Europa Geldpolitik

„Die EU muss handeln, wenn es drauf ankommt – jetzt“

Dieses Interview von Florian Güßgen erschien erstmals am 19. Juni 2016 bei Stern.de.

Herr Fratzscher, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, Ihr Institut, hat seine Wachstumsprognose für Deutschland für 2017 um 0,5 Prozentpunkte gesenkt, von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent. Wie kommen Sie zu diesem Ergebnis?

Deutschland ist eine sehr offene Volkswirtschaft, Großbritannien ist der drittwichtigste Handelspartner. Deutschland exportiert rund vier Prozent seiner Wirtschaftsleistung dorthin. Wir gehen davon aus, dass ein Achtel der Exporte wegbricht. Ein Achtel von diesen vier … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Neue Chancen mit dem Brexit

Der Gastbeitrag ist am 28. Juni 2016 im Handelsblatt erschienen.

Der Franzose Jean Monnet, einer der Gründungsväter des heutigen Europas, schrieb, der europäische Einigungsprozess werde sich “in Krisen vollziehen”. Die Brexit- Entscheidung ist eine Katastrophe für alle Europäerinnen und Europäer. Sie verursacht hohe politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten. Aber sie ist auch eine dieser Krisen, die Europa eindeutig stärker machen kann – wenn die Politik, allen voran die Bundesregierung, sie als solche erkennt und nutzt. Das Positive ist, dass diese … [weiterlesen]

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Europa EZB Uncategorized

Ergänzung II: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Die Diskussion um die Auswirkungen eines Brexit ist zu einseitig und zu negativ. Die großen Verwerfungen in den Finanzmärkten und die wirtschaftlichen Prognosen geben sicherlich Anlass zu großer Sorge. Ein Negativszenario ist, dass der Brexit der erste Domino sein könnte, dem andere in den kommenden Jahren folgen könnten. Vor allem wenn Länder wie Italien, die sich noch immer in einer tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise befinden, über einen Austritt aus der EU nachdenken sollten, könnte auch die Zukunft des Euro auf … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Ergänzung: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion um einen Brexit vergessen wird, sind die Auswirkungen für die Geldpolitik der EZB. Der Fall der Ölpreise und die schwächere Konjunktur werden die Wirtschaft der Eurozone und Deutschlands wieder in die Deflation treiben. Ich erwarte, dass die EZB nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig ihre Geldpolitik weiter ausweiten wird. Der Brexit bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine deutlich längere Nullzinsphase.… [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Statement zum Ausgang des Referendums für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit)

Die Entscheidung Großbritanniens für einen Brexit ist eine Katastrophe für alle Europäerinnen und Europäer. Die wirtschaftlichen Kosten werden für ganz Europa enorm sein. Großbritannien könnte in eine Rezession abrutschen. Das DIW Berlin erwartet in seiner neuesten Prognose ein um 0,5 Prozentpunkte schwächeres Wachstum für Deutschland im Jahr 2017, allein durch den Rückgang deutscher Exporte nach Großbritannien. Die Abschwächung des Wachstums der deutschen Wirtschaft könnte jedoch über Finanzmarkteffekte und einen Vertrauensverlust noch deutlich stärker sein. Am größten ist das Risiko für … [weiterlesen]

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