Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geldpolitik

Ein Schuldenschnitt ist keine Lösung

Ein drittes Hilfsprogramm löst die Probleme nicht. Auch ein Schuldenschnitt wäre falsch. Die EU sollte Griechenlands Zinsen ans Wachstum koppeln. Mit strengen Auflagen. Dieser Gastbeitrag erschien am 16. Juli 2015 auf Zeit online

Kaum scheint der Konflikt zwischen der griechischen Regierung und ihren europäischen Partnern gelöst, entsteht ein neuer Konflikt: Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert einen Schuldenschnitt für Griechenland. Die Bundesregierung und auch die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben einen nominalen Schuldenschnitt kategorisch ausgeschlossen und lediglich angeboten, über eine … [weiterlesen]

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EZB Geld- und Finanzmärkte

Statement zur EZB-Ratssitzung vom 15.04.2015

Die Entscheidung und Kommunikation der EZB enthalten wenige Überraschungen. Die EZB hat eine sehr optimistische Sichtweise zum Erfolg des neuen Anleihenkaufprogramms präsentiert. Viele Fakten sprechen für eine solch positive Sichtweise – sowohl die verbesserten Inflationserwartungen und Finanzierungsbedingungen als auch die erhöhte Kreditvergabe in Südeuropa. Die positive Konjunkturentwicklung in Europa gibt der EZB-Politik starken Rückenwind.… [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Entscheidung der EZB zu griechischen Banken

zur Entscheidung der Europäischen Zentralbank, griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite anzuerkennen (siehe Handelsblatt-Artikel zum Thema):

Wie zu erwarten war, wird versucht, die EZB politisch zu instrumentalisieren. Kurzfristig können die Notfall-Liquiditätshilfen die griechischen Banken sicherlich stützen. Aber dies ist ein gefährliches Spiel, denn Bürger und Investoren könnten das Vertrauen in die griechischen Banken verlieren und ihre Einlagen abziehen. Ein solcher „Bank-Run“ würde Griechenland in eine noch tiefere Krise stürzen. Zudem wird die EZB bald auch keine Notfall-Liquiditätshilfe … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Debatte um griechischen Schuldenschnitt: Nur wer wächst, sollte Zinsen zahlen

Dieser Text erschien erstmals als am 13. Januar 2015 als Gastbeitrag auf SPIEGEL Online.

Europa stehen schwierige Verhandlungen mit der neuen griechischen Regierung bevor. Tatsache ist und bleibt: Griechenlands Staat ist pleite. Daran wird keine griechische Regierung und auch keine noch so günstige wirtschaftliche Entwicklung etwas grundlegend ändern können. Die Frage ist nicht, ob es einen Schuldenschnitt geben wird, sondern wann er kommen und wie er aussehen wird. Europa sollte sich nicht von einer neuen griechischen Regierung treiben lassen, sondern … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Die Krise ist notwendig

Dieser Text erschien erstmals am 30. Dezember als Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung.

Die Sorge in Europa über die wirtschaftliche und politische Lage Griechenlands ist groß. Die Wirtschaft befindet sich in einer tiefen Krise. Die mögliche Regierungsübernahme der linken Syriza Partei wird von der griechischen Regierung jedoch als Druckmittel genutzt, um Europa zusätzliche Konzessionen und Hilfen abzuringen. Ein solches Nachgeben wäre ein Fehler, denn Griechenland benötigt nicht weniger als ein politisches Erbeben, um zukunftsfähig zu werden und sich in … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Makroökonomik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

„Die Sanktionen werden Russland hart treffen“

Mein Interview mit n-tv.de erschien erstmals am 30. Juli 2014.

n-tv.de: Wie empfindlich treffen die Sanktionen Russland?

Marcel Fratzscher: Es ist schwierig, das genau abzuschätzen. Außer Frage steht allerdings, dass Russland deutlich an Wirtschaftskraft verlieren wird. Ich erwarte, dass Russland dieses Jahr in eine Rezession fällt – und das liegt vor allem an den Sanktionen. Die Maßnahmen gegen den Energie- und den Rüstungssektor werden erst langsam Wirkung entfalten. Die Finanzsanktionen werden dagegen sofort zu spüren sein.

Warum?[weiterlesen]

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Eine Alternative für Griechenland

Dieser Gastbeitrag erschien erstmals in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 29. Juli 2014.

Um die Krise der Eurozone ist es still geworden, doch die Ruhe trügt. Der Stresstest der europäischen Banken könnte große Kapitallücken aufdecken, die Arbeitslosigkeit ist hoch und das Wachstum niedrig, die Staatsverschuldung vieler Länder steigt weiter. Die nächste Hürde wird wieder einmal die Staatsverschuldung Griechenlands sein, dessen Hilfskredite auslaufen. Die griechische Regierung fordert einen weiteren Schuldenschnitt. Alles deutet darauf hin, dass die europäischen Gläubigerländer sich dazu breitschlagen … [weiterlesen]

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