Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Statement zum Rentenkonzept von Andrea Nahles

Wenn es nach diesem Gesamtkonzept geht, gibt die Bundesregierung Geld aus, das sie nicht hat, und nimmt es von Menschen, die meist noch nicht wählen können. Das Rentenkonzept hat einige gute und wichtige Elemente, wie die Angleichung der Renten in Ost und West, die Solidarrente, die Stärkung der betrieblichen Vorsorge und die Flexibilisierung des Renteneintrittsalters. Die Haltelinien beim Rentenniveau und Beitragssatz sind allerdings verantwortungslos und gehen zu Lasten der jungen Menschen in Deutschland.
Die Politik sollte nicht versuchen, das Thema … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Ungleichheit Wirtschaftspolitik

„Deutschland muss zukunftsfähig gemacht werden“

Dieses Gespräch mit Liane von Billerbeck erschien am 3.November im Deutschlandradio Kultur

Die Bundesregierung nutze die derzeitige gute wirtschaftliche Ausgangslage nicht für Zukunftsreformen und notwendige Investitionen, kritisiert Marcel Fratzscher, Präsident des DIW. Mit der demografischen Wende stehe das Land vor großen Herausforderungen.

Liane von Billerbeck: Haben die Wirtschaftsweisen recht?

Fratzscher: Sie haben sicherlich in vielen Punkten recht, ja. Denn in Deutschland ist ja heute die Wahrnehmung: Uns geht es gut. Wir haben sicherlich eine niedrige Arbeitslosenquote, so niedrig wie seit … [weiterlesen]

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Wirtschaftspolitik

Was Flüchtlinge kosten

Gastbeitrag von Marcel Fratzscher und Simon Junker in „Die Welt“ vom 6. November 2015.

Die hohe Anzahl von Flüchtlingen weckt in Teilen der Bevölkerung Ängste, Deutschland würde wirtschaftlich einen Schaden nehmen und sei finanziell überfordert. Beides ist grundfalsch. Wir haben auf absehbare Zeit hohe Überschüsse in den öffentlichen Kassen. Der kurzfristigen Perspektive – den zweifelsohne enormen Kosten der kommenden Jahre – muss man vor allem aber die langfristigen wirtschaftlichen Vorteile der Zuwanderung gegenüberstellen. Kurzum: Wir brauchen eine sachlichere und weniger … [weiterlesen]

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Uncategorized Wirtschaftspolitik

Die große Chance

Dieser Gastbeitrag wurde am 30. Oktober auf  Handelsblatt veröffentlicht.

Das Flüchtlingsthema hat zu einer kontroversen Diskussion über die wirtschaftlichen Folgen für unser Land geführt, die häufig auf falschen Informationen basieren. Viele Menschen haben Sorge, dass die Ausgaben für Flüchtlinge ihre Ansprüche auf Leistungen und Unterstützung beschränken könnten oder dass ihre Löhne und Arbeitsplätze gefährdet seien. Diese Diskussionen werden zu einem Verteilungskampf hochstilisiert.… [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

„Wir Deutsche haben ein falsches Bild von der Krise“

Dieses Interview von Michael Sauga erschien erstmals auf SPIEGEL Online am 21. Januar 2015.

SPIEGEL ONLINE: Herr Fratzscher, im Streit über die geplanten Staatsanleihekäufe der EZB wird über einen Kompromiss diskutiert: Jede Notenbank soll die Papiere des eigenen Landes kaufen, um nicht für die Versäumnisse anderer Regierungen einstehen zu müssen. Was halten Sie davon?

Fratzscher: Wenig. Ich fürchte, dass die geplante Maßnahme dadurch weniger effektiv wird.… [weiterlesen]

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Geld- und Finanzmärkte Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Statement zur Ankündigung von Finanzminister Schäuble, zusätzliche Mittel für Investitionen bereitzustellen

Die Ankündigung zeigt, dass die Bundesregierung die Zeichen der Zeit erkannt hat. Die öffentlichen Investitionen in Deutschland sind deutlich zu niedrig und schwächen die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Das Versprechen zusätzlicher zehn Milliarden Euro über drei Jahre ist ein erster, kleiner Schritt in die richtige Richtung. Aber Vorsicht ist geboten: Diese Gelder müssen auch in die richtigen Investitionsprojekte fließen. Priorität sollten Projekte im Bereich der Verkehrsinfrastruktur und in der Bildung haben. Auch die Probleme vieler Kommunen, notwendige Investitionen zu tätigen, sollten … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Bloß keine Steuersenkung!

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals in ZEIT Online am 8. Mai 2014.

Der deutsche Staat nimmt so viel ein wie noch nie. Wenn es nach dem Willen von Teilen der Berliner Politik geht, sollten deshalb die Steuern gesenkt werden. Sie verweisen vor allem auf die kalte Progression. Damit ist gemeint, dass ein Einkommensanstieg der Arbeitnehmer durch Inflation und höhere Steuern reduziert wird. Aber ist dies wirklich die beste Option?

Dass die Steuereinnahmen in den kommenden Jahren stark steigen werden, hat vor … [weiterlesen]

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Europa Wirtschaftspolitik

Effizient und Sozial

Der Beitrag wurde erstmals veröffentlich im Handelsblatt vom 14. November 2013.

Der Sachverständigenrat warnt die Bundesregierung in seinem neuen Jahresgutachten vor einer „rückwärtsgewandten Wirtschaftspolitik“. In sehr klaren Worten sorgt sich der Rat, dass viele der erfolgreichen Reformen der letzten zehn Jahre entweder zurückgenommen oder entkräftet werden und damit die Wachstumsperspektiven der deutschen Wirtschaft nachhaltig geschädigt werden.

Die Mahnungen des Rates sind nicht überraschend, denn Wirtschaftswissenschaftler haben vor allem Fragen der wirtschaftlichen Effizienz im Kopf, wogegen sozialpolitische Themen und Fragen der … [weiterlesen]

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