Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Wirtschaftspolitik

Die Versuchung des Nationalismus

Dieser Beitrag ist am 01. Oktober bei fr.de erschienen.

Deutschland muss den Teufelskreis von geopolitischen und wirtschaftspolitischen Konflikten mit mehr Kooperation durchbrechen.

Die Wirtschaft und Finanzmärkte haben in den vergangenen Wochen irritiert auf einen möglichen militärischen Konflikt mit Nordkorea reagiert. Auch in anderen Teilen der Welt – im Mittleren Osten und Nordafrika, in der Ukraine, in der Türkei, um nur einige zu nennen – nehmen Anzahl und Schärfe der geopolitischen Konflikte zu.

Parallel dazu sind Protektionismus und wirtschaftspolitische Konflikte auf … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Öffentliche Geldverbrennung

Dieser Beitrag ist am 10. Januar im Handelsblatt erschienen.

Um die „schwarze Null“ zu erreichen, hat der deutsche Staat viele Vermögenswerte verkauft. Dauerhaft kann er seine Schuldenprobleme auf diese Weise nicht lösen. Er gefährdet damit unser aller Wohlstand.

Die politischen Parteien überbieten sich in Wahlversprechen, wie sie die öffentlichen Rekordüberschüsse unter ihre Klientel bringen können. Dabei lebt der Staat über seine Verhältnisse. Er baut nicht Schulden ab, sondern verbrennt das öffentliche Vermögen. Deutschland braucht daher einen rechtlich bindenden Investitionsschutz des … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen EZB Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur

Italien braucht Hilfe – egal unter welcher Regierung

2016 war kein gutes Jahr. Das Brexit-Votum und die Trump-Wahl haben politische Erdbeben ausgelöst. Das größte Problem für Europa und Deutschland ist jedoch Italien. Die europäische Politik muss sofort handeln, um eine Eskalation der Lage abzuwenden. Sonst könnte Italien der Domino-Stein sein, der die europäische Finanz- und Wirtschaftskrise zurückbringt – mit eventuell ungeahnter Wucht.… [weiterlesen]

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EZB Geldpolitik Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Deutschland als Opfer?

Der Kommentar ist am 2. November auf ZEIT Online erschienen.

Der Sachverständigenrat mahnt in seinem Jahresgutachten 2016, es sei „Zeit für Reformen“ – vor allem für andere, wie die Südeuropäer, die EZB, die Europäische Union und bei der Begrenzung der Freizügigkeit der Menschen in Europa. Der Sachverständigenrat ist ein wichtiges Beratungsgremium der deutschen Wirtschaftspolitik. Das Jahresgutachten präsentiert jedoch Deutschland vor allem als Opfer der Fehler anderer, anstelle offener zu sein und die Verantwortung Deutschlands für Europa und die eigenen Reformen … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Ungleichheit

Ungleichheit, Reformstau, marode Infrastruktur: Die Illusion vom deutschen Wirtschaftsboom

Dieser Gastbeitrag von Marcel Fratzscher wurde am 06. Januar 2016 auf Spiegel Online veröffentlicht.

Deutschland durchlebt eine Zeit der großen Selbstzufriedenheit. Unsere Wirtschaft boomt, wir sind Exportweltmeister und wir sollten uns nun endlich einmal belohnen für unsere starken wirtschaftlichen Leistungen – so zumindest die weitverbreitete Wahrnehmung.… [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

Deutschland braucht dringend neue Reformen

Dieser Gastbeitrag von Marcel Fratzscher wurde am 30. Dezember 2015 auf ZEITonline veröffentlicht

Um die Krise in Europa zu überwinden, braucht es Wachstum. Und einen starken Reformwillen in Deutschland. Zu lange wurden hierzulande nur soziale Wohltaten verteilt.

Europa kommt nicht aus der Krise. Auch wenn Deutschland von dieser Krise nichts zu spüren scheint. Die deutsche Wirtschaft wächst nach wie vor solide und wird wohl auch im kommenden Jahr um die 1,7 Prozent wachsen. … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Wirtschaftspolitik

„Das dritte Hilfsprogramm für Griechenland ist ein Erfolg“

Die schnelle Einigung auf ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland ist ein Erfolg. Beide Seiten haben aus ihren Fehlern der ersten beiden Hilfsprogramme gelernt. Sie sind von der Wirklichkeit der tiefen wirtschaftlichen und humanitären Misere in Griechenland eingeholt worden. Die Gläubiger kommen Griechenland bei den Staatsausgaben entgegen, in dem sie eine weniger ambitionierte Konsolidierung verordnen. Die griechische Regierung verpflichtet sich zu vielen weiteren, tiefgreifenden Reformen. … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik

Helft Griechenland!

Dieser Text ist ein gemeinsamer Beitrag der Mitglieder der Glienicker Gruppe und der Eiffel Gruppe: Agnès Bénassy-Quéré, Yves Bertoncini, Jean-Louis Bianco, Armin von Bogdandy, Christian Calliess, Henrik Enderlein, Marcel Fratzscher, Clemens Fuest, Sylvie Goulard, Andre Loesekrug-Pietri, Franz Mayer, Rostane Mehdi, Daniela Schwarzer, Denis Simonneau, Maximilian Steinbeis, Constanze Stelzenmüller, Carole Ulmer, Shahin Vallée, Jakob von Weizsäcker, Guntram Wolff. Er ist auf Deutsch erstmals in der Süddeutschen Zeitung am 21. Mai 2015 erschienen.

Griechenlands Tragödie muss dringend ein Ende finden. … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa Geld- und Finanzmärkte Wirtschaftspolitik

Reformliste Griechenlands: Kompromiss zielführend, aber viele offene Fragen

Der Kompromiss zu Griechenlands Reformvorschlägen ist weise und zielführend. Die Korruption zu bekämpfen, Steuereinnahmen zu erhöhen und die Bürokratie zu verbessern sind die richtigen Prioritäten. Auch eine Erhöhung der Ausgaben zur sozialen Sicherung und Armutsbekämpfung schwächen nicht die Reformen, sondern erhöhen ihre Legitimität und damit ihre Erfolgschancen. Nur wenn die griechische Regierung zumindest einen Teil ihrer Wahlversprechen umsetzen kann, wird der Reformkurs von der Bevölkerung akzeptiert werden und erfolgreich sein können.

Diese Einigung war jedoch der leichteste Teil der Verhandlungen. … [weiterlesen]

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Europa Geld- und Finanzmärkte

Das Gesicht wahren, Reformen ernst nehmen

Dieser Gastbeitrag ist am 21. Februar 2015 auf Zeit online erschienen.

Die Entscheidung über die Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland hat ein kollektives Aufatmen verursacht. Dafür ist es jedoch zu früh, denn viele kritische Fragen sind offen geblieben, und das Konfliktpotenzial für die Verhandlungen in der kommenden Woche ist enorm. Es ist alles andere als sicher, dass eine Auszahlung der verbleibenden Programmgelder wirklich zustande kommen kann. Beide Seiten benötigen viel Fingerspitzengefühl um eine weitere Eskalation zu verhindern.… [weiterlesen]

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