter des heutigen Europas, schrieb, der europäische Einigungsprozess werde sich “in Krisen vollziehen”. Die Brexit- Entscheidung ist eine Katastrophe für alle Europäerinnen und Europäer. Sie verursacht hohe politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten. Aber sie ist auch eine dieser Krisen, die Europa eindeutig stärker machen kann – wenn die Politik, allen voran die Bundesregierung, sie als solche erkennt und nutzt. Das Positive ist, dass diese

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24. Juni 2016
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Ergänzung II: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Die Diskussion um die Auswirkungen eines Brexit ist zu einseitig und zu negativ. Die großen Verwerfungen in den Finanzmärkten und die wirtschaftlichen Prognosen geben sicherlich Anlass zu großer Sorge. Ein Negativszenario ist, dass der Brexit der erste Domino sein könnte, dem andere in den kommenden Jahren folgen könnten. Vor allem wenn Länder wie Italien, die sich noch immer in einer tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise befinden, über einen Austritt aus der EU nachdenken sollten, könnte auch die Zukunft des Euro auf

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24. Juni 2016
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Ergänzung: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion um einen Brexit vergessen wird, sind die Auswirkungen für die Geldpolitik der EZB. Der Fall der Ölpreise und die schwächere Konjunktur werden die Wirtschaft der Eurozone und Deutschlands wieder in die Deflation treiben. Ich erwarte, dass die EZB nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig ihre Geldpolitik weiter ausweiten wird. Der Brexit bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine deutlich längere Nullzinsphase.

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24. Juni 2016
nach Marcel Fratzscher
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Statement zum Ausgang des Referendums für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit)

Die Entscheidung Großbritanniens für einen Brexit ist eine Katastrophe für alle Europäerinnen und Europäer. Die wirtschaftlichen Kosten werden für ganz Europa enorm sein. Großbritannien könnte in eine Rezession abrutschen. Das DIW Berlin erwartet in seiner neuesten Prognose ein um 0,5 Prozentpunkte schwächeres Wachstum für Deutschland im Jahr 2017, allein durch den Rückgang deutscher Exporte nach Großbritannien. Die Abschwächung des Wachstums der deutschen Wirtschaft könnte jedoch über Finanzmarkteffekte und einen Vertrauensverlust noch deutlich stärker sein. Am größten ist das Risiko für

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