Europa EZB Geldpolitik

EZB kann geldpolitische Zügel nur langsam anziehen

Zu den Ergebnissen der heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank:

Die Europäische Zentralbank hat einen graduellen und vorsichtigen Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik gewählt. Mit ihrer Entscheidung bleibt die EZB beim Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm maximal flexibel. Ich erwarte, dass die EZB nach September 2018 ihre Anleihekäufe komplett einstellen und dann frühestens 2019 die erste Zinserhöhung tätigen wird. Die EZB kann die geldpolitischen Zügel nur langsam anziehen, da sie sich nur langsam ihrem Mandat der Preisstabilität annähert. Sie muss … [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Statement zur Klage gegen die EZB

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Klage gegen die EZB ist ein falscher Kompromiss. Das Bundesverfassungsgericht signalisiert, dass es das Anleihenkaufprogramm der EZB für einen Verstoß gegen europäisches Recht hält. Das Bundesverfassungsgericht ist jedoch nicht gewillt, selbst eine Entscheidung zu treffen, sondern überlässt die Entscheidung dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).

Ich erwarte, dass der Europäische Gerichtshof sich wie auch im vergangenen Jahr wieder für die EZB und gegen das Bundesverfassungsgericht entscheiden wird. Die jetzigen Klagen gegen das PSPP (Public Sector Purchase)-Programm der … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Wirtschaftspolitik

Statement zur heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) 21.7.2016

Die Europäische Zentralbank ist zunehmend in einem Dilemma: Je langsamer sich die Wirtschaft des Euroraums erholt, desto niedriger sind die Zinsen und desto weniger Spielraum hat die EZB, ihr Staatsanleihen-Kaufprogramm umzusetzen. Die EZB verfolgt nun eine Strategie des Abwartens – in der Hoffnung, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen wirken und sich die Wirtschaft nicht weiter abschwächt. Die italienische Bankenkrise ist, viel mehr noch als der Brexit, ein enormes Risiko für den gesamten Euroraum und auch für Deutschland und wird sich … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Das große Missverständnis

Der Gastbeitrag ist am 19. Juni 2016 in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Die Kritiker der Europäischen Zentralbank verkennen, dass diese nicht wie die Bundesbank agieren kann. Aus diesem Grund bedarf es einer ehrlicheren Diskussion über die EZB.

Die Kritik in Deutschland an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in den vergangenen Monaten einen neuen Höhepunkt erreicht. Diesen Dienstag wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Rechtmäßigkeit des OMT-Anleihenkaufprogramms der EZB entscheiden.… [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik

Kritik an Draghi ist noch keine Lösung

Die Eurozone verharrt weiter in einer tiefen, vor allem makroökonomischen Krise. Eine robuste Weltwirtschaft und der fallende Ölpreis haben Europas Wirtschaft eine Zeit lang gestützt. Doch spätestens jetzt zeigt sich, dass sich die Eurozone nur durch viel entschiedeneres eigenes Handeln aus der Krise ziehen kann. Eine Antwort, die neuerliche Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB), wurde in Deutschland meist scharf und zu einseitig attackiert. Geldpolitisches Nichtstun scheint die bevorzugte Option vieler in Deutschland.… [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Öffentliche Finanzen und Finanzwissenschaft

„Es ist ein notwendiges Übel“

Dieses Interview von Ursula Mayer erschien erstmals am 9. März auf boerse.ARD.de

boerse.ARD.de: Wie sehen Sie das Anleihekaufprogramm der EZB?

Marcel Fratzscher: Ich denke, es ist ein notwendiges Übel. Die Europäische Zentralbank hat ein Mandat, nämlich Preisstabilität, und dem wird sie derzeit nicht gerecht. Die Inflationsrate ist sehr niedrig und die Wirtschaft schwächt sich im Euroraum gerade wieder ab. Die EZB muss also handeln und ich erwarte am Donnerstag eine deutliche Expansion, eine Überraschung für die Märkte.… [weiterlesen]

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Europa EZB Geldpolitik

Entscheidung der EZB zu griechischen Banken

zur Entscheidung der Europäischen Zentralbank, griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite anzuerkennen (siehe Handelsblatt-Artikel zum Thema):

Wie zu erwarten war, wird versucht, die EZB politisch zu instrumentalisieren. Kurzfristig können die Notfall-Liquiditätshilfen die griechischen Banken sicherlich stützen. Aber dies ist ein gefährliches Spiel, denn Bürger und Investoren könnten das Vertrauen in die griechischen Banken verlieren und ihre Einlagen abziehen. Ein solcher „Bank-Run“ würde Griechenland in eine noch tiefere Krise stürzen. Zudem wird die EZB bald auch keine Notfall-Liquiditätshilfe … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte

„Die EZB ist verpflichtet, ihr Mandat zu erfüllen“

Gastbeitrag von Marcel Fratzscher (DIW Berlin), Michael Hüther (IW Köln) und Guntram B. Wolff (Bruegel) im Handelsblatt vom 19.1.2015.
Dieser Beitrag erschien auch auf BerlinOeconomicus (Englisch), in Le Monde  und in El País.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird wohl am 22. Januar ein Ankaufprogramm für Staatsanleihen ankündigen. Die Sorgen über die Auswirkungen und die Effektivität des Programms sind groß. Die EZB muss vorsichtig die Kosten und Risiken – vor allem die Umverteilung von fiskalischen … [weiterlesen]

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Europa EZB Geld- und Finanzmärkte

Starke und überwältigende Unterstützung für die EZB

Ein Kommentar zur heutigen Empfehlung des EuGH-Generalanwalts Cruz Villalón zum Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB

Die Empfehlung des Generalanwalts des EuGH ist ein überwältigender Erfolg für die Europäische Zentralbank (EZB). Eine so starke und überwältigende Unterstützung für die EZB ist überraschend und konnte nicht unbedingt erwartet werden. Die Entscheidung befindet das OMT-Ankaufprogramm von Staatsanleihen als ein rechtmäßiges geldpolitisches Instrument, das ein legitimes Ziel der EZB verfolgt. Die Empfehlung widerspricht entschieden der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts und fordert die Gerichte zu … [weiterlesen]

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Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen Europa EZB Geld- und Finanzmärkte Geldpolitik Makroökonomik Wirtschaftspolitik

Keine Angst vor Staatsanleihen

Dieser Artikel erschien erstmals als Gastkommentar im Handelsblatt am 11.12.2014.

Ein Ankaufprogramm von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) wird immer wahrscheinlicher. In Deutschland ruft dies große Ängste hervor: Es sei ineffektiv, würde deutschen Sparern schaden und Regierungen von notwendigen Reformen abhalten. Diese Sorgen sind zum größten Teil unbegründet. Sorge sollte uns vielmehr der Schaden machen, den ein Scheitern der EZB-Geldpolitik für die europäische und deutsche Wirtschaft bedeutete. Ein EZB-Ankaufprogramm für Staatsanleihen kann erfolgreich sein, wenn es eine Reihe von … [weiterlesen]

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