Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Wirtschaftspolitik

Keine Angst vor Staatsanleihen

Dieser Artikel erschien erstmals als Gastkommentar im Handelsblatt am 11.12.2014.

Ein Ankaufprogramm von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) wird immer wahrscheinlicher. In Deutschland ruft dies große Ängste hervor: Es sei ineffektiv, würde deutschen Sparern schaden und Regierungen von notwendigen Reformen abhalten. Diese Sorgen sind zum größten Teil unbegründet. Sorge sollte uns vielmehr der Schaden machen, den ein Scheitern der EZB-Geldpolitik für die europäische und deutsche Wirtschaft bedeutete. Ein EZB-Ankaufprogramm für Staatsanleihen kann erfolgreich sein, wenn es eine Reihe von … [weiterlesen]

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Statement zu den Ergebnissen der EZB-Ratssitzung vom 6. November 2014

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat deutlich kommuniziert, dass sie ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten ausweiten und expansiver gestalten wird. Dass sie sich ein Bilanzziel gesetzt hat, ist ambitioniert, aber auch riskant. Denn das Erreichen dieses Ziels hängt auch von der Kreditnachfrage der Banken ab. Ich bezweifle, dass diese Bilanzziel alleine mit dem Ankauf von ABS und Covered Bonds erreicht werden kann. Mit der heutigen Entscheidung und Kommunikation der EZB ist die Wahrscheinlichkeit für ein Ankaufprogramm von Unternehmensanleihen und auch … [weiterlesen]

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Die verlorene Unabhängigkeit

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals im Handelsblatt vom 8. Mai 2014.

Die Handlungsfähigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) ist in Gefahr, und daran ist sie selbst nicht unschuldig. Zwar genießt sie weiterhin ein hohes Maß an juristischer Unabhängigkeit, ihre faktische Unabhängigkeit – also ihre Fähigkeit, flexibel und glaubwürdig handeln zu können – ist jedoch immer stärker eingeschränkt. Damit wird es für die EZB zunehmend schwerer, ihrem Mandat gerecht zu werden. Das zeigt sich in der Ratlosigkeit angesichts des hohen Deflationsrisikos und der … [weiterlesen]

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Die Zeit zum Handeln wird knapp!

Dieser Kommentar erschien erstmals im Focus vom 12. April 2014.

Eine Deflation ist tückisch: Wenn sie sich zeigt, ist es oft schon zu spät. Deshalb muss die Zentralbank jetzt energisch gegensteuern

Wenn Ihnen die Wettervorhersage eine 20-prozentige Wahrscheinlichkeit für Regen vorhersagt, wird dies Ihr Verhalten kaum beeinflussen. Regen ist weder schlimm noch ungewöhnlich, und man kann sich leicht darauf einstellen. Ganz anders würden Sie sich jedoch verhalten, wenn Ihnen jemand glaubwürdig vorhersagt, dass Sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent … [weiterlesen]

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Die Spaltung Europas droht

Dieser Artikel erschien erstmals im Handelsblatt vom 13. Februar 2014.

Auf den ersten Blick scheint das Bundesverfassungsgericht lediglich über die technische Frage der erlaubten Instrumente der Europäischen Zentralbank (EZB) entschieden zu haben. Doch was auf dem Spiel steht, ist viel gewichtiger, und dies ist Europas Einheit. Der Beschluss birgt die Gefahr einer Spaltung Europas – wirtschaftlich, indem er den europäischen Markt schwächt; institutionell, indem er einen Keil zwischen Bundesbank und EZB treiben könnte; und rechtlich, indem er einen Anspruch nationaler … [weiterlesen]

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Taking the mandate of the ECB seriously

by Marcel Fratzscher, Michael Hüther and Guntram B. Wolff

This is a translation of the original German article published in FAZ on February 6, 2014.

European Central Bank President Draghi has played down German fears about high inflation and urged Germany not to ignore the positive impact of European monetary policy. Bundesbank president Weidmann has also recently stressed that there are no reasons for German concern about inflation. The public debate about European monetary policy, however, has become more heated … [weiterlesen]

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The Drawbacks of Forward Guidance

This article first appeared on Project Syndicate on 11th October 2013.

The nomination of Janet Yellen to succeed Ben Bernanke as Chair of the US Federal Reserve comes at one of the riskiest moments in the recent history of the Fed. The Fed’s announcement in May that it might start tapering its long-term asset purchases surprised many central bankers, and triggered a sell-off from markets worldwide. But some of the good news about America’s economy was bad news for financial

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