Europa Wirtschaftspolitik

Effizient und Sozial

Der Beitrag wurde erstmals veröffentlich im Handelsblatt vom 14. November 2013.

Der Sachverständigenrat warnt die Bundesregierung in seinem neuen Jahresgutachten vor einer „rückwärtsgewandten Wirtschaftspolitik“. In sehr klaren Worten sorgt sich der Rat, dass viele der erfolgreichen Reformen der letzten zehn Jahre entweder zurückgenommen oder entkräftet werden und damit die Wachstumsperspektiven der deutschen Wirtschaft nachhaltig geschädigt werden.

Die Mahnungen des Rates sind nicht überraschend, denn Wirtschaftswissenschaftler haben vor allem Fragen der wirtschaftlichen Effizienz im Kopf, wogegen sozialpolitische Themen und Fragen der … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftspolitik

Umstrittenes Exportmodell: Wo die USA mit ihrer Deutschland-Kritik recht haben

Dieser Gastbeitrag wurde erstmals veröffentlicht auf SPIEGEL Online am 1. November 2013.

Die ungewöhnlich harsche Kritik der USA an Deutschlands Exportüberschüssen hat hierzulande Empörung hervorgerufen. Kein Land wird gerne von einem anderen ermahnt, seine Wirtschaftspolitik zu ändern. Regierungen in Spanien, Italien, Portugal haben dies in den letzten Jahren schmerzlich zu fühlen bekommen.

Wir Deutschen mögen diese US-Kritik vor allem deshalb nicht, weil wir das Gefühl haben, wirtschaftspolitisch in den letzten Jahren alles richtig gemacht zu haben. Zudem kommt die Kritik

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Reformieren statt Steuern erhöhen

Ein Gastbeitrag von Stefan Bach, Marcel Fratzscher und Peter Haan.

Die Frage der Steuererhöhungen spielt eine wichtige Rolle in den Koalitionsverhandlungen. Viele Ökonomen warnen vor negativen wirtschaftlichen Effekten von Steuererhöhungen, aber diese müssen nicht unbedingt wirtschaftlich falsch sein. Abgesehen von den intendierten Verteilungseffekten und möglichen wirtschaftlichen Nachteilen, hängt der volkswirtschaftliche Nutzen einer Steuererhöhung vor allem davon ab, wie die zusätzlichen Einnahmen verwendet werden.

Die Parteien haben Wahlversprechen gemacht, die bei einer Umsetzung finanziert werden müssen. Ein Beispiel hierfür … [weiterlesen]

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Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Makroökonomik Wirtschaftspolitik

„Wir sollten steuerliche Anreize für Investitionen setzen“

Interview von Stephan Lorz, erschienen in BÖRSEN-ZEITUNG vom 24.07.2013

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in Deutschland eine dramatische Investitionslücke diagnostiziert und fordert ein ambitioniertes Investitionsprogramm, um einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit zuvorzukommen. Warum haben es der Staat und die Privatwirtschaft so weit kommen lassen? Wo müsste die Politik ansetzen? Fragen an DIW-Präsident Marcel Fratzscher

Herr Fratzscher, im laufenden Bundestagswahlkampf geht es derzeit mehr um Sozialpolitik und Gerechtigkeitsfragen als um die Schließung der von Ihnen beklagten Investitionslücke. Wenn Sie selber [weiterlesen]

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Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Märchen von der deutschen Dominanz“

Interview mit Michael Sauga, erschienen in DER SPIEGEL 26/2013 (pdf)

SPIEGEL: Herr Fratzscher, vor einem Dreivierteljahr stand die Euro-Zone kurz vor dem Aus, hat die Europäische Zentralbank (EZB) jüngst eingeräumt. Ist die Gefahr inzwischen gebannt?

Fratzscher: Es gibt keinen Grund für vorschnelle Entwarnung, aber das Risiko, dass der Euro zerbricht, ist deutlich kleiner geworden. Dazu haben die Reformen in vielen südeuropäischen Ländern beigetragen, vor allem aber das entschiedene Eingreifen der EZB.

SPIEGEL: Aber ganz Südeuropa … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

10 Thesen – Investitionen für mehr Wachstum. Eine Zukunftsagenda für Deutschland

Deutschland schwimmt auf einer Welle der Euphorie – die öffentliche Wahrnehmung ist, dass die Wirtschaft floriert und die Zukunft gesichert ist. Eine Studie des DIW Berlin (erscheint am Mittwoch den 26.06.) widerlegt diese Wahrnehmung und argumentiert, dass Deutschland in den vergangenen Jahren nicht nur fundamentale wirtschaftspolitische Fehler begangen hat, sondern dass wichtige Weichenstellungen für die Zukunft fehlen. Diese spiegeln sich vor allem in einer riesigen Investitionslücke wider. Die Studie schlägt eine Agenda für Investitionen vor, die sich auf die drei [weiterlesen]

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