Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Makroökonomik Wahlen 2017

Statement zur EZB-Ratssitzung am 27. April 2017

Es ist klug und richtig, dass die EZB an ihrem geldpolitischen Kurs festhält und sich vom Störfeuer aus Deutschland nicht ablenken lässt. Vor allem der Druck auf die EZB aus Deutschland, das Anleihenkaufprogramm vorzeitig zu beenden, hat zugenommen. Die EZB handelt richtig, wenn sie diesem Druck standhält, denn die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken für den Euroraum sind nach wie vor signifikant.

Die EZB kommt ihrem Mandat der Preisstabilität nur langsam näher, da vor allem die Kerninflation noch immer zu niedrig … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wahlen 2017

Frankreichs Selbstmitleid ist übertrieben

Dieser Beitrag ist am 5. April auf Spiegel Online erschienen.

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich ist so wichtig wie kaum eine seit 1945. Das Land befindet sich in einer mentalen Depression. Doch die ist genauso übertrieben wie Deutschlands Selbstüberschätzung.

Jeder Europäer sollte eigentlich eine Stimme bei den kommenden französischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen haben. Diese Wahlen sind so wichtig für Frankreich wie wenige seit dem Zweiten Weltkrieg. Aber sie sind auch für Europa entscheidend. Denn ohne ein starkes, geeintes und selbstbewusstes Frankreich … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftspolitik

America First, But Germany Second

If Trump wants a Europe that takes care of its own needs, he needs a strong partner in Berlin.

Donald Trump’s relationship with Angela Merkel has gotten off to a rocky start. Trump has, effectively, singled out Germany and its chancellor as his main nemesis in Europe. He has criticized her for her policy toward refugees, for an unfair trade policy, and for a lack of leadership in Europe. For its part, the German government, alongside many of its European … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Großbritannien ist zu unwichtig

Dieses Interview mit Timot Szent-Ivanyi ist am 17. Januar in der Frankfurter Rundschau erschienen.

Herr Fratzscher, was bedeutet ein harter Brexit für die EU und für Großbritannien selbst?
Lassen Sie uns mit Großbritannien beginnen. Premierministerin Theresa May hat große Versprechen abgegeben, die sie nicht wird halten können. Großbritannien soll wieder eine große, globale Handelsnation werden, hat sie ihrem Volk zugesichert. Doch das klingt nach dem 18. Jahrhundert. Die Zeiten sind vorbei. May hat Enttäuschung vorprogrammiert. Weiterlesen
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Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Ein Lob der Freizügigkeit

Dieser Beitrag ist am 1. Januar 2017 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) erschienen.

Deutschland braucht Zuwanderung – heute mehr denn je. Wer neue Barrieren aufbauen will, begräbt die europäische Idee.

In Deutschland ist eine Debatte darüber entbrannt, ob wir die Zuwanderung anderer EU-Bürger beschränken sollten. Unter den Schlagworten “Zuwanderung in die Sozialsysteme” oder “Kinder als Geschäftsmodell” wird suggeriert, andere Europäer kämen in unser Land mit dem Ziel, unser Sozialsystem auszunutzen. Dies ist billigster Populismus, der von den Fakten widerlegt … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen EZB Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Italien braucht Hilfe – egal unter welcher Regierung

2016 war kein gutes Jahr. Das Brexit-Votum und die Trump-Wahl haben politische Erdbeben ausgelöst. Das größte Problem für Europa und Deutschland ist jedoch Italien. Die europäische Politik muss sofort handeln, um eine Eskalation der Lage abzuwenden. Sonst könnte Italien der Domino-Stein sein, der die europäische Finanz- und Wirtschaftskrise zurückbringt – mit eventuell ungeahnter Wucht.… [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geldpolitik

Statement zur EZB-Entscheidung vom 8. Dezember 2016

Die EZB-Entscheidung ist weise und ausgewogen. Sie mag viele in Deutschland enttäuschen. Die Verlängerung des Anleihenkaufprogramms ist unausweichlich, da die wirtschaftlichen Risiken für den Euroraum noch immer erheblich sind und die EZB ihr Mandat der Preisstabilität wohl auch 2019 noch nicht ganz erreichen wird.

Die Entscheidung ist weise, da sie der EZB alle Optionen offen hält. Die EZB hat sich durch die Änderungen am Anleihenkaufprogramm mehr Flexibilität erkauft. Die Entscheidung der EZB bedeutet, dass die Niedrigzinsphase länger als von vielen … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Stellungnahme zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 8. September 2016

Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik der EZB ist deutlich gestiegen. Die Abschwächung der Wirtschaft und vor allem der Inflation in der Eurozone versetzen die EZB in die schwierige Lage, über weitere Optionen nachdenken zu müssen. Ich erwarte, dass die EZB noch im Dezember eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramms über März 2017 hinaus bekannt geben wird. Vor allem halte ich eine Ausweitung der Ankäufe von Unternehmensanleihen für immer wahrscheinlicher. Ich erwarte zudem, dass die EZB früher oder später auch wieder … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Neue Chancen mit dem Brexit

Der Gastbeitrag ist am 28. Juni 2016 im Handelsblatt erschienen.

Der Franzose Jean Monnet, einer der Gründungsväter des heutigen Europas, schrieb, der europäische Einigungsprozess werde sich “in Krisen vollziehen”. Die Brexit- Entscheidung ist eine Katastrophe für alle Europäerinnen und Europäer. Sie verursacht hohe politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten. Aber sie ist auch eine dieser Krisen, die Europa eindeutig stärker machen kann – wenn die Politik, allen voran die Bundesregierung, sie als solche erkennt und nutzt. Das Positive ist, dass diese … [weiterlesen]

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Ergänzung II: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Die Diskussion um die Auswirkungen eines Brexit ist zu einseitig und zu negativ. Die großen Verwerfungen in den Finanzmärkten und die wirtschaftlichen Prognosen geben sicherlich Anlass zu großer Sorge. Ein Negativszenario ist, dass der Brexit der erste Domino sein könnte, dem andere in den kommenden Jahren folgen könnten. Vor allem wenn Länder wie Italien, die sich noch immer in einer tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise befinden, über einen Austritt aus der EU nachdenken sollten, könnte auch die Zukunft des Euro auf … [weiterlesen]

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