19. Januar 2017
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Statement zur EZB-Ratssitzung vom 19.01.2017

EZB Präsident Draghi hat klar signalisiert, dass die EZB ihren gegenwärtigen Kurs fortsetzen wird. Der Anstieg der Inflation ist eine positive, willkommene Entwicklung für alle. Gerade wir Deutschen sollten die positive Inflationsentwicklung begrüßen. Je früher die Inflation in der Eurozone wieder an das Inflationsziel von zwei Prozent heranreicht, desto schneller kann die EZB ihre expansive Geldpolitik beenden.

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6. Januar 2017
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Wer wenig verdient, kann nicht sparen

Dieser Beitrag ist am 6. Januar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen / Vermögensungleichheit“ erschienen.

In Deutschland sind Vermögen so ungleich verteilt wie in kaum einem Land der Eurozone. Der Sozialstaat kann das nicht auffangen. Es braucht endlich gerechte Politik.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte keine frohe Weihnachtsbotschaft: Laut ihrer neuesten Erhebung hat Deutschland mit die höchste Ungleichheit bei privaten Vermögen in der Eurozone. Dabei ist das Problem nicht, dass in kaum einem Land die reichsten zehn Prozent

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14. Dezember 2016
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Italien braucht Hilfe – egal unter welcher Regierung

2016 war kein gutes Jahr. Das Brexit-Votum und die Trump-Wahl haben politische Erdbeben ausgelöst. Das größte Problem für Europa und Deutschland ist jedoch Italien. Die europäische Politik muss sofort handeln, um eine Eskalation der Lage abzuwenden. Sonst könnte Italien der Domino-Stein sein, der die europäische Finanz- und Wirtschaftskrise zurückbringt – mit eventuell ungeahnter Wucht.

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8. Dezember 2016
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Statement zur EZB-Entscheidung vom 08.12.2016

Die EZB-Entscheidung ist weise und ausgewogen. Sie mag viele in Deutschland enttäuschen. Die Verlängerung des Anleihenkaufprogramms ist unausweichlich, da die wirtschaftlichen Risiken für den Euroraum noch immer erheblich sind und die EZB ihr Mandat der Preisstabilität wohl auch 2019 noch nicht ganz erreichen wird.

Die Entscheidung ist weise, da sie der EZB alle Optionen offen hält. Die EZB hat sich durch die Änderungen am Anleihenkaufprogramm mehr Flexibilität erkauft. Die Entscheidung der EZB bedeutet, dass die Niedrigzinsphase länger als von vielen

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20. Oktober 2016
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Statement zur EZB-Sitzung vom 20.10.2016

Die Entscheidung der EZB birgt keine größeren Überraschungen. Präsident Draghi hat den Erwartungen der Märkte, dass die EZB im Dezember eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramm bekanntgeben wird, nicht widersprochen. Diese ist somit noch wahrscheinlicher geworden. Ich erwarte keinen Rückgang der monatlichen Anleihenkäufe der EZB. Dies würde die Markterwartungen enttäuschen und könnte unerwünschte Marktreaktionen hervorrufen. Die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen sind nicht ermutigend und geben keinen Anlass für eine grundlegende Änderung der Geldpolitik.

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8. September 2016
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Stellungnahme zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 08.09.2016

Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik der EZB ist deutlich gestiegen. Die Abschwächung der Wirtschaft und vor allem der Inflation in der Eurozone versetzen die EZB in die schwierige Lage, über weitere Optionen nachdenken zu müssen. Ich erwarte, dass die EZB noch im Dezember eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramms über März 2017 hinaus bekannt geben wird. Vor allem halte ich eine Ausweitung der Ankäufe von Unternehmensanleihen für immer wahrscheinlicher. Ich erwarte zudem, dass die EZB früher oder später auch wieder

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21. Juli 2016
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Statement zur heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) 21.7.2016

Die Europäische Zentralbank ist zunehmend in einem Dilemma: Je langsamer sich die Wirtschaft des Euroraums erholt, desto niedriger sind die Zinsen und desto weniger Spielraum hat die EZB, ihr Staatsanleihen-Kaufprogramm umzusetzen. Die EZB verfolgt nun eine Strategie des Abwartens – in der Hoffnung, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen wirken und sich die Wirtschaft nicht weiter abschwächt. Die italienische Bankenkrise ist, viel mehr noch als der Brexit, ein enormes Risiko für den gesamten Euroraum und auch für Deutschland und wird sich

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24. Juni 2016
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Ergänzung: Statement über den Ausgang des Brexit-Referendums

Ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion um einen Brexit vergessen wird, sind die Auswirkungen für die Geldpolitik der EZB. Der Fall der Ölpreise und die schwächere Konjunktur werden die Wirtschaft der Eurozone und Deutschlands wieder in die Deflation treiben. Ich erwarte, dass die EZB nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig ihre Geldpolitik weiter ausweiten wird. Der Brexit bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine deutlich längere Nullzinsphase.

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21. Juni 2016
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Statement zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum OMT-Programm der Europäischen Zentralbank

Das Bundesverfassungsgericht hat eine kluge Entscheidung getroffen und einen Rückzieher von seiner ersten Entscheidung vom Januar 2014 gemacht. Es erkennt mit Blick auf das OMT-Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) nun die Autorität und die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs an. Das Nachgeben des Bundesverfassungsgerichts ist weise, weil es einen Konflikt mit dem Europäischen Gerichtshof zu Fragen des europäischen Rechts nur verlieren kann.

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20. Juni 2016
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Das große Missverständnis

Der Gastbeitrag ist am 19. Juni 2016 in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Die Kritiker der Europäischen Zentralbank verkennen, dass diese nicht wie die Bundesbank agieren kann. Aus diesem Grund bedarf es einer ehrlicheren Diskussion über die EZB.

Die Kritik in Deutschland an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in den vergangenen Monaten einen neuen Höhepunkt erreicht. Diesen Dienstag wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Rechtmäßigkeit des OMT-Anleihenkaufprogramms der EZB entscheiden.

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