Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Reformen auf Vorrat“: Europa will aus der Griechenlandkrise nicht lernen

Dieser Gastbeitrag wurde am 9. Mai 2016 auf Spiegel Online veröffentlicht.

Wieder einmal spitzt sich der Konflikt zwischen Griechenland und seinen europäischen Geldgebern zu. Nach dem Drama des vergangenen Sommers, bei dem Griechenland nur knapp dem Grexit und einem ökonomischen Desaster entging, könnte es in diesem Sommer nun zum nächsten Showdown kommen – auch weil Europa noch immer nichts aus der Krise gelernt zu haben scheint und alte Fehler wiederholt. Dies zeigt sich bei den geforderten „Reformen auf Vorrat“ und … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wirtschaftspolitik

Statement zum Rücktritt von Alexis Tsipras

Der Rücktritt von Premierminister Tsipras ist wirtschaftlich eine gute Nachricht für Griechenland und für Europa. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Neuwahlen eine kompetentere und pro-europäische Regierung an die Macht bringen werden. Dies verbessert die Erfolgschancen des dritten Hilfsprogramms und damit auch das Wachstum und die wirtschaftliche Erholung. … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik

Wie der Euro überleben kann

Dieser Text wurde erstmals am 26. Juli als als Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. 

Europa ist in einer engstirnigen, unsinnigen Debatte gefangen. Jeder zeigt mit dem Finger auf seinen Nachbarn als Schuldigen für das Griechenland-Debakel. Für die Franzosen sind die Deutschen zu hart, und für die Deutschen die Franzosen zu weich. Griechenland fordert einen Schuldenschnitt von seinen Nachbarn, Europa zuerst grundlegende Reformen. In der Hitze des Gefechts um die Griechenlandhilfe haben wir die Orientierung verloren, bei der es … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Einigung ist ein gutes Resultat für Europa und für Deutschland“

Die Einigung ist ein gutes Resultat für Europa und für Deutschland. Das geplante dritte Programm ist mehr als großzügig für Griechenland. Die Bundesregierung hat sich mit den meisten ihrer Forderungen durchgesetzt. Vor allem Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble gilt es, Respekt zu zollen. Sie haben Größe und Weitsicht bewiesen und gezeigt, dass Europas Integrität und gemeinsame Regeln gerade für Deutschland wichtig sind. Die Einigung der Bundesregierung wird bedeutsam für die Glaubwürdigkeit und Reputation Deutschlands in Europa und der Welt sein.… [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

„Es ist eine Illusion, im Grexit die Lösung zu sehen“

Dieser Beitrag erschien erstmal in DIE WELT am 8. Juli 2015.

Die griechischen Bürger haben sich beim Referendum gegen das Reformprogramm Europas ausgesprochen. Nun werden solche Stimmen in Deutschland wieder lauter, die sich für einen Grexit und für ein Ende der Hilfsprogramme aussprechen. Dies ist illusorisch, denn es gibt keine Alternative zu einer Einigung und weiteren Hilfen für Griechenland.

Und ein Grexit würde sowohl Griechenland als auch Europa großen Schaden zufügen. Gerade Deutschland würde politisch einen hohen Preis für ein … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Eine politische und wirtschaftliche Katastrophe für Griechenland

Das Referendum bedeutet eine politische und wirtschaftliche Katastrophe für Griechenland. Das Referendum wird die humanitäre Katastrophe der griechischen Bürger nochmals verstärken. Die griechische Regierung hat ihren Bürgern wieder Versprechungen gemacht, die sie nicht wird halten können. Die Wirtschaft Griechenlands wird in den kommenden Monaten in eine noch tiefere Depression abgleiten, die Arbeitslosigkeit weiter steigen und soziale Verwerfungen sich weiter verstärken.… [weiterlesen]
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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Ein überwältigender Erfolg für die Europäische Zentralbank

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) ist ein überwältigender Erfolg für die Europäische Zentralbank (EZB). Das OMT-Programm ist rechtmäßig. Die EZB hat somit ein wichtiges, weiteres geldpolitisches Instrument während der europäischen Krise. Das OMT-Programm ist keinesfalls durch das gegenwärtigen PSPP-Anleihenkaufprogramm überflüssig geworden. Im Gegenteil, ein Grexit und eine erneute Vertiefung der Krise könnte ein OMT-Programm für einzelne Länder der Eurozone wieder notwendig machen.… [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wirtschaftspolitik

Griechische Regierung muss klares Signal für Fortsetzung des Reformkurses senden

Die dringendste Aufgabe einer neuen griechischen Regierung unter Syriza wird es sein, das Vertrauen der Bürger, Investoren und europäischen Nachbarn wiederzugewinnen. Herr Tsipras hat  mit seinen populistischen Äußerungen in den vergangenen Monaten viel Vertrauen verloren und Schaden für Griechenland angerichtet. Herr Tsipras muss nun beweisen, dass er ein verantwortungsvoller Partner in Europa sein kann und will. Er muss ein klares Signal senden, dass er den Reformkurs fortsetzen und vollenden will.

Herr Tsipras wird seinen geforderten Schuldenschnitt nicht bekommen. Europa steht … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Debatte um griechischen Schuldenschnitt: Nur wer wächst, sollte Zinsen zahlen

Dieser Text erschien erstmals als am 13. Januar 2015 als Gastbeitrag auf SPIEGEL Online.

Europa stehen schwierige Verhandlungen mit der neuen griechischen Regierung bevor. Tatsache ist und bleibt: Griechenlands Staat ist pleite. Daran wird keine griechische Regierung und auch keine noch so günstige wirtschaftliche Entwicklung etwas grundlegend ändern können. Die Frage ist nicht, ob es einen Schuldenschnitt geben wird, sondern wann er kommen und wie er aussehen wird. Europa sollte sich nicht von einer neuen griechischen Regierung treiben lassen, sondern … [weiterlesen]

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