Ungleichheit Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Ein Deutschlandfonds statt Aktien für Arme

Dieser Beitrag ist am 5. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Der Vorschlag von Friedrich Merz, Aktieneigentum steuerlich zu fördern, ist ein Beispiel für eine gut gemeinte Idee. Es ist erfreulich, dass mittlerweile fast alle politischen Parteien erkannt haben, wie groß das Problem der fehlenden Altersvorsorge in Deutschland ist. Nach einer Studie des DIW Berlin muss mehr als die Hälfte derer, die in den kommenden Jahren in Rente gehen, eine zum Teil massive Einschränkung ihres Lebensstandards hinnehmen,

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Ungleichheit ZEIT Kolumne

Frauen können die Rente retten

Dieser Beitrag ist am 28. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Die Pläne der großen Koalition gehen die fundamentalen Probleme der Rentenversicherung nicht an. Einige würden lieber künftigen Bundesregierungen die schmerzvollen Reformen überlassen, andere wiederum versprechen eine stabile Rente – ohne jedoch zu sagen, wer diese finanzieren soll. Dabei würde eine einzige, bisher kaum diskutierte Lösung eine stabile und auskömmliche Rente auch langfristig möglich machen: eine höhere Erwerbstätigkeit von Frauen. Dies setzt allerdings einen Mentalitätswandel bei … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft ZEIT Kolumne

Jeder zweite Rentner wird sich einschränken müssen

Dieser Beitrag ist am 14. September in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat mit seiner Forderung nach einer Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2040 eine heftige Diskussion ausgelöst. Einige werfen ihm vor, das sei nicht finanzierbar. Andere beschweren sich, das würde der Rentenkommission der Bundesregierung vorgreifen, die 2020 ihre Empfehlungen vorlegen will. Bei aller Kritik ist diese Diskussion wichtig und dringend notwendig. Denn eine neue Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Ungleichheit ZEIT Kolumne

Das gesetzliche Rentensystem verschärft die Polarisierung

Dieser Beitrag ist am 31. August in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Wie gerecht ist die Rente? Gerechtigkeit ist subjektiv, und jeder beantwortet diese Frage unterschiedlich. Der gegenwärtige Streit um die Zukunft der Rente ignoriert aber, dass Deutschlands gesetzliche Rentenversicherung (GRV) eine massive Umverteilung von unten nach oben betreibt, von einkommensschwachen zu einkommensstarken Menschen. Der Grund: Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland korreliert sehr stark mit ihrem Einkommen. Ärmere Menschen sterben häufig jünger, sie beziehen also … [weiterlesen]

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Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik ZEIT Kolumne

Frauen und Kinder fördern – nicht Hochzeiten

Dieser Beitrag ist am 1. Dezember in der ZEIT ONLINE–Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ erschienen.

Egal, wie die zukünftige Regierung in Deutschland aussieht: Steuern werden höchst wahrscheinlich ein zentrales Streitthema zwischen den Koalitionären sein. Schließlich liegt es im Wesen von Parteien, dass sie Entlastungen für ihre Wähler durchboxen wollen.

Ein Aspekt kam in den Wahlprogrammen, aber auch in den gescheiterten Sondierungsgesprächen auffällig wenig vor: die systematische Benachteiligung von Frauen durch das Steuer- und Abgabesystem. Dabei richtet diese Diskriminierung einen massiven … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Zufrieden und unzufrieden zugleich

Dieser Beitrag ist am 6. April auf faz.net erschienen.

Nie waren die Deutschen zufriedener mit ihrem eigenen Leben. Gleichzeitig gibt es eine tiefe Unzufriedenheit mit dem Zustand der Gesellschaft. Das ist kein Widerspruch. Ein Gastbeitrag.

Nie seit der Wiedervereinigung waren so viele Deutsche mit ihrem persönlichen Leben so zufrieden wie heute. Gleichzeitig waren mit 70 Prozent der Deutschen selten so viele unzufrieden mit der sozialen Ungleichheit und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ist dies nicht ein Widerspruch? Lassen sich die Menschen diese … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft Wirtschaftspolitik

Öffentliche Geldverbrennung

Dieser Beitrag ist am 10. Januar im Handelsblatt erschienen.

Um die „schwarze Null“ zu erreichen, hat der deutsche Staat viele Vermögenswerte verkauft. Dauerhaft kann er seine Schuldenprobleme auf diese Weise nicht lösen. Er gefährdet damit unser aller Wohlstand.

Die politischen Parteien überbieten sich in Wahlversprechen, wie sie die öffentlichen Rekordüberschüsse unter ihre Klientel bringen können. Dabei lebt der Staat über seine Verhältnisse. Er baut nicht Schulden ab, sondern verbrennt das öffentliche Vermögen. Deutschland braucht daher einen rechtlich bindenden Investitionsschutz des … [weiterlesen]

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Konjunktur, Wachstum, Wirtschaftsstruktur Ungleichheit

Unsere Zukunft wird verramscht

Dieser Beitrag ist am 6. Januar in der WirtschaftsWoche erschienen.

Deutschland geht es blendend. Aber statt unser Land zukunftsfest zu machen, verteilt die Politik Geschenke.

Deutschland beginnt dieses Jahr auf dem Höhepunkt. In keinem Januar in den vergangenen drei Jahrzehnten standen die deutsche Wirtschaft und der Sozialstaat besser da. Die Arbeitslosenquote liegt auf dem niedrigsten Stand seit 1991, die Erwerbsquote, gerade unter Frauen, war nie höher, die deutschen Unternehmen erzielen riesige Exporterlöse und der Bundesfinanzminister verwaltet die größten Überschüsse seit … [weiterlesen]

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Ungleichheit Wirtschaftspolitik

Statement zum Rentenkonzept von Andrea Nahles

Wenn es nach diesem Gesamtkonzept geht, gibt die Bundesregierung Geld aus, das sie nicht hat, und nimmt es von Menschen, die meist noch nicht wählen können. Das Rentenkonzept hat einige gute und wichtige Elemente, wie die Angleichung der Renten in Ost und West, die Solidarrente, die Stärkung der betrieblichen Vorsorge und die Flexibilisierung des Renteneintrittsalters. Die Haltelinien beim Rentenniveau und Beitragssatz sind allerdings verantwortungslos und gehen zu Lasten der jungen Menschen in Deutschland.
Die Politik sollte nicht versuchen, das Thema … [weiterlesen]

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Ungleichheit

Umverteilung nach oben: Interview mit Marcel Fratzscher

Dieses Interview von Yasmin El-Sharif, Florian Harms und Stefan Kaiser erschien erstmals am 12. Mai 2016 bei Spiegel Online.

40 Prozent der Deutschen haben kein Vermögen, viele profitieren nicht von der Politik der Bundesregierung. Kein Wunder also, dass die AfD Zulauf erhält, meint Wirtschaftsforscher Marcel Fratzscher. […]

SPIEGEL ONLINE: Herr Fratzscher, Sie prangern die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland an, Sie fordern eine gerechtere Verteilung des Wohlstands, Sie preisen die positiven wirtschaftlichen Effekte der Flüchtlingszuwanderung. Sind Sie ein Linker?

Fratzscher:[weiterlesen]

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