EZB Geldpolitik Wirtschaftspolitik

Deutsche Doppelmoral

Dieser Beitrag ist am 29. Mai im Handelsblatt erschienen.

Die Empörung in Deutschland über die Weigerung der EZB, ihre expansive Geldpolitik zu beenden, nimmt wieder zu und wird sich wohl auch nach der nächsten EZB-Entscheidung Anfang Juni weiter verschärfen. Die Wirtschaft brummt doch, die Inflation steigt, und die Risiken werden geringer, so die Wahrnehmung vieler in unserem Land. Stimmt das? Handelt die EZB falsch, und ist sie gar an vielen Problemen schuld, wie unserem Handelsüberschuss, wie von manchen behauptet? Oder … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Aufschwung, aber nicht für alle

Dieser Beitrag ist am 12. Mai in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Wirtschaft in Deutschland wächst und wächst, doch die Lohnentwicklung hinkt hinterher. Woran liegt es, dass für Unternehmer ein größeres Stück vom Kuchen bleibt?

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat mit seinem neusten World Economic Outlook für Aufsehen gesorgt. Der Bericht zeigt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern global einen abnehmenden Anteil an der Wirtschaftsleistung erhalten, Kapitaleigentümer dagegen ein immer größeres Stück vom Kuchen für sich beanspruchen können. … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Makroökonomik Wahlen 2017

Statement zur EZB-Ratssitzung am 27. April 2017

Es ist klug und richtig, dass die EZB an ihrem geldpolitischen Kurs festhält und sich vom Störfeuer aus Deutschland nicht ablenken lässt. Vor allem der Druck auf die EZB aus Deutschland, das Anleihenkaufprogramm vorzeitig zu beenden, hat zugenommen. Die EZB handelt richtig, wenn sie diesem Druck standhält, denn die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken für den Euroraum sind nach wie vor signifikant.

Die EZB kommt ihrem Mandat der Preisstabilität nur langsam näher, da vor allem die Kerninflation noch immer zu niedrig … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Zufrieden und unzufrieden zugleich

Dieser Beitrag ist am 6. April auf faz.net erschienen.

Nie waren die Deutschen zufriedener mit ihrem eigenen Leben. Gleichzeitig gibt es eine tiefe Unzufriedenheit mit dem Zustand der Gesellschaft. Das ist kein Widerspruch. Ein Gastbeitrag.

Nie seit der Wiedervereinigung waren so viele Deutsche mit ihrem persönlichen Leben so zufrieden wie heute. Gleichzeitig waren mit 70 Prozent der Deutschen selten so viele unzufrieden mit der sozialen Ungleichheit und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ist dies nicht ein Widerspruch? Lassen sich die Menschen diese … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Man muss nicht nehmen, um zu geben

Dieser Beitrag ist am 31. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die politischen Lager geraten immer tiefer in den Streit um Verteilungsfragen. Darum sollte es in der Debatte um soziale Ungleichheit nicht gehen, es zählt etwas anderes.

Soziale Ungleichheit ist zur zentralen Frage des politischen Wettstreits geworden. Zu kaum einem anderen Thema gehen die Meinungen momentan so weit auseinander: Der Kampf um Verteilungsfragen wird wieder intensiv geführt. Das eine Lager will die sozial Schwächsten stärken, das … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftspolitik

America First, But Germany Second

If Trump wants a Europe that takes care of its own needs, he needs a strong partner in Berlin.

Donald Trump’s relationship with Angela Merkel has gotten off to a rocky start. Trump has, effectively, singled out Germany and its chancellor as his main nemesis in Europe. He has criticized her for her policy toward refugees, for an unfair trade policy, and for a lack of leadership in Europe. For its part, the German government, alongside many of its European … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wahlen 2017 ZEIT Kolumne

Wer arm ist, wird noch ärmer

Dieser Beitrag ist am 03. März in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Noch mehr Deutsche als bislang sind von Armut bedroht. Ausgerechnet ihnen hören Politiker immer weniger zu. Der Trend verselbstständigt sich und bedroht die Demokratie.

Erst vor kurzer Zeit hat die Bundesregierung ihren 5. Armuts- und Reichtumsbericht präsentiert. Die Öffentlichkeit hatte sich damals schon darüber empört, dass bestimmte Passagen zur politischen Einflussnahme der Vermögenden gestrichen worden waren. Eine breite politische Teilhabe ist eine ganz zentrale Voraussetzung … [weiterlesen]

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Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Ein Lob der Freizügigkeit

Dieser Beitrag ist am 1. Januar 2017 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) erschienen.

Deutschland braucht Zuwanderung – heute mehr denn je. Wer neue Barrieren aufbauen will, begräbt die europäische Idee.

In Deutschland ist eine Debatte darüber entbrannt, ob wir die Zuwanderung anderer EU-Bürger beschränken sollten. Unter den Schlagworten “Zuwanderung in die Sozialsysteme” oder “Kinder als Geschäftsmodell” wird suggeriert, andere Europäer kämen in unser Land mit dem Ziel, unser Sozialsystem auszunutzen. Dies ist billigster Populismus, der von den Fakten widerlegt … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Die Elite verschließt die Augen

Dieser Beitrag ist am 23. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Wer unzufrieden ist über die soziale Ungleichheit im Land, liegt damit nicht falsch. Aber die Politik will die Tatsachen nicht wahrhaben.

„Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig,“ schrieb Kurt Tucholsky 1931 mit einem Schuss Ironie über die Manipulation der Bürger durch die Politik. Das Zitat trifft auch heute noch zu. Viele Menschen in Deutschland klagen über eine zu hohe … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Ist die Ungleichheit schuld?

Dieses Streitgespräch mit Clemens Fuest ist am 15. Dezember auf ZEITONLINE erschienen.

DIE ZEIT: Donald Trump, der Brexit, in Deutschland der Erfolg der AfD – erleben wir gerade den Aufstand der Verlierer, Herr Fratzscher?

Marcel Fratzscher: Das Wort Verlierer ist mir zu hart, aber die Ursache dieser Phänomene ist überall eine ähnliche: Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es ungerecht zugeht, sie erkennen, dass sie in ihren Chancen und Freiheiten beschnitten werden, dass es den eigenen Kindern nicht besser … [weiterlesen]

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