Migration ZEIT Kolumne

Blue Card: Wir sind doch längst ein Einwanderungsland

Dieser Beitrag ist am 3. August in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

„Lieber Kinder als Inder“. Vor etwa 15 Jahren machte dieser schlimme Spruch die Runde. Er sollte ausdrücken, dass Deutschland nicht auf Zuwanderung angewiesen sein, sondern seine demographischen Probleme allein lösen will. Mittlerweile ist es Konsens, dass Deutschland die Zuwanderung braucht, um seinen wirtschaftlichen Wohlstand und seine Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren.

Ironischerweise bilden gerade Inderinnen und Inder die größte Gruppe derer, die über den Mechanismus der „Blauen … [weiterlesen]

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Migration Ungleichheit ZEIT Kolumne

Arm sind nicht nur Migranten

Dieser Beitrag ist am 01. Juni in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Es ist ein Mythos, dass Ungleichheit und Armut in Deutschland vor allem durch die Zuwanderung begründet sind. Ja, das Armutsrisiko in Deutschland nimmt zu, und eine Erklärung dafür ist in der Tat die zunehmende Migration. Viele der Menschen, die neu ins Land kommen, beziehen zuerst einmal geringe Löhne und Einkommen und sind relativ häufig von Armut bedroht. Aber dies ist eben nur eine Erklärung.

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Europa Wirtschaftspolitik

Eine wirtschaftswissenschaftliche Perspektive zu Geflüchteten

Dieser Artikel von Marcel Fratzscher[1] und Simon Junker[2] erschien am 25. Februar 2016 im ifo Schnelldienst 4/2016.

Die Debatte zu den Auswirkungen von Geflüchteten wird hochemotional geführt, nicht nur in Politik und Gesellschaft, sondern auch unter Wissenschaftlern; dies wurde auch im Januar 2016 im Laufe der Diskussion der Präsidenten der sechs Wirtschaftsforschungsinstitute bei der Leibniz-Gemeinschaft deutlich. Das ist fatal, denn die Aufgabe der Wissenschaft ist es, die gesellschafts- und wirtschaftspolitische Diskussion zu informieren und zu versachlichen – … [weiterlesen]

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