Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Statement zum Vorschlag die EU-Defizitkriterien zu verändern

Höhere Defizite werden in der Praxis bereits seit längerem still schweigend hingenommen. Die Krisenländer, aber auch EU-Staaten wie Frankreich, verfehlen ihre Defizitvorgaben, da sie angesichts der tiefen Krise ihre öffentlichen Haushalte nicht so schnell sanieren können oder wollen. Gabriels Vorschlag, höhere Defizite zuzulassen, aber eng an Reformen zu knüpfen, ist daher richtig. Es fehlt jedoch eine zweite Bedingung, die für den Erfolg einer solchen Strategie unabdingbar ist: Die Regierungen müssen sich nicht nur zu Reformen verpflichten, sondern auch einen konkreten … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Die verlorene Unabhängigkeit

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals im Handelsblatt vom 8. Mai 2014.

Die Handlungsfähigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) ist in Gefahr, und daran ist sie selbst nicht unschuldig. Zwar genießt sie weiterhin ein hohes Maß an juristischer Unabhängigkeit, ihre faktische Unabhängigkeit – also ihre Fähigkeit, flexibel und glaubwürdig handeln zu können – ist jedoch immer stärker eingeschränkt. Damit wird es für die EZB zunehmend schwerer, ihrem Mandat gerecht zu werden. Das zeigt sich in der Ratlosigkeit angesichts des hohen Deflationsrisikos und der … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte

Die Spaltung Europas droht

Dieser Artikel erschien erstmals im Handelsblatt vom 13. Februar 2014.

Auf den ersten Blick scheint das Bundesverfassungsgericht lediglich über die technische Frage der erlaubten Instrumente der Europäischen Zentralbank (EZB) entschieden zu haben. Doch was auf dem Spiel steht, ist viel gewichtiger, und dies ist Europas Einheit. Der Beschluss birgt die Gefahr einer Spaltung Europas – wirtschaftlich, indem er den europäischen Markt schwächt; institutionell, indem er einen Keil zwischen Bundesbank und EZB treiben könnte; und rechtlich, indem er einen Anspruch nationaler … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Aufbruch in die Euro-Union

Warum ohne mehr Integration weitere Krisen drohen. Elf deutsche Ökonomen, Politologen und Juristen – die Glienicker Gruppe – entwickeln Vorschläge für ein vertieftes Europa.

Krise, welche Krise? Nimmt man die öffentliche Stimmung in Deutschland ernst, dann gibt es wenig Anlass, sich über Europa noch große Sorgen zu machen. Die dramatischen Wochen, als man täglich mit dem Schlimmsten rechnen musste, liegen lange zurück. Die Finanzmärkte haben sich beruhigt. Die Konstruktionsfehler der Währungsunion scheinen entschärft, Ratspräsident Herman van Rompuy kann vor der … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte

Der Gegenaufruf zum Aufruf zur Unterstützung des OMT-Programms der EZB : Eine Replik

136 deutsche Volkswirte — darunter Hans-Werner Sinn, Roland Vaubel, Manfred Neumann und Jürgen Donges — haben heute einen Gegenaufruf zu dem im Juli von mir mit-initiierten „Aufruf zur Unterstützung des Anleihenkaufprogramms OMT der Europäischen Zentralbank“ veröffentlicht (die FAZ berichtet darüber hier). Hier sind einige Kommentare zu den Hauptpunkten dieses Gegenaufrufs:

1. Zitat: „die Anleihekäufe (sind) … rechtswidrig. … Anleihekäufe im Sekundärmarkt sind nur zulässig, wenn sie nicht der monetären Staatsfinanzierung, sondern geldpolitischen Zielen dienen“

Was „rechtwidrig“ … [weiterlesen]

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Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Märchen von der deutschen Dominanz“

Interview mit Michael Sauga, erschienen in DER SPIEGEL 26/2013 (pdf)

SPIEGEL: Herr Fratzscher, vor einem Dreivierteljahr stand die Euro-Zone kurz vor dem Aus, hat die Europäische Zentralbank (EZB) jüngst eingeräumt. Ist die Gefahr inzwischen gebannt?

Fratzscher: Es gibt keinen Grund für vorschnelle Entwarnung, aber das Risiko, dass der Euro zerbricht, ist deutlich kleiner geworden. Dazu haben die Reformen in vielen südeuropäischen Ländern beigetragen, vor allem aber das entschiedene Eingreifen der EZB.

SPIEGEL: Aber ganz Südeuropa … [weiterlesen]

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