EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Ratssitzung

Die EZB tut gut daran, ihre Politik auf die mittelfristige Preisstabilität auszurichten und nicht auf kurzfristige Preisschwankungen zu reagieren. Forderungen nach einem vorzeitigen Ausstieg der EZB aus ihrer expansiven Geldpolitik sind verfehlt und verfrüht. Die dynamische Preisentwicklung der vergangenen zwei Monate spiegelt in erster Linie eine Normalisierung der Energiepreise wieder. Die Wirtschaft des Euroraums ist nach wie vor zu schwach und die Arbeitslosigkeit zu hoch, um eine schnelle Rückkehr zur Preisstabilität und damit ein vorzeitiges Ende der expansiven Geldpolitik zu … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa

Der Euro war ein Geschenk!

Dieser Text wurde am 19. Februar als Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlicht.

Wie würden Sie die folgende Frage beantworten: War die deutsch-deutsche Währungsunion vom 1. Juli 1990 ein Erfolg? Viele würden diese Frage für sinnlos halten. Denn die Einführung der D-Mark in Ostdeutschland war natürlich die prinzipiell richtige Entscheidung, auch wenn sich über ihre Ausgestaltung streiten lässt. Ist die europäische Währungsunion ein Erfolg? Viele, vor allem in Deutschland, machen den Euro gerne zum Sündenbock für Europas Probleme. Wir … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur EZB-Sitzung vom 20.10.2016

Die Entscheidung der EZB birgt keine größeren Überraschungen. Präsident Draghi hat den Erwartungen der Märkte, dass die EZB im Dezember eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramm bekanntgeben wird, nicht widersprochen. Diese ist somit noch wahrscheinlicher geworden. Ich erwarte keinen Rückgang der monatlichen Anleihenkäufe der EZB. Dies würde die Markterwartungen enttäuschen und könnte unerwünschte Marktreaktionen hervorrufen. Die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen sind nicht ermutigend und geben keinen Anlass für eine grundlegende Änderung der Geldpolitik.

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Stellungnahme zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 8. September 2016

Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik der EZB ist deutlich gestiegen. Die Abschwächung der Wirtschaft und vor allem der Inflation in der Eurozone versetzen die EZB in die schwierige Lage, über weitere Optionen nachdenken zu müssen. Ich erwarte, dass die EZB noch im Dezember eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramms über März 2017 hinaus bekannt geben wird. Vor allem halte ich eine Ausweitung der Ankäufe von Unternehmensanleihen für immer wahrscheinlicher. Ich erwarte zudem, dass die EZB früher oder später auch wieder … [weiterlesen]

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Ungleichheit

Das Märchen vom Märchen der Ungleichheit

Der Gastbeitrag ist am 17. Juli 2016 auf Zeit Online erschienen.

Stimmt alles gar nicht, in Deutschland geht es gar nicht so ungerecht zu, behaupten einige. Sechs Gründe, warum die wachsende Ungleichheit gelebte Realität ist

Die Aussage, Deutschland sei eines der ungleichsten Länder der industrialisierten Welt, ruft immer wieder erbitterten Widerstand hervor. Wir wollen offenbar kein extrem ungleiches Land sein. Aber ein ehrlicher Blick auf die Fakten zeigt, dass wir es trotzdem sind. Sechs Gründe, warum das Märchen von der … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Stellungnahme zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 03.09.2015

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, an ihrem bisherigen Kurs festzuhalten, ist keine Überraschung. Auch die Prognose schwächerer Wachstums- und Inflationszahlen war zu erwarten. Die EZB befindet sich in einem immer vertrackteren Dilemma: Mit ihrer Prognose gibt sie zu, dass sie ihr Preisstabilitätsziel in der mittleren Frist wohl verfehlen wird. Trotzdem ist es weise, abzuwarten. Die globale Unsicherheit ist gestiegen und enorm hoch. Die größte Sorge ist jedoch nicht China oder die USA, sondern die nur schleppende wirtschaftliche Erholung der Eurozone.… [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Uncategorized

Vier Herausforderungen muss Griechenland meistern

Dieser Gastbeitrag wurde am 12. August auf  welt.de veröffentlicht.

Der Pessimismus war groß, die Einigung überraschend: Griechenland und seine Gläubiger haben sich verständigt. Denn beide Seiten haben aus ihren Fehlern gelernt. Aber es gibt noch einige Hürden.

Die unerwartet schnelle und konstruktive Einigung auf ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland ist eine Überraschung. Die Einigung ist ein Erfolg, weil beide Seiten aus ihren Fehlern der Vergangenheit gelernt haben und das dritte Programm nun zum ersten Mal die Lage in Griechenland realistisch … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik

Verlustrisiko

Griechenlands Schuldenlast kann und muss im Euroraum erleichtert werden.

Gastbeitrag von Armin von Bogdandy, Marcel Fratzscher und Guntram Wolff in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 23.07.2015

Der wohl größte Schaden der Konfrontation mit Griechenland ist ein allgemeiner Vertrauensverlust. Damit Griechenland wieder wachsen kann, müssen die Menschen, Unternehmen und Investoren wieder Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Landes fassen. Hierzu bedarf es natürlich einerseits einer legitimen und kompetenten Regierung sowie einer effizienten Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Aber auch die Frage der Schulden … [weiterlesen]

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