Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Kein Neid, bitte

Dieser Beitrag ist am 3. Februar in der ZEIT ONLINE– Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

„Zeit für Gerechtigkeit“ hat Martin Schulz als Motto seines Wahlkampfs gegen Angela Merkel ausgegeben. In einem Land, in dem 70 Prozent der Menschen die Ungleichheit als zu hoch empfinden, wird der Slogan auf offene Ohren treffen. Aber die Frage der Gerechtigkeit ist nicht diejenige, um die es jetzt gehen sollte. Anders als Ungleichheit, die belegt und deren Auswirkungen bemessen werden kann, ist Gerechtigkeit etwas Subjektives, … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Ist die Ungleichheit schuld?

Dieses Streitgespräch mit Clemens Fuest ist am 15. Dezember auf ZEITONLINE erschienen.

DIE ZEIT: Donald Trump, der Brexit, in Deutschland der Erfolg der AfD – erleben wir gerade den Aufstand der Verlierer, Herr Fratzscher?

Marcel Fratzscher: Das Wort Verlierer ist mir zu hart, aber die Ursache dieser Phänomene ist überall eine ähnliche: Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es ungerecht zugeht, sie erkennen, dass sie in ihren Chancen und Freiheiten beschnitten werden, dass es den eigenen Kindern nicht besser … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Die soziale Marktwirtschaft ist unfair und gefährdet

Dieser Gastbeitrag wurde am 25. Mai 2016 im Handelsblatt veröffentlicht.

‚In Deutschland geht es fair zu’, sagt Finanzminister Schäuble. Die Steuerquote sei in Ordnung, das Bildungssystem besser ausgebaut und die jungen Menschen hätten es leichter als früher. Viele werden die Botschaft gerne hören. Besonders die, die meinem Urteil, die deutsche Wirtschafts- und Sozialpolitik sei an seinem Credo der Sozialen Marktwirtschaft gescheitert, widersprechen.… [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit Wirtschaftspolitik

„Ich muss entschieden widersprechen“

Dieses Interview von Olaf Gersemann und Martin Greive erschien erstmals am 3. April 2016 in der Welt am Sonntag.

Mit seiner These vom Ende des „Wohlstands für alle“ hat DIW-Chef Marcel Fratzscher eine Debatte über Ungleichheit in Deutschland entfacht. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hält dagegen.

Welt am Sonntag: Herr Fuest, Herr Fratzscher schreibt in seinem Buch, unsere soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr, aus Ludwig Erhards Losung „Wohlstand für alle“ sei ein „Wohlstand für wenige“ geworden. Unterschreiben Sie … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Ungleichheit

VERTEILUNGSKAMPF – Warum Deutschland immer ungleicher wird

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Das Erhard ’sche Ziel »Wohlstand für alle« ist heute nur mehr eine Illusion. Deutschlands soziale Marktwirtschaft, wie wir sie über sieben Jahrzehnte gekannt haben und in der die soziale Sicherung aller Bevölkerungsgruppen gewährleistet war, existiert nicht mehr. In der deutschen Marktwirtschaft wird mit gezinkten Karten gespielt – wirklichen marktwirtschaftlichen Wettbewerb gibt es immer weniger. Die neue deutsche Marktwirtschaft zeigt ihr wahres Gesicht in einer stark zunehmenden Ungleichheit. In kaum einem Industrieland der Welt sind vor allem Chancen, aber auch zunehmend … [weiterlesen]

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