Ungleichheit ZEIT Kolumne

Kein Roboter kann die Altenpflegerin ersetzen

Dieser Beitrag ist am 12. Januar in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Technologischer Wandel und Digitalisierung stellen unsere Gesellschaft vor gewaltige Herausforderungen: Das erkennen Union und SPD an, die diese Woche eine große Koalition sondieren.

Doch welche Folgen diese Umwälzungen haben werden und wie Gesellschaften damit umgehen, das scheint vielen noch nicht klar zu sein. Während die einen prophezeien, die Digitalisierung werde viele Millionen Jobs zerstören und zu einer hohen Arbeitslosigkeit führen, sehen andere darin eine riesige … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Ein Chancenerbe für alle

Dieser Beitrag ist am 29. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Es ist wieder die Jahreszeit der Geschenke: Die Weihnachtspräsente haben dieses Jahr durchschnittlich fast 500 Euro pro Person gekostet. Dies ist eine erhebliche Summe, zumindest für die meisten Deutschen. Sie ist jedoch gering im Vergleich zu den 5.000 Euro, die pro Person jedes Jahr in Deutschland vererbt oder verschenkt werden. Für viele schaffen Erbschaften und Schenkungen wundervolle Startchancen in ihrem Leben – um sich eine … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Die Widersprüche der Wirtschaftsweisen

Dieser Gastbeitrag ist am 8. November bei SPIEGEL ONLINE erschienen.

Die Wirtschaft drohe zu überhitzen, die Umverteilung müsse ein Ende haben, warnen die Wirtschaftsweisen in ihrem Jahresgutachten. Das Gremium widerspricht sich jedoch an entscheidenden Stellen selbst.

„Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik“: Unter diesem Titel stellt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Mittwoch sein neues Jahresgutachten vor. Die Wirtschaftsweisen fordern darin von der neuen Bundesregierung eine Neujustierung der Wirtschaftspolitik, die den Wohlstand in Deutschland langfristig sichern soll. Trotz vieler guter … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Reiche Eltern müssen mehr zahlen!

Dieser Beitrag ist am 13. Oktober in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Zukunft von Kindern entscheidet sich in den ersten Lebensjahren. Ärmere Eltern müssen daher bei den Kitagebühren entlastet werden – sonst droht die soziale Spaltung.

Sind Kitagebühren gerechtfertigt und richtig? Deutschland steht vor einem Dilemma: Die Qualität der hiesigen Kitas ist im internationalen Vergleich nur durchschnittlich, gleichzeitig werden viele auch einkommensschwache Familien stark mit Kitagebühren belastet. Welche Prioritäten muss die Politik setzen: Die Qualität verbessern, … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Gefangen am unteren Rand

Dieser Beitrag ist am 18. August in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Sehr vielen Deutschen geht es heute deutlich besser – dem Aufschwung sei Dank. Das Problem ist nur: Wer vor zehn Jahren arm war, ist es wahrscheinlich heute immer noch.

Selten waren so viele Deutsche mit ihrem persönlichen Leben so zufrieden wie heute. Erstaunlicherweise sind gleichzeitig aber sehr viele Deutsche unzufrieden mit der sozialen Ungleichheit und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land. Wie kommt es zu diesem … [weiterlesen]

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Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Die Mitte bröckelt

Dieser Beitrag ist am 4. August in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, das Wachstum stabil und die Beschäftigung hoch. Trotzdem schrumpft die Mittelschicht in Deutschland. Warum eigentlich?

Die Mittelschicht schrumpft – kaum ein Satz polarisiert Deutschland so sehr wie dieser. Aber stimmt er auch? Kritiker monieren, dass es entscheidend davon abhängt, wie man die Mittelschicht definiert, welche gesellschaftlichen Gruppen einbezogen werden. Und: Spätestens seit 2005 habe sich der Trend nicht fortgesetzt, die Ungleichheit … [weiterlesen]

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Ungleichheit

„Die soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr“

Dieses Interview ist am 26. Juli im Tages-Anzeiger erschienen. Mit Marcel Fratzscher sprach Dominique Eigenmann.

Sie haben etwas mit Sahra Wagenknecht gemein: Wie die Sozialistin behaupten Sie, die soziale Marktwirtschaft existiere in Deutschland nicht mehr. Wie kommen Sie darauf?

Die Kernaussage meiner Arbeit ist: Die hohe Ungleichheit in Deutschland ist ein Problem – nicht unbedingt aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern aus wirtschaftlicher Sicht. Weil sie letztlich das Resultat aus zu wenig Chancengleichheit ist, richtet sie einen ökonomischen Schaden an: Es … [weiterlesen]

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Aufschwung, aber nicht für alle

Dieser Beitrag ist am 12. Mai in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Wirtschaft in Deutschland wächst und wächst, doch die Lohnentwicklung hinkt hinterher. Woran liegt es, dass für Unternehmer ein größeres Stück vom Kuchen bleibt?

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat mit seinem neusten World Economic Outlook für Aufsehen gesorgt. Der Bericht zeigt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern global einen abnehmenden Anteil an der Wirtschaftsleistung erhalten, Kapitaleigentümer dagegen ein immer größeres Stück vom Kuchen für sich beanspruchen können. … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Das Grundeinkommen macht nicht frei

Dieser Beitrag ist am 28. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Bekäme jeder Bürger monatlich eine feste Summe vom Staat, unser Land würde nicht gerechter noch liberaler. Im Gegenteil: Die Spaltung der Gesellschaft würde zementiert.

„Freiheit für den Hecht bedeutet Tod für die Putzerfische“, beschrieb der britische Philosoph Isaiah Berlin die Konflikte in Industriegesellschaften. Technologischer Wandel und Globalisierung haben einigen Menschen enorme Freiheiten und Chancen eröffnet. Viele andere fühlen sich durch diese Entwicklungen bedroht, bangen um … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Kein Neid, bitte

Dieser Beitrag ist am 3. Februar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

„Zeit für Gerechtigkeit“ hat Martin Schulz als Motto seines Wahlkampfs gegen Angela Merkel ausgegeben. In einem Land, in dem 70 Prozent der Menschen die Ungleichheit als zu hoch empfinden, wird der Slogan auf offene Ohren treffen. Aber die Frage der Gerechtigkeit ist nicht diejenige, um die es jetzt gehen sollte. Anders als Ungleichheit, die belegt und deren Auswirkungen bemessen werden kann, ist Gerechtigkeit etwas … [weiterlesen]

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