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EZB kann geldpolitische Zügel nur langsam anziehen

Zu den Ergebnissen der heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank:

Die Europäische Zentralbank hat einen graduellen und vorsichtigen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik gewählt. Mit ihrer Entscheidung bleibt die EZB beim Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm maximal flexibel. Ich erwarte, dass die EZB nach September 2018 ihre Anleihekäufe komplett einstellen und dann frühestens 2019 die erste Zinserhöhung tätigen wird. Die EZB kann die geldpolitischen Zügel nur langsam anziehen, da sie sich nur langsam ihrem Mandat der Preisstabilität annähert. Sie muss … [weiterlesen]

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Statement zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum OMT-Programm der Europäischen Zentralbank

Das Bundesverfassungsgericht hat eine kluge Entscheidung getroffen und einen Rückzieher von seiner ersten Entscheidung vom Januar 2014 gemacht. Es erkennt mit Blick auf das OMT-Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) nun die Autorität und die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs an. Das Nachgeben des Bundesverfassungsgerichts ist weise, weil es einen Konflikt mit dem Europäischen Gerichtshof zu Fragen des europäischen Rechts nur verlieren kann. … [weiterlesen]

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Das große Missverständnis

Der Gastbeitrag ist am 19. Juni 2016 in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Die Kritiker der Europäischen Zentralbank verkennen, dass diese nicht wie die Bundesbank agieren kann. Aus diesem Grund bedarf es einer ehrlicheren Diskussion über die EZB.

Die Kritik in Deutschland an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in den vergangenen Monaten einen neuen Höhepunkt erreicht. Diesen Dienstag wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Rechtmäßigkeit des OMT-Anleihenkaufprogramms der EZB entscheiden.… [weiterlesen]

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Kritik an Draghi ist noch keine Lösung

Die Eurozone verharrt weiter in einer tiefen, vor allem makroökonomischen Krise. Eine robuste Weltwirtschaft und der fallende Ölpreis haben Europas Wirtschaft eine Zeit lang gestützt. Doch spätestens jetzt zeigt sich, dass sich die Eurozone nur durch viel entschiedeneres eigenes Handeln aus der Krise ziehen kann. Eine Antwort, die neuerliche Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB), wurde in Deutschland meist scharf und zu einseitig attackiert. Geldpolitisches Nichtstun scheint die bevorzugte Option vieler in Deutschland.… [weiterlesen]

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„Es ist ein notwendiges Übel“

Dieses Interview von Ursula Mayer erschien erstmals am 9. März auf boerse.ARD.de

boerse.ARD.de: Wie sehen Sie das Anleihekaufprogramm der EZB?

Marcel Fratzscher: Ich denke, es ist ein notwendiges Übel. Die Europäische Zentralbank hat ein Mandat, nämlich Preisstabilität, und dem wird sie derzeit nicht gerecht. Die Inflationsrate ist sehr niedrig und die Wirtschaft schwächt sich im Euroraum gerade wieder ab. Die EZB muss also handeln und ich erwarte am Donnerstag eine deutliche Expansion, eine Überraschung für die Märkte.… [weiterlesen]

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Verlustrisiko

Griechenlands Schuldenlast kann und muss im Euroraum erleichtert werden.

Gastbeitrag von Armin von Bogdandy, Marcel Fratzscher und Guntram Wolff in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 23.07.2015

Der wohl größte Schaden der Konfrontation mit Griechenland ist ein allgemeiner Vertrauensverlust. Damit Griechenland wieder wachsen kann, müssen die Menschen, Unternehmen und Investoren wieder Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Landes fassen. Hierzu bedarf es natürlich einerseits einer legitimen und kompetenten Regierung sowie einer effizienten Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Aber auch die Frage der Schulden … [weiterlesen]

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Ein überwältigender Erfolg für die Europäische Zentralbank

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) ist ein überwältigender Erfolg für die Europäische Zentralbank (EZB). Das OMT-Programm ist rechtmäßig. Die EZB hat somit ein wichtiges, weiteres geldpolitisches Instrument während der europäischen Krise. Das OMT-Programm ist keinesfalls durch das gegenwärtigen PSPP-Anleihenkaufprogramm überflüssig geworden. Im Gegenteil, ein Grexit und eine erneute Vertiefung der Krise könnte ein OMT-Programm für einzelne Länder der Eurozone wieder notwendig machen.… [weiterlesen]

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Quantitative Lockerung der EZB: Ein notwendiger Schritt zu einem gemeinsamen Ziel

Der Gastbeitrag ist in der Neuen Zürcher Zeitung  (NZZ) am 24.01.2015 im Rahmen einer Pro-Contra-Debatte „Die EZB öffnet die Geldschleusen“ erschienen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich mit ihrem Anleihekaufprogramm zu einer mutigen Entscheidung durchgerungen. Die Entscheidung wurde mit grosser Mehrheit im Zentralbankrat beschlossen, und sie ist auf grosse Zustimmung in fast allen Ländern Europas und weltweit gestossen. Nur in Deutschland wird die Kritik an der EZB immer intensiver. Eine rationalere Debatte über die EZB ist erforderlich, denn die emotionale … [weiterlesen]

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Starke und überwältigende Unterstützung für die EZB

Ein Kommentar zur heutigen Empfehlung des EuGH-Generalanwalts Cruz Villalón zum Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB

Die Empfehlung des Generalanwalts des EuGH ist ein überwältigender Erfolg für die Europäische Zentralbank (EZB). Eine so starke und überwältigende Unterstützung für die EZB ist überraschend und konnte nicht unbedingt erwartet werden. Die Entscheidung befindet das OMT-Ankaufprogramm von Staatsanleihen als ein rechtmäßiges geldpolitisches Instrument, das ein legitimes Ziel der EZB verfolgt. Die Empfehlung widerspricht entschieden der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts und fordert die Gerichte zu … [weiterlesen]

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Die Spaltung Europas droht

Dieser Artikel erschien erstmals im Handelsblatt vom 13. Februar 2014.

Auf den ersten Blick scheint das Bundesverfassungsgericht lediglich über die technische Frage der erlaubten Instrumente der Europäischen Zentralbank (EZB) entschieden zu haben. Doch was auf dem Spiel steht, ist viel gewichtiger, und dies ist Europas Einheit. Der Beschluss birgt die Gefahr einer Spaltung Europas – wirtschaftlich, indem er den europäischen Markt schwächt; institutionell, indem er einen Keil zwischen Bundesbank und EZB treiben könnte; und rechtlich, indem er einen Anspruch nationaler … [weiterlesen]

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