Europa Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Die Krise ist notwendig

Dieser Text erschien erstmals am 30. Dezember als Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung.

Die Sorge in Europa über die wirtschaftliche und politische Lage Griechenlands ist groß. Die Wirtschaft befindet sich in einer tiefen Krise. Die mögliche Regierungsübernahme der linken Syriza Partei wird von der griechischen Regierung jedoch als Druckmittel genutzt, um Europa zusätzliche Konzessionen und Hilfen abzuringen. Ein solches Nachgeben wäre ein Fehler, denn Griechenland benötigt nicht weniger als ein politisches Erbeben, um zukunftsfähig zu werden und sich in … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Wirtschaftspolitik

Keine Angst vor Staatsanleihen

Dieser Artikel erschien erstmals als Gastkommentar im Handelsblatt am 11.12.2014.

Ein Ankaufprogramm von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) wird immer wahrscheinlicher. In Deutschland ruft dies große Ängste hervor: Es sei ineffektiv, würde deutschen Sparern schaden und Regierungen von notwendigen Reformen abhalten. Diese Sorgen sind zum größten Teil unbegründet. Sorge sollte uns vielmehr der Schaden machen, den ein Scheitern der EZB-Geldpolitik für die europäische und deutsche Wirtschaft bedeutete. Ein EZB-Ankaufprogramm für Staatsanleihen kann erfolgreich sein, wenn es eine Reihe von … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Statement zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 6. November 2014

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat deutlich kommuniziert, dass sie ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten ausweiten und expansiver gestalten wird. Dass sie sich ein Bilanzziel gesetzt hat, ist ambitioniert, aber auch riskant. Denn das Erreichen dieses Ziels hängt auch von der Kreditnachfrage der Banken ab. Ich bezweifle, dass diese Bilanzziel alleine mit dem Ankauf von ABS und Covered Bonds erreicht werden kann. Mit der heutigen Entscheidung und Kommunikation der EZB ist die Wahrscheinlichkeit für ein Ankaufprogramm von Unternehmensanleihen und auch … [weiterlesen]

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„Großbritannien wäre der Verlierer“

Mein Interview mit n-tv.de erschien erstmals am 4. August 2014.

n-tv.de: Der britische Regierungschef David Cameron hat seinen Landsleuten versprochen, bei einem Wahlsieg im kommenden Jahr bis Ende 2017 ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union abzuhalten. Ein Bericht im Auftrag des Londoner Bürgermeisters Boris Johnson kommt nun zu dem Schluss, dass Großbritannien die EU aus wirtschaftlichen Gründen besser verlassen sollte – wenn sich an den Verhältnissen in Brüssel nichts ändert. Was halten Sie von der Studie?[weiterlesen]

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„Die Sanktionen werden Russland hart treffen“

Mein Interview mit n-tv.de erschien erstmals am 30. Juli 2014.

n-tv.de: Wie empfindlich treffen die Sanktionen Russland?

Marcel Fratzscher: Es ist schwierig, das genau abzuschätzen. Außer Frage steht allerdings, dass Russland deutlich an Wirtschaftskraft verlieren wird. Ich erwarte, dass Russland dieses Jahr in eine Rezession fällt – und das liegt vor allem an den Sanktionen. Die Maßnahmen gegen den Energie- und den Rüstungssektor werden erst langsam Wirkung entfalten. Die Finanzsanktionen werden dagegen sofort zu spüren sein.

Warum?[weiterlesen]

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Eine Alternative für Griechenland

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 29. Juli 2014.

Um die Krise der Eurozone ist es still geworden, doch die Ruhe trügt. Der Stresstest der europäischen Banken könnte große Kapitallücken aufdecken, die Arbeitslosigkeit ist hoch und das Wachstum niedrig, die Staatsverschuldung vieler Länder steigt weiter. Die nächste Hürde wird wieder einmal die Staatsverschuldung Griechenlands sein, dessen Hilfskredite auslaufen. Die griechische Regierung fordert einen weiteren Schuldenschnitt. Alles deutet darauf hin, dass die europäischen Gläubigerländer sich dazu breitschlagen … [weiterlesen]

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Statement zum Vorschlag die EU-Defizitkriterien zu verändern

Höhere Defizite werden in der Praxis bereits seit längerem still schweigend hingenommen. Die Krisenländer, aber auch EU-Staaten wie Frankreich, verfehlen ihre Defizitvorgaben, da sie angesichts der tiefen Krise ihre öffentlichen Haushalte nicht so schnell sanieren können oder wollen. Gabriels Vorschlag, höhere Defizite zuzulassen, aber eng an Reformen zu knüpfen, ist daher richtig. Es fehlt jedoch eine zweite Bedingung, die für den Erfolg einer solchen Strategie unabdingbar ist: Die Regierungen müssen sich nicht nur zu Reformen verpflichten, sondern auch einen konkreten … [weiterlesen]

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Die verlorene Unabhängigkeit

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals im Handelsblatt vom 8. Mai 2014.

Die Handlungsfähigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) ist in Gefahr, und daran ist sie selbst nicht unschuldig. Zwar genießt sie weiterhin ein hohes Maß an juristischer Unabhängigkeit, ihre faktische Unabhängigkeit – also ihre Fähigkeit, flexibel und glaubwürdig handeln zu können – ist jedoch immer stärker eingeschränkt. Damit wird es für die EZB zunehmend schwerer, ihrem Mandat gerecht zu werden. Das zeigt sich in der Ratlosigkeit angesichts des hohen Deflationsrisikos und der … [weiterlesen]

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