Europa Geld- und Finanzmärkte Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Einigung ist ein gutes Resultat für Europa und für Deutschland“

Die Einigung ist ein gutes Resultat für Europa und für Deutschland. Das geplante dritte Programm ist mehr als großzügig für Griechenland. Die Bundesregierung hat sich mit den meisten ihrer Forderungen durchgesetzt. Vor allem Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble gilt es, Respekt zu zollen. Sie haben Größe und Weitsicht bewiesen und gezeigt, dass Europas Integrität und gemeinsame Regeln gerade für Deutschland wichtig sind. Die Einigung der Bundesregierung wird bedeutsam für die Glaubwürdigkeit und Reputation Deutschlands in Europa und der Welt sein.… [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

„Es ist eine Illusion, im Grexit die Lösung zu sehen“

Dieser Beitrag erschien erstmal in DIE WELT am 8. Juli 2015.

Die griechischen Bürger haben sich beim Referendum gegen das Reformprogramm Europas ausgesprochen. Nun werden solche Stimmen in Deutschland wieder lauter, die sich für einen Grexit und für ein Ende der Hilfsprogramme aussprechen. Dies ist illusorisch, denn es gibt keine Alternative zu einer Einigung und weiteren Hilfen für Griechenland.

Und ein Grexit würde sowohl Griechenland als auch Europa großen Schaden zufügen. Gerade Deutschland würde politisch einen hohen Preis für ein … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Eine politische und wirtschaftliche Katastrophe für Griechenland

Das Referendum bedeutet eine politische und wirtschaftliche Katastrophe für Griechenland. Das Referendum wird die humanitäre Katastrophe der griechischen Bürger nochmals verstärken. Die griechische Regierung hat ihren Bürgern wieder Versprechungen gemacht, die sie nicht wird halten können. Die Wirtschaft Griechenlands wird in den kommenden Monaten in eine noch tiefere Depression abgleiten, die Arbeitslosigkeit weiter steigen und soziale Verwerfungen sich weiter verstärken.… [weiterlesen]
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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik

Helft Griechenland!

Dieser Text ist ein gemeinsamer Beitrag der Mitglieder der Glienicker Gruppe und der Eiffel Gruppe: Agnès Bénassy-Quéré, Yves Bertoncini, Jean-Louis Bianco, Armin von Bogdandy, Christian Calliess, Henrik Enderlein, Marcel Fratzscher, Clemens Fuest, Sylvie Goulard, Andre Loesekrug-Pietri, Franz Mayer, Rostane Mehdi, Daniela Schwarzer, Denis Simonneau, Maximilian Steinbeis, Constanze Stelzenmüller, Carole Ulmer, Shahin Vallée, Jakob von Weizsäcker, Guntram Wolff. Er ist auf Deutsch erstmals in der Süddeutschen Zeitung am 21. Mai 2015 erschienen.

Griechenlands Tragödie muss dringend ein Ende finden. … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Reformliste Griechenlands: Kompromiss zielführend, aber viele offene Fragen

Der Kompromiss zu Griechenlands Reformvorschlägen ist weise und zielführend. Die Korruption zu bekämpfen, Steuereinnahmen zu erhöhen und die Bürokratie zu verbessern sind die richtigen Prioritäten. Auch eine Erhöhung der Ausgaben zur sozialen Sicherung und Armutsbekämpfung schwächen nicht die Reformen, sondern erhöhen ihre Legitimität und damit ihre Erfolgschancen. Nur wenn die griechische Regierung zumindest einen Teil ihrer Wahlversprechen umsetzen kann, wird der Reformkurs von der Bevölkerung akzeptiert werden und erfolgreich sein können.

Diese Einigung war jedoch der leichteste Teil der Verhandlungen. … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte

Das Gesicht wahren, Reformen ernst nehmen

Dieser Gastbeitrag ist am 21. Februar 2015 auf Zeit online erschienen.

Die Entscheidung über die Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland hat ein kollektives Aufatmen verursacht. Dafür ist es jedoch zu früh, denn viele kritische Fragen sind offen geblieben, und das Konfliktpotenzial für die Verhandlungen in der kommenden Woche ist enorm. Es ist alles andere als sicher, dass eine Auszahlung der verbleibenden Programmgelder wirklich zustande kommen kann. Beide Seiten benötigen viel Fingerspitzengefühl um eine weitere Eskalation zu verhindern.… [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Entscheidung der EZB zu griechischen Banken

zur Entscheidung der Europäischen Zentralbank, griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite anzuerkennen (siehe Handelsblatt-Artikel zum Thema):

Wie zu erwarten war, wird versucht, die EZB politisch zu instrumentalisieren. Kurzfristig können die Notfall-Liquiditätshilfen die griechischen Banken sicherlich stützen. Aber dies ist ein gefährliches Spiel, denn Bürger und Investoren könnten das Vertrauen in die griechischen Banken verlieren und ihre Einlagen abziehen. Ein solcher „Bank-Run“ würde Griechenland in eine noch tiefere Krise stürzen. Zudem wird die EZB bald auch keine Notfall-Liquiditätshilfe … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Wirtschaftspolitik

BIP-indexierte Kredite als Schlüssel für eine nachhaltige Erhohlung der griechischen Wirtschaft

Die griechische Regierung hat gestern vorgeschlagen, einen großen Teil der öffentlichen Kredite Europas in BIP-indexierte Kredite und Anleihen umzuwandeln. Das DIW Berlin hat hierzu im vergangenen Jahr eine detaillierte Studie veröffentlicht, die analysiert, wie ein solches Instrument funktioniert. Das DIW Berlin hält diesen Vorschlag der griechischen Regierung für eine konstruktive Option, um die Staatsverschuldung nachhaltiger zu machen und ultimativ das Land wieder auf einen Wachstumspfad zu führen. Eine solche Lösung hilft Griechenland, mehr Eigenverantwortung für seine Reformen zu übernehmen – … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wirtschaftspolitik

Griechische Regierung muss klares Signal für Fortsetzung des Reformkurses senden

Die dringendste Aufgabe einer neuen griechischen Regierung unter Syriza wird es sein, das Vertrauen der Bürger, Investoren und europäischen Nachbarn wiederzugewinnen. Herr Tsipras hat  mit seinen populistischen Äußerungen in den vergangenen Monaten viel Vertrauen verloren und Schaden für Griechenland angerichtet. Herr Tsipras muss nun beweisen, dass er ein verantwortungsvoller Partner in Europa sein kann und will. Er muss ein klares Signal senden, dass er den Reformkurs fortsetzen und vollenden will.

Herr Tsipras wird seinen geforderten Schuldenschnitt nicht bekommen. Europa steht … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Debatte um griechischen Schuldenschnitt: Nur wer wächst, sollte Zinsen zahlen

Dieser Text erschien erstmals als am 13. Januar 2015 als Gastbeitrag auf SPIEGEL Online.

Europa stehen schwierige Verhandlungen mit der neuen griechischen Regierung bevor. Tatsache ist und bleibt: Griechenlands Staat ist pleite. Daran wird keine griechische Regierung und auch keine noch so günstige wirtschaftliche Entwicklung etwas grundlegend ändern können. Die Frage ist nicht, ob es einen Schuldenschnitt geben wird, sondern wann er kommen und wie er aussehen wird. Europa sollte sich nicht von einer neuen griechischen Regierung treiben lassen, sondern … [weiterlesen]

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