Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Schafft das Ehegattensplitting endlich ab

Dieser Beitrag ist am 8. Januar bei SPIEGEL ONLINE erschienen. Co-Autorin dieses Gastbeitrags ist Katharina Wrohlich, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Gender Studies am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind in Deutschland in vieler Hinsicht deutlich höher als in vergleichbaren Ländern. Bei Löhnen, Steuern, Arbeitszeit, Karrierechancen, Rente und Armut stehen Frauen im Vergleich zu Männern hierzulande deutlich schlechter da als in anderen westlichen Staaten. Dafür gibt es viele Gründe, einer davon ist das Ehegattensplitting.

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Mehr Freiheit? Von wegen

Dieser Beitrag ist am 15. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen. Co-Autorin dieses Beitrags ist Katharina Wrohlich, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Gender Studies am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Schafft die steuerliche Entlastung von Ehen Freiheit und Gerechtigkeit? So argumentieren zumindest einige, nachdem an dieser Stelle kürzlich gegen das Ehegattensplitting plädiert wurde. Es lohnt sich daher, noch genauer hinzuschauen und diesen Mechanismus in unserem Steuersystem auf diese beiden Eigenschaften zu prüfen. Hier zeigt sich aber, dass … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Frauen und Kinder fördern – nicht Hochzeiten

Dieser Beitrag ist am 1. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Egal, wie die zukünftige Regierung in Deutschland aussieht: Steuern werden höchst wahrscheinlich ein zentrales Streitthema zwischen den Koalitionären sein. Schließlich liegt es im Wesen von Parteien, dass sie Entlastungen für ihre Wähler durchboxen wollen.

Ein Aspekt kam in den Wahlprogrammen, aber auch in den gescheiterten Sondierungsgesprächen auffällig wenig vor: die systematische Benachteiligung von Frauen durch das Steuer- und Abgabesystem. Dabei richtet diese Diskriminierung einen massiven … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik

„Ehegattensplitting begünstigt die, die viel haben“

Dieses Interview von Birgit Marshall erschien erstmals am 29. März bei RP Online.

RP Online: Sie warnen in Ihrem neuen Buch „Verteilungskampf“ vor wachsender Ungleichheit. Warum gerade jetzt, wo doch die Lohneinkommen wieder deutlicher steigen?

Fratzscher: Deutschland ist eines der Industrieländer mit der höchsten Ungleichheit bei privaten Vermögen. Nirgendwo in der Euro-Zone ist die Ungleichheit so groß wie in Deutschland. Unser größtes Problem ist die geringe Chancengleichheit. Unser Bildungssystem legt vielen Menschen hohe Barrieren in den Weg. … [weiterlesen]

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