Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Stellungnahme zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 8. September 2016

Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik der EZB ist deutlich gestiegen. Die Abschwächung der Wirtschaft und vor allem der Inflation in der Eurozone versetzen die EZB in die schwierige Lage, über weitere Optionen nachdenken zu müssen. Ich erwarte, dass die EZB noch im Dezember eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramms über März 2017 hinaus bekannt geben wird. Vor allem halte ich eine Ausweitung der Ankäufe von Unternehmensanleihen für immer wahrscheinlicher. Ich erwarte zudem, dass die EZB früher oder später auch wieder … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Neue Chancen mit dem Brexit

Der Gastbeitrag ist am 28. Juni 2016 im Handelsblatt erschienen.

Der Franzose Jean Monnet, einer der Gründungsväter des heutigen Europas, schrieb, der europäische Einigungsprozess werde sich “in Krisen vollziehen”. Die Brexit- Entscheidung ist eine Katastrophe für alle Europäerinnen und Europäer. Sie verursacht hohe politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten. Aber sie ist auch eine dieser Krisen, die Europa eindeutig stärker machen kann – wenn die Politik, allen voran die Bundesregierung, sie als solche erkennt und nutzt. Das Positive ist, dass diese … [weiterlesen]

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Ergänzung II: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Die Diskussion um die Auswirkungen eines Brexit ist zu einseitig und zu negativ. Die großen Verwerfungen in den Finanzmärkten und die wirtschaftlichen Prognosen geben sicherlich Anlass zu großer Sorge. Ein Negativszenario ist, dass der Brexit der erste Domino sein könnte, dem andere in den kommenden Jahren folgen könnten. Vor allem wenn Länder wie Italien, die sich noch immer in einer tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise befinden, über einen Austritt aus der EU nachdenken sollten, könnte auch die Zukunft des Euro auf … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Ergänzung: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion um einen Brexit vergessen wird, sind die Auswirkungen für die Geldpolitik der EZB. Der Fall der Ölpreise und die schwächere Konjunktur werden die Wirtschaft der Eurozone und Deutschlands wieder in die Deflation treiben. Ich erwarte, dass die EZB nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig ihre Geldpolitik weiter ausweiten wird. Der Brexit bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine deutlich längere Nullzinsphase.… [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Statement zum Ausgang des Referendums für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit)

Die Entscheidung Großbritanniens für einen Brexit ist eine Katastrophe für alle Europäerinnen und Europäer. Die wirtschaftlichen Kosten werden für ganz Europa enorm sein. Großbritannien könnte in eine Rezession abrutschen. Das DIW Berlin erwartet in seiner neuesten Prognose ein um 0,5 Prozentpunkte schwächeres Wachstum für Deutschland im Jahr 2017, allein durch den Rückgang deutscher Exporte nach Großbritannien. Die Abschwächung des Wachstums der deutschen Wirtschaft könnte jedoch über Finanzmarkteffekte und einen Vertrauensverlust noch deutlich stärker sein. Am größten ist das Risiko für … [weiterlesen]

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„Das dritte Hilfsprogramm für Griechenland ist ein Erfolg“

Die schnelle Einigung auf ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland ist ein Erfolg. Beide Seiten haben aus ihren Fehlern der ersten beiden Hilfsprogramme gelernt. Sie sind von der Wirklichkeit der tiefen wirtschaftlichen und humanitären Misere in Griechenland eingeholt worden. Die Gläubiger kommen Griechenland bei den Staatsausgaben entgegen, in dem sie eine weniger ambitionierte Konsolidierung verordnen. Die griechische Regierung verpflichtet sich zu vielen weiteren, tiefgreifenden Reformen. … [weiterlesen]

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„Es ist eine Illusion, im Grexit die Lösung zu sehen“

Dieser Beitrag erschien erstmal in DIE WELT am 8. Juli 2015.

Die griechischen Bürger haben sich beim Referendum gegen das Reformprogramm Europas ausgesprochen. Nun werden solche Stimmen in Deutschland wieder lauter, die sich für einen Grexit und für ein Ende der Hilfsprogramme aussprechen. Dies ist illusorisch, denn es gibt keine Alternative zu einer Einigung und weiteren Hilfen für Griechenland.

Und ein Grexit würde sowohl Griechenland als auch Europa großen Schaden zufügen. Gerade Deutschland würde politisch einen hohen Preis für ein … [weiterlesen]

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Stellungnahme zur EZB-Ratssitzung vom 03.06.2015

„Die EZB hat klar signalisiert, dass sie ihr Anleihenkaufprogramm mindestens bis September 2016 fortsetzen wird. Einem vorzeitigen Ende des QE-Programms hat sie damit eine klare Absage erteilt. Die EZB ist vorsichtiger mit ihrer Konjunkturprognose geworden, auch wenn sie nach wie vor zu optimistisch wirkt, was das Erreichen des EZB-Ziels der Preisstabilität betrifft. Die Nullzinsphase wird daher wohl auch über 2016 hinaus anhalten.… [weiterlesen]

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Reformliste Griechenlands: Kompromiss zielführend, aber viele offene Fragen

Der Kompromiss zu Griechenlands Reformvorschlägen ist weise und zielführend. Die Korruption zu bekämpfen, Steuereinnahmen zu erhöhen und die Bürokratie zu verbessern sind die richtigen Prioritäten. Auch eine Erhöhung der Ausgaben zur sozialen Sicherung und Armutsbekämpfung schwächen nicht die Reformen, sondern erhöhen ihre Legitimität und damit ihre Erfolgschancen. Nur wenn die griechische Regierung zumindest einen Teil ihrer Wahlversprechen umsetzen kann, wird der Reformkurs von der Bevölkerung akzeptiert werden und erfolgreich sein können.

Diese Einigung war jedoch der leichteste Teil der Verhandlungen. … [weiterlesen]

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