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„Auf gutem, aber langem Weg“

Dieses Interview von Helmut Schneider erschien erstmals am 30. Dezember 2015 in der SÜDWEST PRESSE.

Südwestpresse: Herr Fratzscher, Sie sind ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler, der die Politik berät. Täuscht der Eindruck, dass sich beide Seiten nicht richtig verstehen?

Marcel Fratzscher: Ich habe großen Respekt vor Politikern, viele verstehen die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Aber während Ökonomen eher langfristig und an wirtschaftliche Anreize denken, denken Politiker kurzfristig und an Wähler.… [weiterlesen]

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Die Krise ist notwendig

Dieser Text erschien erstmals am 30. Dezember als Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung.

Die Sorge in Europa über die wirtschaftliche und politische Lage Griechenlands ist groß. Die Wirtschaft befindet sich in einer tiefen Krise. Die mögliche Regierungsübernahme der linken Syriza Partei wird von der griechischen Regierung jedoch als Druckmittel genutzt, um Europa zusätzliche Konzessionen und Hilfen abzuringen. Ein solches Nachgeben wäre ein Fehler, denn Griechenland benötigt nicht weniger als ein politisches Erbeben, um zukunftsfähig zu werden und sich in … [weiterlesen]

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Statement zum Vorschlag die EU-Defizitkriterien zu verändern

Höhere Defizite werden in der Praxis bereits seit längerem still schweigend hingenommen. Die Krisenländer, aber auch EU-Staaten wie Frankreich, verfehlen ihre Defizitvorgaben, da sie angesichts der tiefen Krise ihre öffentlichen Haushalte nicht so schnell sanieren können oder wollen. Gabriels Vorschlag, höhere Defizite zuzulassen, aber eng an Reformen zu knüpfen, ist daher richtig. Es fehlt jedoch eine zweite Bedingung, die für den Erfolg einer solchen Strategie unabdingbar ist: Die Regierungen müssen sich nicht nur zu Reformen verpflichten, sondern auch einen konkreten … [weiterlesen]

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Scapegoating Germany is easy but wrong

published in Financial Times (10th of April 2013)

The most terrifying words in the English language, according to Ronald Reagan, are: “I’m from the government and I’m here to help.” Today, for some Europeans, they are: “I’m from the EU and I’m here to bail you out.”

Germany and the single currency have been made scapegoats for the problems of member states and for Europe’s inability to overcome the continent’s financial and economic crises. Berlin is accused of lacking solidarity[weiterlesen]

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