20. Februar 2017
nach Marcel Fratzscher
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Der Euro war ein Geschenk!

Dieser Text wurde am 19. Februar als Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlicht.

Wie würden Sie die folgende Frage beantworten: War die deutsch-deutsche Währungsunion vom 1. Juli 1990 ein Erfolg? Viele würden diese Frage für sinnlos halten. Denn die Einführung der D-Mark in Ostdeutschland war natürlich die prinzipiell richtige Entscheidung, auch wenn sich über ihre Ausgestaltung streiten lässt. Ist die europäische Währungsunion ein Erfolg? Viele, vor allem in Deutschland, machen den Euro gerne zum Sündenbock für Europas Probleme. Wir

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5. Dezember 2016
nach Marcel Fratzscher
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Statement zum italienischen Referendum vom 4. Dezember 2016

Das Ergebnis der Volksabstimmung ist ein Rückschlag für Italien. Es wird Italien sicherlich kurzfristig nicht zurück in eine Krise treiben. Aber es bedeutet weitere verlorene Zeit für ein Land, das noch mit erheblichen Problemen – seinen Banken, einer enormen Staatsverschuldung, einer hohen Arbeitslosigkeit – zu kämpfen hat. Die Gefahr ist groß, dass sich der Reformkurs jetzt verlangsamt.

Die politischen Entwicklungen von Sonntagabend schaffen eine enorme Unsicherheit, die zu höheren Zinsen für Italien auf den Kapitalmärkten, weniger Investitionen und damit ein

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25. Juli 2014
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„Wir haben immer noch mit Zombie-Banken zu kämpfen“

Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erläutere ich die Risiken des Stresstests, mit dem die Europäische Zentralbank die Krisenfestigkeit der Banken in der Eurozone überprüft, und mögliche Konsequenzen (das gesamte Interview).

 

 

 

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17. Juni 2014
nach Marcel Fratzscher
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Statement zum Vorschlag die EU-Defizitkriterien zu verändern

Höhere Defizite werden in der Praxis bereits seit längerem still schweigend hingenommen. Die Krisenländer, aber auch EU-Staaten wie Frankreich, verfehlen ihre Defizitvorgaben, da sie angesichts der tiefen Krise ihre öffentlichen Haushalte nicht so schnell sanieren können oder wollen. Gabriels Vorschlag, höhere Defizite zuzulassen, aber eng an Reformen zu knüpfen, ist daher richtig. Es fehlt jedoch eine zweite Bedingung, die für den Erfolg einer solchen Strategie unabdingbar ist: Die Regierungen müssen sich nicht nur zu Reformen verpflichten, sondern auch einen konkreten

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9. Mai 2014
nach Marcel Fratzscher
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Die verlorene Unabhängigkeit

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals im Handelsblatt vom 8. Mai 2014.

Die Handlungsfähigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) ist in Gefahr, und daran ist sie selbst nicht unschuldig. Zwar genießt sie weiterhin ein hohes Maß an juristischer Unabhängigkeit, ihre faktische Unabhängigkeit – also ihre Fähigkeit, flexibel und glaubwürdig handeln zu können – ist jedoch immer stärker eingeschränkt. Damit wird es für die EZB zunehmend schwerer, ihrem Mandat gerecht zu werden. Das zeigt sich in der Ratlosigkeit angesichts des hohen Deflationsrisikos und der

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15. April 2014
nach Marcel Fratzscher
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Die Zeit zum Handeln wird knapp!

Dieser Kommentar erschien erstmals im Focus vom 12. April 2014.

Eine Deflation ist tückisch: Wenn sie sich zeigt, ist es oft schon zu spät. Deshalb muss die Zentralbank jetzt energisch gegensteuern

Wenn Ihnen die Wettervorhersage eine 20-prozentige Wahrscheinlichkeit für Regen vorhersagt, wird dies Ihr Verhalten kaum beeinflussen. Regen ist weder schlimm noch ungewöhnlich, und man kann sich leicht darauf einstellen. Ganz anders würden Sie sich jedoch verhalten, wenn Ihnen jemand glaubwürdig vorhersagt, dass Sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent

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18. November 2013
nach Marcel Fratzscher
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Delusional Gemany

This article was first published on Project Syndicate on 14 November 2013.

In recent days, Germany’s representative on the European Central Bank’s governing council has expressed strong disagreement with the ECB’s decision on November 7 to cut its benchmark interest rate. Now the European Commission has opened an investigation into whether or not Germany’s huge current-account surplus is causing economic damage in the European Union and beyond. This investigation and criticism of Germany’s export-based growth model has incited outrage in

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18. Oktober 2013
nach Marcel Fratzscher
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Aufbruch in die Euro-Union

Warum ohne mehr Integration weitere Krisen drohen. Elf deutsche Ökonomen, Politologen und Juristen – die Glienicker Gruppe – entwickeln Vorschläge für ein vertieftes Europa.

Krise, welche Krise? Nimmt man die öffentliche Stimmung in Deutschland ernst, dann gibt es wenig Anlass, sich über Europa noch große Sorgen zu machen. Die dramatischen Wochen, als man täglich mit dem Schlimmsten rechnen musste, liegen lange zurück. Die Finanzmärkte haben sich beruhigt. Die Konstruktionsfehler der Währungsunion scheinen entschärft, Ratspräsident Herman van Rompuy kann vor der

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