Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB hält Kurs und damit am Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik fest. Zwar ist durch den Budgetkonflikt mit Italien, die Unsicherheit rund um den Brexit und die zunehmenden Handelskonflikte die Wahrscheinlichkeit einer wirtschaftlichen Abschwächung gestiegen. Trotzdem handelt die EZB richtig, am Auslaufen ihres Anleihekaufprogramms zum Jahresende festzuhalten, da die wirtschaftliche Lage im Euroraum nach wie vor gut ist. Ich befürchte jedoch, dass die EZB die Zinsen nicht nach dem Sommer nächsten Jahres wird erhöhen können, sondern dies hinauszögern muss. … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB hat aus den Fehlern der US-Notenbank gelernt.

Die EZB setzt ihren Kurs des vorsichtigen Ausstiegs aus ihrer expansiven Geldpolitik fort. Auch wenn die Märkte gerne mehr Sicherheit über den künftigen Kurs der Geldpolitik hätten, so muss die EZB sich ihre Optionen offen halten, um ihre Flexibilität nicht zu beschneiden. Die Unsicherheit für die Weltwirtschaft ist hoch und hat durch den Handelskonflikt mit den USA, der Schieflage in der Türkei, dem ungelösten Brexit und den Bankenproblemen im Euroraum eher … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte

Erdogans Scheitern wäre ein Segen für die Türken

Dieser gemeinsame Gastbeitrag mit Alexander Kriwoluzky ist am 17. August in der Welt erschienen.

Das Versprechen eines Autokraten, die einheimische Währung und Wirtschaft seien sicher, ist häufig das verlässlichste Anzeichen dafür, dass eine Währungs- und Finanzkrise unmittelbar bevorsteht. So war es bei Russlands Boris Jelzin 1998, Indonesiens Suharto 1997, Venezuelas Maduro und anderen Autokraten. Und so wird es wohl auch nun beim türkischen Präsidenten Erdogan sein.

Die Türkei steht vor einer tiefen Krise, die politischen Sprengstoff für den Mittleren Osten … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Statement zur Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die EZB sendet ein klares und richtiges Signal mit ihrer Ankündigung, in diesem Jahr ihr Anleihenkaufprogramm zu beenden. Die Ankündigung ist mutig, denn die wirtschaftlichen Risiken für die Eurozone haben wieder deutlich zugenommen. Aber die Entscheidung ist klug, denn die EZB muss die Märkte frühzeitig und vorsichtig auf einen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik vorbereiten um die negative Erfahrung der US Notenbank Fed vor einigen Jahren zu vermeiden.

Gleichzeitig hat sich die EZB genug Flexibilität bewahrt um auf wirtschaftliche Risiken … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik

Statement zur heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank

Die globale Unsicherheit erschwert es der Europäischen Zentralbank, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Geschwindigkeit für das Ende ihrer expansiven Geldpolitik zu finden. Ich erwarte noch immer ein Ende des QE Programms bis Ende 2018, aber die EZB wird ihre Kommunikationsstrategie anpassen müssen. Die EZB darf sich jetzt noch nicht auf einen bestimmten geldpolitischen Kurs festlegen, um flexibel auf globale Entwicklungen reagieren zu können. Dies wird in Deutschland auf Widerstand stoßen, aber diese Flexibilität ist wichtig um den graduellen Ausstieg … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik Ungleichheit ZEIT Kolumne

Der Mythos der bösen Geldpolitik

Dieser Beitrag ist am 6. April in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) enteigne die Sparerinnen und Sparer, und sie erhöhe dadurch die Ungleichheit: Das ist der Vorwurf vieler EZB-Kritiker in Deutschland. Angesichts der Tatsache, dass man wegen der EZB-Politik kaum noch Zinsen auf sein Sparkonto bekommt, scheint diese Behauptung auf den ersten Blick einleuchtend. Aber ist sie auch wahr?

Eine genauere Analyse zeigt, dass die Geldpolitik der EZB die Ungleichheit bei … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

EZB kann geldpolitische Zügel nur langsam anziehen

Zu den Ergebnissen der heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank:

Die Europäische Zentralbank hat einen graduellen und vorsichtigen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik gewählt. Mit ihrer Entscheidung bleibt die EZB beim Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm maximal flexibel. Ich erwarte, dass die EZB nach September 2018 ihre Anleihekäufe komplett einstellen und dann frühestens 2019 die erste Zinserhöhung tätigen wird. Die EZB kann die geldpolitischen Zügel nur langsam anziehen, da sie sich nur langsam ihrem Mandat der Preisstabilität annähert. Sie muss … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Statement zur Leitzins-Entscheidung der EZB vom 20. Juli 2017

Die EZB hält sich weiterhin alle Optionen zum Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik offen. Die Kommunikation der EZB zeigt keine substantielle Änderung ihres geldpolitischen Kurses. Die Ankündigung von EZB-Präsident Draghi macht ein sehr graduelles Ende der Anleihekäufe im Jahr 2018 wahrscheinlich. Alle anderen Fragen der Geldpolitik bleiben jedoch offen. Es bleibt offen, wie schnell die EZB ihre Anleihekäufe zurückfahren wird und vor allem, wann sie die erste Zinserhöhung tätigen wird.

Die Überreaktion der Finanzmärkte in den vergangenen Wochen auf die … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik Wirtschaftspolitik

Deutsche Doppelmoral

Dieser Beitrag ist am 29. Mai im Handelsblatt erschienen.

Die Empörung in Deutschland über die Weigerung der EZB, ihre expansive Geldpolitik zu beenden, nimmt wieder zu und wird sich wohl auch nach der nächsten EZB-Entscheidung Anfang Juni weiter verschärfen. Die Wirtschaft brummt doch, die Inflation steigt, und die Risiken werden geringer, so die Wahrnehmung vieler in unserem Land. Stimmt das? Handelt die EZB falsch, und ist sie gar an vielen Problemen schuld, wie unserem Handelsüberschuss, wie von manchen behauptet? Oder … [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Statement zur Verbraucherpreis-Entwicklung

Statement zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Verbraucherpreisen im Februar 2017

Die neuen Inflationszahlen sind nicht ganz unerwartet und spiegeln vor allem die Normalisierung der Energiepreise wider. Forderungen aus Deutschland an die EZB, ihre Geldpolitik zu ändern, sind verfehlt und verfrüht. Die Wirtschaft des Euroraums ist noch immer in einer schwierigen Lage und die EZB wird noch einige Zeit brauchen, bis die Preisstabilität wieder erreicht ist. Die Risiken für die Wirtschaft, auch für die deutsche, sind hoch und in … [weiterlesen]

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