Europa EZB

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (25.01.2018)

Die Europäische Zentralbank steht vor einem schwierigen Spagat: Einerseits muss sie die Märkte auf einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik vorbereiten, andererseits sich jedoch die Option offen halten, notfalls weiterhin Anleihen zu kaufen. Die größte Herausforderung für die EZB ist jedoch nach wie vor, dass sie ihrem Mandat entsprechend die Preisstabilität gewährleistet. Dieses Ziel ist noch immer nicht ausreichend erreicht, trotz der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum. Gerade der stärkere Euro und die damit verbundene schwächere Inflation macht der EZB das … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

EZB kann geldpolitische Zügel nur langsam anziehen

Zu den Ergebnissen der heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank:

Die Europäische Zentralbank hat einen graduellen und vorsichtigen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik gewählt. Mit ihrer Entscheidung bleibt die EZB beim Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm maximal flexibel. Ich erwarte, dass die EZB nach September 2018 ihre Anleihekäufe komplett einstellen und dann frühestens 2019 die erste Zinserhöhung tätigen wird. Die EZB kann die geldpolitischen Zügel nur langsam anziehen, da sie sich nur langsam ihrem Mandat der Preisstabilität annähert. Sie muss … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte

Auf dem Holzweg

Die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat erneut heftige Kritik in Deutschland ausgelöst. Im Gegensatz dazu erhält die EZB große Unterstützung und Respekt in anderen Teilen Europas und der Welt. Diese Isolation Deutschlands hat wenig mit der Geldpolitik und der Kommunikation der EZB, sondern vielmehr mit einer interessengeleiteten Politik in Deutschland zu tun.

Die jüngste Kritik von Banken, Politikern und Wissenschaftlern in Deutschland an der EZB ist, sie müsse endlich ein Versprechen für das Ende ihrer expansiven Geldpolitik abgeben. … [weiterlesen]

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Europa EZB

Wir Deutschen sind zynisch. Juncker hat völlig recht

Das deutsche Gemeckere an den Vorschlägen des EU-Kommissionspräsidenten ist unangebracht. Es ist sinnvoll, dass alle EU-Länder dem Euro beitreten. Junckers Ideen sind zukunftsweisend. Ein Gastkommentar.

Der Euro für alle, ein europäischer Finanzminister mit einem Budget, mehr Freihandelsabkommen: Die jüngsten Vorschläge von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker haben Kritik und Unverständnis in Deutschland ausgelöst. Denn viele geben Europa und dem Euro die Schuld an der europäischen Krise.

Dabei ist die „State-of-the-Union“-Rede von Juncker zukunftsweisend. Der Präsident der EU-Kommission zeigt nicht nur eine Vision … [weiterlesen]

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Europa EZB

Euro-Einführung in allen EU-Ländern ist über die nächsten zehn bis 15 Jahre sinnvoll

In seiner Rede zur Lage der Europäischen Union hat Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute bekräftigt, dass nahezu alle EU-Mitgliedsländer den Euro als Währung einführen sollten.

Fast alle Länder der Europäischen Union haben sich rechtlich ohnehin dazu verpflichtet, den Euro in ihrem Land einzuführen. Es ist sicherlich nicht sinnvoll, dies überall sofort umzusetzen, denn die Länder müssen strikte Kriterien erfüllen. Ich halte es aber wirtschaftlich für richtig und sinnvoll, dass über die nächsten zehn bis 15 Jahre alle EU-Länder den Euro einführen. … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur Leitzins-Entscheidung der EZB vom 20. Juli 2017

Die EZB hält sich weiterhin alle Optionen zum Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik offen. Die Kommunikation der EZB zeigt keine substantielle Änderung ihres geldpolitischen Kurses. Die Ankündigung von EZB-Präsident Draghi macht ein sehr graduelles Ende der Anleihekäufe im Jahr 2018 wahrscheinlich. Alle anderen Fragen der Geldpolitik bleiben jedoch offen. Es bleibt offen, wie schnell die EZB ihre Anleihekäufe zurückfahren wird und vor allem, wann sie die erste Zinserhöhung tätigen wird.

Die Überreaktion der Finanzmärkte in den vergangenen Wochen auf die … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Ratssitzung vom 8. Juni 2017

Die EZB hat vorsichtig die geldpolitische Wende eingeleitet, wenn auch nur mit Worten und nicht mit Taten. Sie hat die Kommunikation geändert und somit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Vielen in Deutschland mag die geldpolitische Wende zu langsam gehen. Viele unterschätzen aber die Tragweite der EZB-Entscheidung, die zum ersten Mal seit über zehn Jahren eine nachhaltige Straffung der Geldpolitik signalisiert. Die EZB handelt richtig, den Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik graduell und nicht abrupt vorzubereiten, damit keine … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik Wirtschaftspolitik

Deutsche Doppelmoral

Dieser Beitrag ist am 29. Mai im Handelsblatt erschienen.

Die Empörung in Deutschland über die Weigerung der EZB, ihre expansive Geldpolitik zu beenden, nimmt wieder zu und wird sich wohl auch nach der nächsten EZB-Entscheidung Anfang Juni weiter verschärfen. Die Wirtschaft brummt doch, die Inflation steigt, und die Risiken werden geringer, so die Wahrnehmung vieler in unserem Land. Stimmt das? Handelt die EZB falsch, und ist sie gar an vielen Problemen schuld, wie unserem Handelsüberschuss, wie von manchen behauptet? Oder … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Uncategorized Wahlen 2017

Statement zur Wahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs

Dies ist ein guter Tag für Frankreich, für Deutschland und für ganz Europa. Mit Emmanuel Macron hat Frankreich nun einen Präsidenten, der die besten Voraussetzungen mitbringt, um die Wirtschaft Frankreichs zu erneuern und Europa zu reformieren.

Macron steht vor ähnlich großen Herausforderungen wie Gerhard Schröder als Bundeskanzler vor 15 Jahren. Er muss harte Wirtschaftsreformen anstoßen und einen Mentalitätswandel herbeiführen, aber auch über 40% der Wählerinnen und Wähler mitnehmen, die in der ersten Wahlrunde für links- oder rechtsextreme Kandidaten gestimmt haben, … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Makroökonomik Wahlen 2017

Statement zur EZB-Ratssitzung am 27. April 2017

Es ist klug und richtig, dass die EZB an ihrem geldpolitischen Kurs festhält und sich vom Störfeuer aus Deutschland nicht ablenken lässt. Vor allem der Druck auf die EZB aus Deutschland, das Anleihenkaufprogramm vorzeitig zu beenden, hat zugenommen. Die EZB handelt richtig, wenn sie diesem Druck standhält, denn die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken für den Euroraum sind nach wie vor signifikant.

Die EZB kommt ihrem Mandat der Preisstabilität nur langsam näher, da vor allem die Kerninflation noch immer zu niedrig … [weiterlesen]

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