21. Juli 2016
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Statement zur heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) 21.7.2016

Die Europäische Zentralbank ist zunehmend in einem Dilemma: Je langsamer sich die Wirtschaft des Euroraums erholt, desto niedriger sind die Zinsen und desto weniger Spielraum hat die EZB, ihr Staatsanleihen-Kaufprogramm umzusetzen. Die EZB verfolgt nun eine Strategie des Abwartens – in der Hoffnung, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen wirken und sich die Wirtschaft nicht weiter abschwächt. Die italienische Bankenkrise ist, viel mehr noch als der Brexit, ein enormes Risiko für den gesamten Euroraum und auch für Deutschland und wird sich

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20. Juni 2016
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Das große Missverständnis

Der Gastbeitrag ist am 19. Juni 2016 in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Die Kritiker der Europäischen Zentralbank verkennen, dass diese nicht wie die Bundesbank agieren kann. Aus diesem Grund bedarf es einer ehrlicheren Diskussion über die EZB.

Die Kritik in Deutschland an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in den vergangenen Monaten einen neuen Höhepunkt erreicht. Diesen Dienstag wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Rechtmäßigkeit des OMT-Anleihenkaufprogramms der EZB entscheiden.

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13. April 2016
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Kritik an Draghi ist noch keine Lösung

Die Eurozone verharrt weiter in einer tiefen, vor allem makroökonomischen Krise. Eine robuste Weltwirtschaft und der fallende Ölpreis haben Europas Wirtschaft eine Zeit lang gestützt. Doch spätestens jetzt zeigt sich, dass sich die Eurozone nur durch viel entschiedeneres eigenes Handeln aus der Krise ziehen kann. Eine Antwort, die neuerliche Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB), wurde in Deutschland meist scharf und zu einseitig attackiert. Geldpolitisches Nichtstun scheint die bevorzugte Option vieler in Deutschland.

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9. März 2016
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„Es ist ein notwendiges Übel“

Dieses Interview von Ursula Mayer erschien erstmals am 9. März auf boerse.ARD.de

boerse.ARD.de: Wie sehen Sie das Anleihekaufprogramm der EZB?

Marcel Fratzscher: Ich denke, es ist ein notwendiges Übel. Die Europäische Zentralbank hat ein Mandat, nämlich Preisstabilität, und dem wird sie derzeit nicht gerecht. Die Inflationsrate ist sehr niedrig und die Wirtschaft schwächt sich im Euroraum gerade wieder ab. Die EZB muss also handeln und ich erwarte am Donnerstag eine deutliche Expansion, eine Überraschung für die Märkte.

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5. Februar 2015
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Entscheidung der EZB zu griechischen Banken

zur Entscheidung der Europäischen Zentralbank, griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite anzuerkennen (siehe Handelsblatt-Artikel zum Thema):

Wie zu erwarten war, wird versucht, die EZB politisch zu instrumentalisieren. Kurzfristig können die Notfall-Liquiditätshilfen die griechischen Banken sicherlich stützen. Aber dies ist ein gefährliches Spiel, denn Bürger und Investoren könnten das Vertrauen in die griechischen Banken verlieren und ihre Einlagen abziehen. Ein solcher „Bank-Run“ würde Griechenland in eine noch tiefere Krise stürzen. Zudem wird die EZB bald auch keine Notfall-Liquiditätshilfe

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19. Januar 2015
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„Die EZB ist verpflichtet, ihr Mandat zu erfüllen“

Gastbeitrag von Marcel Fratzscher (DIW Berlin), Michael Hüther (IW Köln) und Guntram B. Wolff (Bruegel) im Handelsblatt vom 19.1.2015.
Dieser Beitrag erschien auch auf BerlinOeconomicus (Englisch), in Le Monde  und in El País.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird wohl am 22. Januar ein Ankaufprogramm für Staatsanleihen ankündigen. Die Sorgen über die Auswirkungen und die Effektivität des Programms sind groß. Die EZB muss vorsichtig die Kosten und Risiken – vor allem die Umverteilung von fiskalischen

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14. Januar 2015
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Starke und überwältigende Unterstützung für die EZB

Ein Kommentar zur heutigen Empfehlung des EuGH-Generalanwalts Cruz Villalón zum Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB

Die Empfehlung des Generalanwalts des EuGH ist ein überwältigender Erfolg für die Europäische Zentralbank (EZB). Eine so starke und überwältigende Unterstützung für die EZB ist überraschend und konnte nicht unbedingt erwartet werden. Die Entscheidung befindet das OMT-Ankaufprogramm von Staatsanleihen als ein rechtmäßiges geldpolitisches Instrument, das ein legitimes Ziel der EZB verfolgt. Die Empfehlung widerspricht entschieden der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts und fordert die Gerichte zu

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12. Dezember 2014
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Keine Angst vor Staatsanleihen

Dieser Artikel erschien erstmals als Gastkommentar im Handelsblatt am 11.12.2014.

Ein Ankaufprogramm von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) wird immer wahrscheinlicher. In Deutschland ruft dies große Ängste hervor: Es sei ineffektiv, würde deutschen Sparern schaden und Regierungen von notwendigen Reformen abhalten. Diese Sorgen sind zum größten Teil unbegründet. Sorge sollte uns vielmehr der Schaden machen, den ein Scheitern der EZB-Geldpolitik für die europäische und deutsche Wirtschaft bedeutete. Ein EZB-Ankaufprogramm für Staatsanleihen kann erfolgreich sein, wenn es eine Reihe von

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28. Oktober 2013
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Im Streitgespräch mit Roland Vaubel

Am 26. Oktober 2013 erschien in The Wall Street Journal Deutschland ein Streitgespräch, das ich mit dem Mannheimer Ökonomen Roland Vaubel über das OMT-Programm der Europäischen Zentralbank zum Kauf von Staatsanleihen führte. Der Journalist Hans Bentzien hat die wichtigsten Aussagen in einem Artikel zusammengefasst.

Wie die EZB die Ökonomen entzweit

Pragmatismus gegen Ordnungspolitik – so könnte man die Positionen umschreiben, die sich unter Ökonomen im Streit um die Zusage der Europäischen Zentralbank (EZB) gebildet haben, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von

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